Erfahrungsbericht DAYS


1 Juni, 2017

von Franziska Müller

Welche Rolle spielen die Sozialen Medien in der modernen Kriegsführung, welche Herausforderungen folgen durch die Entwicklung von autonomen Waffensystemen?

Das diesjährigen Danish Atlantic Youth Seminar der dänischen YATA fand vom 9.-12. März in Kopenhagen statt und bot mir und knapp zwanzig internationalen Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit diesen Themen ausführlich zu beschäftigen und Handlungsempfehlungen kritisch mit einem Expertenpanel zu diskutieren.

Im Vordergrund dieses viertägigen Seminars stand die Vertiefung aktueller Diskussionen und die Entwicklung von Lösungsstrategien in Arbeitsgruppen, sowie die Vernetzung mit anderen Young Professionals und Studierenden.

Nach dem Auftakt im Royal Danish Defence College durch Dorthe Nymann zu hybrider Kriegsführung, verdeutlichte Thomas Nissen die Bedeutung der sozialen Medien in aktuellen Konflikten. Dabei ging er ebenfalls auf Social Engineering bzgl. der Rekrutierung von Terrorismusorganisationen ein. Einen Einblick in die juristischen Grundlagen von autonomen Waffensystemen gab Frau Yde, die sich mit diesem Thema in ihrem Ph.D. auseinandersetzte.

Am zweiten Tag des Seminars wurde die theoretische Basis des Vortages durch Diskussionen im Außen- und Verteidigungsministerium ausgebaut. Begrüßt wurden wir durch Kristian Rasmussen, der in seinem Impulsvortrag zunächst die dänische Perspektive aufzeigte und anschließend auf die Beziehung zu Russland einging. Danach empfang uns Joachim Finkielmann und Esben Salling Larsen im Verteidigungsministerium.

Nachmittags begann der zweite Hauptaspekt des Seminars: die Entwicklung von eigenen Lösungsstrategien zu aktuellen Herausforderungen in vier Arbeitsgruppen („Weaponization of Social Media“, „Hybrid Strategies and Security Policy“, „Autonomous Weapon Sytems“ und „New Threats and the New World Order“). Am Samstag vervollständigten wir unsere Handlungsempfehlungen und hatten die einmalige Chance, mit einem Expertenpanel unsere Vorschläge kritisch zu hinterfragen und weitere Alternativen zu diskutieren.

DAYS bot eine eindrucksvolle Möglichkeit, sich intensiver mit aktuellen Themen der Sicherheitspolitik auf internationaler Ebene auseinanderzusetzen, sowie sich international mit anderen YATAs zu vernetzen – die gesammelte Expertise durch alle Teilnehmenden und die hohe Motivation in den Arbeitsgruppen prägte meine Zeit in Kopenhagen, welche durch gemeinsame Abendgestaltung abgerundet wurde.

Bilder von Franziska Müller

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