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Jürgen Bornemann NATO’s Future-Preis Essaywettbewerb: „Strategiewandel durch Klimawandel?“


26 Juni, 2020

Liebe YATAs,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Gesellschaft,

auch in diesem Jahr findet der Essaywettbewerb unserer YATA statt. Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen. Bitte geben Sie diese Einladung auch an Interessierte weiter.

Die Youth Atlantic Treaty Association (YATA Germany), die Jugendorganisation der Deutschen Atlantischen Gesellschaft (DAG), schreibt erneut den Jürgen Bornemann NATO’s Future-Preis aus, um junge Menschen im Austausch über außen- und sicherheitspolitische Themen zu fördern und dabei die Idee der transatlantischen Partnerschaft zu festigen. Die Gewinner des Essaywettbewerbes werden, neben drei attraktiven Preisen, zur internationalen „NATO TalkKonferenz“ am 16. November 2020 in Berlin eingeladen und dort im Rahmen der Preisverleihung vor einem internationalen Publikum aus hochrangigen VertreterInnen aus Politik, Diplomatie, Militär und Wissenschaft offiziell geehrt.

Dieser Essaywettbewerb soll an Generalleutnant a.D. Jürgen Bornemann, Director of the International Military Staff der NATO von 2009 bis 2013 († 5. Juni 2019 in Rom) erinnern. Nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Juni 2013, engagierte er sich – in den letzten Jahren als Mitglied im Vorstand – in der DAG. In diesen Jahren hat Jürgen Bornemann die Projekte der DAG deutschlandweit maßgeblich mitgeprägt. Neben seiner federführenden Leitung der jährlichen NATO Talk-Konferenz im Herbst hat er sich in allen Regionen der Bundesrepublik eingebracht und angeregte Diskussionen mit hochkarätigen Persönlichkeiten aus dem internationalen außen- und sicherheitspolitischen Bereich moderiert, begleitet und initiiert.

Ziel des Essaywettbewerbs ist das Interesse an der NATO und die fachliche Expertise im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik bei der jungen Generation zu fördern und so General Bornemanns Engagement weiterzutragen.

Strategiewandel durch Klimawandel?

Wenn in Russland der Permafrostboden taut, in Niger Ackerboden unfruchtbar wird und ganze Inseln in Ozeanien vom Meer verschluckt werden, werden die direkten Folgen des Klimawandels sichtbar. Längst prägen die klimatischen Veränderungen jedoch nicht mehr nur den Alltag der Menschen in den betroffenen Regionen. Auch in Deutschland, der EU und der NATO müssen sicherheitspolitische Strategien an die neuen Umstände angepasst werden. Denn der Klimawandel ist nicht länger ein Zukunftsszenario, sondern ist schon jetzt ein entscheidender Faktor in vielen Konfliktkontexten und stellte auch die Regierungen sowie nationalen Armeen im Ausland vor neue Herausforderungen.

Vor einigen Monaten dominierte vor allem die Bekämpfung des Klimawandels als gesamtgesellschaftliche Herausforderung den öffentlichen Diskurs in Deutschland. Zwar hat die Bewegung „Fridays for Future“ einer breiten Öffentlichkeit und auch Teilen der Bundesregierung die Dringlichkeit der Lage vor Augen führen können, doch die sicherheitspolitische Komponente wurde im Diskurs weitestgehend außer Acht gelassen. Allerdings haben klimatische Veränderungen schon jetzt die Arbeit in den Ministerien und die Planung und Durchführung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr verändert. Die Folgen des Klimawandels und Sicherheitspolitik sind nicht mehr voneinander zu trennen und der „vernetzte Ansatz“ kann nur nachhaltig erfolgreich sein, wenn klimatische Faktoren berücksichtigt werden.

