Hauptsache Allianz gesichert? Die NATO-Türkei Beziehungen in einer neuen Ära


23 November, 2017

Heidelberg am 14.12.2017, 19.00 Uhr

EINLADUNG | Vortrag

Immer wieder betont die NATO, die Türkei sei ein wichtiges und unverzichtbares Mitglied des Bündnisses. Dabei hat sich die Türkei vom Mustermitglied zum Sorgenkind entwickelt.

Das gegenseitige Misstrauen zwischen der Türkei und der NATO wächst. In der Türkei titelte unlängst die Erdogan-nahe Zeitung „Yeni Safak“ „Für uns ist die Nato ein Feind“. Das nationalistische Blatt „Aydinlik“ forderte gar, die Türkei solle aus dem westlichen Bündnis austreten. Hintergrund war die Darstellung eines erfundenen feindlichen Landes namens „Skolken“, das große Ähnlichkeit zur Türkei aufwies sowie die Darstellung des türkischen Präsidenten und Kemal Atatürk als Feinde der Allianz. Ankara zog daraufhin die 40 teilnehmenden türkischen Militärs ab.

In den NATO Mitgliedsstaaten wurde der Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 durch die Türkei mit großer Verwunderung zur Kenntnis genommen. Das Pentagon warnte damals, dass die Verwendung russischer Technologie möglicherweise Probleme bei der militärischen Zusammenarbeit innerhalb der NATO zur Folge haben könnte. Wie tief ist das Zerwürfnis, was hält die Türkei in der NATO und wie wichtig ist das Land für die Allianz?

Dieser Frage wird Dr. Magdalena Kirchner nachgehen. Sie wird auch nachzeichnen, wie sich die Rolle und das Verständnis der Türkei im Transatlantischen Bündnis in den letzten Jahren verändert hat – und warum? Darüber hinaus wird sie darstellen, in welchen Feldern die NATO und die Türkei zusammenarbeiten können und welche Konflikte auch weiter nicht nur bilaterale Zusammenarbeit erschweren, sondern sogar die Arbeitsfähigkeit der NATO auf die Probe stellen werden?

Dr. Magdalena Kirchner studierte Politische Wissenschaft und Geschichte an der Universität Heidelberg und Aarhus. Der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Untersuchung lag auf Konfliktforschung und Außenpolitik im Kontext des internationalen Krisenmanagements. An der Universität Heidelberg arbeitete sie als akademische Mitarbeiterin am Institut für Politische Wissenschaft. Internationale Arbeitserfahrung sammelte sie in der Türkei, in Israel und Jordanien. Darüber hinaus arbeitete sie als Senior Projektkoordinatorin für die Deutsche Atlantische Gesellschaft (Youth Atlantic Treaty Association YATA), wo sie nach wie vor Beisitzerin des Vorstandes ist.

Die Deutsche Atlantische Gesellschaft und das Forum für Internationale Sicherheit freuen sich, Sie zu diesem Vortrag einladen zu dürfen.

ANMELDEFORMULAR

Veranstaltung am 14. Dezember in Heidelberg

 

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