Wir trauern um General a. D. Karl-Heinz Lather

Weni­ge Wochen nach Been­di­gung sei­nes letz­ten mili­tä­ri­schen Auf­trags ist Gene­ral a. D. Karl-Heinz Lather am 13. Febru­ar 2021 in Hei­del­berg ver­stor­ben. Sein plötz­li­cher Tod macht uns fas­sungs­los. Unse­re Gedan­ken sind bei sei­ner Frau und sei­ner Familie.

Gene­ral Lather fand nach sei­ner beein­dru­cken­den mili­tä­ri­schen Lauf­bahn, zuletzt vom Sep­tem­ber 2007 bis zum Sep­tem­ber 2010 als Stabs­chef im NATO-Haupt­quar­tier Euro­pa, dem Supre­me Head­quar­ters Allied Powers Euro­pe (SHAPE), sehr schnell zur Deut­schen Atlan­ti­schen Gesell­schaft. Als Lei­ter des Forums Hei­del­berg konn­ten wir drei Jah­re lang von sei­ner her­aus­ge­ho­be­nen Exper­ti­se und sei­ner beson­de­ren Per­sön­lich­keit pro­fi­tie­ren bis er aus sei­ner Pen­sio­nie­rung her­aus erneut für das nord­at­lan­ti­sche Ver­tei­di­gungs­bünd­nis tätig wurde. 

Als Lei­ter einer Grup­pe von Seni­or Men­to­ren, die aus 20 bis 25 Gene­ral­leut­nan­ten und Vize­ad­mi­ra­len bzw. Gene­ral­ma­jo­ren und Kon­ter­ad­mi­ra­len bestand, war er von 2014 bis 2020 dem Supre­me Allied Com­man­der Trans­for­ma­ti­on für die ein­heit­li­che Aus­bil­dung der ope­ra­ti­ven Stä­be der NATO Kom­man­do­struk­tur und der tak­ti­schen Stä­be der NATO Trup­pen­struk­tu­ren ver­ant­wort­lich. Gemein­sam mit sei­nem Men­to­ren Team bil­de­te er die Stä­be, die dem Supre­me Allied Com­man­der Euro­pe zuge­ord­net sind, im Rah­men von Übun­gen aus, prüf­te ihre Leis­tungs­fä­hig­keit und zer­ti­fi­zier­te sie für ihre mili­tä­ri­schen Auf­trä­ge auf ope­ra­ti­ver und tak­ti­scher Ebe­ne. Er leis­te­te damit einen wesent­li­chen und sehr wich­ti­gen Bei­trag, um die Ein­satz­be­reit­schaft der NATO Haupt­quar­tie­re und Stä­be für die neue Auf­ga­be der Bünd­nis­ver­tei­di­gung nach den Ereig­nis­sen in der Ukrai­ne 2014 her­zu­stel­len. Die­se ver­ant­wor­tungs­vol­le Tätig­keit hat der ver­stor­be­ne Gene­ral Karl-Heinz Lather erst Ende des ver­gan­ge­nen Jah­res beendet.

Die Deut­sche Atlan­ti­sche Gesell­schaft ver­neigt sich vor der beein­dru­cken­den Lebens­leis­tung von Gene­ral Karl-Heinz Lather. Wir wer­den ihm stets ein ehren­des Andenken bewahren. 

Generalmajor a. D. Bernd Diepenhorst erinnert sich an seinen Weggefährten:

Gene­ral Karl-Heinz Lather und mich ver­bin­det viel mehr als nur die gemein­sa­me Trup­pen­gat­tung der Artil­le­rie. Die­se führ­te uns 1968 zum ers­ten Mal an der Artil­le­rie­schu­le in Idar-Ober­stein zusam­men und danach immer wie­der zu ver­schie­de­nen trup­pen­gat­tungs­spe­zi­fi­schen Aus­bil­dungs­ab­schnit­ten am glei­chen Ort; aber auch wäh­rend zahl­rei­cher ande­rer Gele­gen­hei­ten des Zusam­men­seins ent­wi­ckel­te sich eine dicke Freund­schaft, die auch die Fami­li­en fest ein­band. Die­se Freund­schaft ist nie belas­tet wor­den, auch nicht als er als Kom­man­die­ren­der Gene­ral des II ( GE/US ) Korps mein Dis­zi­pli­nar­vor­ge­setz­ter wur­de. Ich habe ihn stets als umsich­ti­gen und hilfs­be­rei­ten Vor­ge­setz­ten, offen und gerad­li­nig nach oben und unten erlebt, als präch­ti­gen Kame­ra­den und guten Freund, auf den immer Ver­lass war. Ich bin sicher, dass alle die ihn ken­nen, genau­so empfinden.

Mein auf­rich­ti­ges Mit­leid gilt sei­ner Frau Inge mit ihrer Familie.

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