Sonntag-Morgen-Gespräch in der Wasserburg Rindern


15 Juli, 2019

Sonntag-Morgen-Gespräch in der Wasserburg Rindern am 14. Juli 2019

Die Deutsche Atlantische Gesellschaft (DAG) hatte zusammen mit der Gesellschaft für Internationale Begegnungen (GIB) und der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft (GDCF) zum Sonntagmorgengespräch auf die Wasserburg Rindern geladen. Das Thema, „Als moderne Nomadin um die Welt – Mein Leben bei den Vereinten Nationen“ hatte zahlreiche Zuhörer neugierig gemacht. Manfred van Halteren, in Vertretung für den erkrankten Dr. Kurt Kreiten, begrüßte die Gäste und übergab das Wort an den Regionalleiter der DAG, Michael Urban, der in das Thema einführte und die weitere Moderation übernahm. Die Referentin und Autorin, Frau Dr. Kerstin Leitner, war 30 Jahre für die Vereinten Nationen tätig und hatte neben den obligatorischen Stabsfunktionen auch etliche Auslandseinsätze durchlaufen und Projektleitungen tw. in leitender Funktion inne. Schwerpunkt ihrer Ausführungen waren die Programme in Afrika und China.

Dr. Kerstin Leitner (2.v.r.) eingerahmt von den Organisatoren des Sonntagmorgengesprächs (l.) Manfred van Halteren, (2.v.li.) Prof. Dr. Marie-Louise Klotz und (re.) Michael Urban.

Bevor sie diese Projekte vorstellte, stimmte sie ihre Zuhörer mit sechs Ausgangsthesen ein. Obenan das Statement „Die VN sind wertvoll und unersetzlich in der heutigen Welt, trotz all ihrer Schwächen“. Sie sind auch eine Gegenkraft gegen die dominierenden nationalen Mächte. Die globalen Herausforderungen werden immer größer bzw. dringender, wie Klimawandel, internationale Migration, Verschmutzung der Ozeane und wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich. Nur in kollektiver Zusammenarbeit können diese Herausforderungen gemeistert werden. Die VN müssen sich reformieren, um effizienter und effektiver zu werden. Um diese Reform durchzusetzen, braucht es eine neue politische Denkweise. Entlang dieser Thesen zitierte sie dann Abschnitte aus ihrem Buch, die Beispiel für sowohl die Bestätigung der Thesen als auch für Wege der Verbesserung aufzeigten. Im Anschluss konnten sowohl persönliche Erfahrungen als auch Fragen in der von Urban geleiteten Diskussion ausgetauscht werden. Abschließend stellte Urban fest, dass diese Veranstaltung nicht nur der Wissensvermittlung, sondern auch dem besseren Verständnis für Organisation und Verfahren in den VN gedient hatte. Frau Dr. Kerstin Leitner hatte nicht nur informiert, sondern die Gäste an einem wichtigen Abschnitt ihres Lebens teilhaben lassen. Mit heftigem Applaus und einem kleinen Erinnerungsgeschenk an den Niederrhein wurde die Referentin verabschiedet.

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