Von Speerspitzen, Stolperdrähten und Fake News: enhanced Forward Presence aus der Sicht Deutschlands und Litauens


27 Mai, 2017

Am 17. Mai 2017 tauschten sich der Litauische Verteidigungsattaché für Deutschland, Brigadegeneral Vilmantas Tamošaitis und Oberstleutnant André Polplatz, Referent im Bundesministerium der Verteidigung, mit Mitgliedern der Jugendorganisation YATA Germany zu den Erfolgen und Herausforderungen der NATO-Aktivität enhanced Forward Presence (eFP) in Litauen aus.

Während sich das deutsche Kontingent seit Beginn der Präsenz vor Ort Anfang des Jahres mit Fake News auseinandersetzen muss, ist Litauen seit Jahrzehnten auf Versuche russischer Einflussnahme gewohnt. Dementsprechend hilfsbereit zeigt sich die Gastnation in dieser und in anderen Fragen gegenüber den NATO-Partnern, die sich in der eFP Battle Group Litauen engagieren. Der sogenannte Stolperdraht, den die Battle Groups in Estland, Lettland, Litauen und Polen ermöglichen sollen, erreiche laut den Referenten zwar nicht einmal annähernd eine Vergleichbarkeit zu den russischen Kräften, die sich in unmittelbarer Nähe der jeweiligen Grenze befinden. Trotzdem würden durch die multinationale Zusammensetzung der Battle Groups die notwendigen Signale gesendet.

YATA Germany bedankt sich bei den Referenten für deren Bereitschaft, bis spät abends ihre Einsichten zu den Aktivitäten im nordöstlichen Teil der Allianz zu teilen.
Autor:
Paul von Salisch

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