Sonntag-Morgen-Gespräch in Kleve


27 Juni, 2018

China war erneut Thema

Kleve, 24. Juni 2018. War die Schul- und Hochschulausbildung noch Thema der letzten Vortragsveranstaltung, sollten Wirtschafts-, Innen- und Außenpolitik den Vortrag beim traditionellen Sonntag-Morgen-Gespräch auf der Wasserburg Rindern bestimmen. Dr. Kurt Kreiten, Vorsitzender der Gesellschaft für internationale Begegnung und Michael Urban, Regionalleiter der DAG RK Niederrhein freuten sich, ein weiteres Kooperationsmitglied aufnehmen zu können. Frau Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, Vorsitzende der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Krefeld-Niederrhein e.V., kurz GDCF, hatte als „Mitgift“ Herrn Jörg Kühnel eingebracht.

Jörg Kühnel (2.v.re.) berichtete von seinen Erfahrungen mit der chinesischen Wirtschaft. Dr. Kurt Kreiten, GIB (re.) und Mike Urban, DAG (li.) konnten Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, GDCF (2.v.li.) als weiteren Kooperationspartner gewinnen.

Kühnel verfügt über ca. 20 Jahre Berufserfahrung in China, Hongkong und weiteren asiatischen Staaten. So war sein Vortrag über die Arbeitsbedingungen in Hongkong natürlich gespickt mit persönlichen Erfahrungen. Nachdem er den zahlreich erschienenen Gästen einen Überblick über Land und Leute gegeben hatte, führte er zu den, für den Europäer, fremden und unbekannten Arbeitsbedingungen aus. Bestimmende Faktoren sind neben dem Mangel an Raum, die unvorstellbare Geschwindigkeit der Stadt und die enormen Preise. Auf der Bonus-Seite dem gegenüber stehen aber auch positive Standortfaktoren wie technische Innovation und Kreativität der Menschen. Als Beispiel führte er an, dass langwierige bürokratische Prozesse, wie ein jeder von uns sie kennt, in Hongkong durch effizienten Einsatz der Digitalisierung nur Minuten in Anspruch nehmen. Jeder Behördengang lässt sich vom Wohnzimmer aus erledigen. Eine Armbanduhr, mit elektronischem Geld aufgeladen, macht das Einkaufen zum Kinderspiel. Entwicklung von neuen Produkten in der Textilindustrie ist hier eher eine Frage von Stunden als von Tagen und Wochen. Die Produzenten legen Wert auf europäische Maschinen mit der neuesten Technik. Viele Fragen schlossen sich dem lebendigen Vortrag an und auch die besorgte Frage eines Hochschülers aus Bangladesch blieb nicht unbeantwortet.

Zurück..