Laufende Initiativen in NATO und EU – Anspruch und Sachstand


9 Februar, 2018

Bonn am 21.03.2018, 19.00 Uhr

EINLADUNG | Vortrag

Die militärischen Defizite der Europäischen Union haben sich insbesondere in den Jugoslawienkriegen in den neunziger Jahren erwiesen. Nur im Verbund mit der NATO mit dem starken Partner USA ist die EU militärisch handlungsfähig. Das brachte ihr den Ruf ein, ein wirtschaftlicher Riese, aber ein militärischer Zwerg zu sein. Dies dürfte auch wesentlich der Tatsache geschuldet sein, dass die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten auf sicherheitspolitischen und militärischen Gebieten häufig Opfer eigener nationaler Interessen ist.

Mit dem Vertrag von Lissabon, der 2009 in Kraft trat, wurde die militärische Zusammenarbeit der EU als GSVP (Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik) unter dem Dach der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) formuliert. Dabei wurden auch die verschiedenen Ansätze der Verteidigungspolitik der einzelnen Mitgliedstaaten berücksichtigt, seien sie der Neutralität verpflichtet, oder Mitglied des Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses. Seit Herbst letzten Jahres wollen etliche europäische Staaten unter dem Dach der „Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit“ (PSC) die Verteidigungsfähigkeit durch gemeinsames Handeln verbessern.

Große Anstrengungen werden in Brüssel unternommen, die Zusammenarbeit, nicht nur innerhalb der EU sondern auch zwischen EU und NATO voranzutreiben, um zum einen die Abschreckung vor allem mit Blick auf die baltischen Staaten, zum anderen auch die Fähigkeit für „Out of Area“-Einsätze zu verbessern.

Welche Initiativen es in der NATO und der EU gibt, wird uns Generalleutnant Hans-Werner Wiermann vorstellen. Als deutscher Militärischer Vertreter im Militärausschuss sowohl der NATO als auch der EU ist er – wie kein zweiter – geeignet, uns Anspruch und Entwicklungen in NATO und Europäischer Union zu erläutern.

Bis er im August 2015 seine jetzige Position einnahm, war Generalleutnant Wiermann Kommandeur, Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin. Von 2012 bis 2013 diente er als Unterabteilungsleiter für Sicherheitspolitische Angelegenheiten der Bundeswehr im BMVg in Berlin. Neben zahlreichen Verwendungen im BMVg war er unter anderem auch Kommandeur des Instandsetzungsbataillons 410 in Beelitz und von 2002 bis 2004 Adjutant des Generalinspekteurs der Bundeswehr. Er ist Lehrgangsteilnehmer am British Army Staff College in Camberley, GB.

Ich würde mich sehr freuen, Sie zu dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

ANMELDEFORMULAR

Veranstaltung am 21. März 2018 in Bonn

 

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