Russland: Vom strategischen Partner zur strategischen Herausforderung?


2 Juni, 2017

Würzburg am 12.06.2017, 18.00 Uhr

EINLADUNG | Vortrag

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit der Zielsetzung der Grundakte über gegenseitige Beziehungen, Zusammenarbeit und Sicherheit zwischen der NATO und der Russischen Föderation, die im Mai 1997 unterzeichnet wurde, sollte ein neues Kapitel in den gemeinsamen Beziehungen aufgeschlagen werden. Jedoch zeigen gerade gegenwärtige Entwicklungen wie die Ukraine-Krise und der Syrien-Konflikt, dass der Bau eines „stabilen, friedlichen und ungeteilten, geeinten und freien Europas“ keineswegs ein Automatismus zu sein scheint. Während Russland durch militärisches Engagement ein Partner im Lösungsprozess des Syrien-Konflikts ist, beklagen die westlichen Mächte den langsamen Fortschritt und die mangelnde Ernsthaftigkeit bei dem Friedenprozess in der Ostukraine. Auch die Kritik an der Regierung in Kiew nimmt deutlich zu. Zudem verstärkt die NATO, darunter auch ihr Mitglied Deutschland, im Kontext der Ukraine-Krise ihre militärische Präsenz in Osteuropa.

Ist Russland vor allem in Hinblick auf den gebremsten Friedensprozess im Osten der Ukraine von einem strategischen Partner zu einer strategischen Herausforderung geworden? Werden sich aus der Positionierung Russlands im globalen internationalen System und die russische Rolle in den aktuellen Krisen weitere Differenzen in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen, insbesondere der NATO, ergeben?

Wir freuen uns, zur Diskussion dieser Fragen Boschafter Ulrich Brandenburg als Referent begrüßen zu dürfen. Im August 2007 wurde er zum Ständigen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland im Nordatlantikrat in Brüssel ernannt. Von 2010 bis 2014 war er Botschafter in Moskau, von 2014 bis 2016 Botschafter in Lissabon.

Die Cheruscia Sommergespräche finden in Kooperation mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft in Berlin statt. Im Anschluss findet ein kleiner Empfang statt.

ANMELDEFORMULAR

Veranstaltung am 12. Juni 2017 in Würzburg

 

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