14. Clausewitz-Strategiegespräche: Wie stabil ist die transatlantische Brücke? Sicherheitspolitische und militärstrategische Herausforderungen im Verhältnis USA – Europa


18 April, 2019

Berlin am 15.05.2019, 18.30 Uhr

EINLADUNG | Vortrag und Diskussion

In Gedenken an den in Burg bei Magdeburg geborenen preußischen General Carl von Clausewitz führen die Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V., die Clausewitz-Gesellschaft e.V. und die Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund seit 2010 in Berlin die Clausewitz-Strategiegespräche durch.
Die Herausforderungen an die Sicherheit und Verteidigung Europas im Allgemeinen und der EU im Besonderen scheinen derzeit größer als jemals seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, die brisante Situation im Nahen/Mittleren Osten, in Afghanistan sowie etlichen Staaten Afrikas und die omnipräsente Hydra der Terrorismus sind nur einige Beispiele einer instabilen, konfliktträchtigen internationalen Lage. Überlagert werden die vielfältigen Risiken und Bedrohungen durch Auswirkungen von Technologien, die alle Lebensbereiche durchdringen und jeden von uns ohne Vorwarnung und unmittelbar treffen können. Gerade in dieser Situation, die eigentlich ein Zusammenrücken und gemeinsames Auftreten des Westens erforderte, zeigen sich kontraproduktive Entwicklungen. Europa scheint in eine vorher für nahezu unmöglich gehaltene Zwangssituation zu geraten. Im Inneren ist eine beunruhigende Zunahme der Zentrifugalkräfte zu beobachten. Gleichzeitig mehren sich kritische Indikationen einer wachsenden Belastung des transatlantischen Verhältnisses. Dieser für Europa über sieben Jahrzehnte vitale Pfeiler der Sicherheit scheint massiv an Stabilität zu verlieren. Die US-Administration unter Präsident Trump stellt nach Auffassung von Experten Multilateralismus und internationale Strukturen, wie VN, NATO und EU, zunehmend in Frage, versucht nationale Ziele ohne erkennbare Rücksicht auf Verbündete durchzusetzen, verknüpft wirtschaftspolitische mit sicherheitspolitischen Interessen und schenkt dem bisher vertrauten westlichen Wertesystem deutlich weniger Beachtung. Auch nach vielfach bekundeter Absicht, mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit zu übernehmen, mangelt es der EU immer noch an außen- und sicherheitspolitischer Effizienz sowie an notwendigen kritischen oder hinreichenden militärischen Fähigkeiten. Neben den anderen globalen Mächten, USA, China und Russland, findet die EU bisher kaum Beachtung als strategischer Akteur. Die NATO wird auch weiterhin das Rückgrat europäischer Sicherheit und Verteidigung bilden. Auf die strategischen Fähigkeiten der USA kann auf absehbare Zeit nicht verzichtet werden. Nicht zuletzt angesichts der aktuellen Lage und zunehmend nachdrücklich erhobener Forderungen seitens der USA erscheint die konkrete Realisierung gegebener Zusagen zur Stärkung der militärischen Fähigkeiten etlicher europäischer NATO-Staaten, auch Deutschlands, dringend erforderlich.
Mit den sicherheits- und verteidigungspolitischen sowie militärstrategischen Aspekten des transatlantischen Verhältnisses wollen wir uns im 14. Clausewitz-Strategiegespräch befassen. Zu diesem Gespräch mit anschließendem Empfang sind Sie herzlich eingeladen.

Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht

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