Die Auswirkungen des Klimawandels werden die Entwicklungs-, Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Deutschland, den NATO-Mitgliedstaaten und der internationalen Gemeinschaft prägen. Welchen Einfluss hat diese Entwicklung auf die Zukunft der NATO? Wie wird durch diese Entwicklung die Entscheidungsfindung der NATO beeinflusst? Wie kann die NATO eine „klimastabile“ Handlungsfähigkeit des transatlantischen Bündnisses jenseits der 2030er Jahre gewährleisten? Welche Prozesse sollten jetzt angestoßen werden, um auch unter den Einflüssen des Klimawandels das oberste Ziel der NATO – Sicherheit und Stabilität auf dem Bündnisgebiet sicherzustellen – mit Blick auf Technik, Personal und gesellschaftlichen Rückhalt langfristig erreichen zu können? Wir freuen uns auf Eure Essays zu diesen Fragen inklusive Handlungsempfehlungen an die NAT0.

Die drei besten Essays erhalten folgende Preise:

Platz 1:   
Teilnahme an der Delegationsreise der DAG für junge Transatlantiker nach Washington D.C. (tbc). Diese einmalige Möglichkeit bietet im Kreise einer ausgewählten Delegationsgruppe first-hand Einblicke in zahlreiche Institutionen in Washington D.C. zu erhalten und hinter die Kulissen der U.S.-Amerikanischen Politik kurz nach der U.S. Präsidentschaftswahl zu blicken. Veröffentlichung des Essays in der Fachzeitschrift S+F Sicherheit und Frieden.

Platz 2:
Teilnahme und komplette Kostenübernahme eines YATA International Seminars in einem NATO Mitglied- oder Partnerstaat.

Platz 3:
Teilnahme und komplette Kostenübernahme an einem sicherheitspolitischen Seminar in Deutschland.

Alle drei Gewinner erhalten Reise- und Übernachtungskosten zur offiziellen Preisverleihung im Rahmen der „NATO Talk-Konferenz“ am 16. November 2020 in Berlin, sofern diese in diesem Jahr stattfinden wird.

Alle drei Essays werden auf der Homepage von YATA Germany und der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und deren Social Media Kanälen veröffentlicht.

Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen dürfen alle bis zu 35-Jährigen (geboren nach dem 01.01.1985) mit deutscher Staatsbürgerschaft. TeilnehmerInnen dürfen jeweils nur einen Beitrag einreichen. MitarbeiterInnen, PraktikantInnen und Vorstandsmitglieder der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und YATA Germany sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Sprache:                     Deutsch

Umfang:                      7000 Zeichen (Leerzeichen inklusive)

Format:                       pdf

Tipps:                          STRATEGIEPAPIER / POLICY PAPER (weitere Infos)

Teilnahmefrist:           16.08.2020, 11:59 Uhr, Berliner Ortszeit

Auswahlprozess:

Die Beiträge werden von einer hochrangigen fünfköpfigen Jury aus Politik, Wissenschaft, Journalismus und Militär bewertet: Generalleutnant a.D. Heinricht Brauß, Dr. Katja Leikert, Svenja Sinjen, Werner Sonne, und Veronika Fucela.

Die PreisträgerInnen werden bis zum 15.09.2020 schriftlich vom YATA Germany Vorstand informiert.

 

Wir freuen uns auf Eure Essays!

 

YATA Germany
c/o Deutsche Atlantische Gesellschaft
Dorotheenstraße 84
10117 Berlin
http://www.ata-dag.de/yata-germany/
E-Mail: info@yata-germany.de
Social Media: Facebook Mitgliedergruppe Twitter 
Der Ausschuss „YATA Germany“ der Deutschen Atlantischen Gesellschaft informiert alle Mitglieder bis 35 über aktuelle Veranstaltungen und Angebote im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik und bietet eine Plattform zum eigenständigen Engagement durch Veranstaltungen, Publikationen oder andere Projekte. Solltest du nicht weiter über unsere Aktivitäten informiert werden wollen, bitten wir Dich um eine kurze Rückmeldung an info@yata-germany.de.
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