Strategische Kultur in Deutschland


20 Dezember, 2018

Berlin am 16.01.2019, 18.00 – 20.00 Uhr

EINLADUNG | Podium

Die Anforderungen an deutsche Außen- und Sicherheitspolitik haben sich in den zurückliegenden Jahren stark verändert. Krisen und Konflikte – auch in der unmittelbaren europäischen Nachbarschaft – fordern ein entschiedenes Handeln der Bundesregierung. Dabei wandelt sich das internationale Umfeld rapide, neue komplexe Herausforderungen entstehen und die Grenzen von Innen und Außen verschwimmen zunehmend. Gleichzeitig wird Deutschland und seinen europäischen Verbündeten – insbesondere durch das veränderte Auftreten der USA unter der Trump-Administration – klar, dass sie für ihre Sicherheit zukünftig stärker selber sorgen müssen.

Spätestens seit 2014 diskutiert Deutschland über ein „entschiedenes, früheres und substantielleres“ außenpolitisches Engagement in der Welt. Eng damit verbunden ist auch die Debatte über mehr Verantwortung in der Sicherheitspolitik und den Einsatz militärischer Mittel. Dabei steht aber die Mehrheit der deutschen Bevölkerung einer aktiveren sicherheitspolitischen Rolle Deutschlands und insbesondere Bundeswehreinsätzen im Ausland skeptisch gegenüber. Auch deutsche Entscheidungsträger tendieren fast schon zu einem reflexhaften „nein“ wenn es um den Einsatz militärischer Mittel geht. Warum ist die strategische Kultur in Deutschland so deutlich anders ausgeprägt als zum Beispiel bei den europäischen Verbündeten Frankreich und Großbritannien? Welche Folgen ergeben sich daraus für die Strategiefähigkeit der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik? Wie können vermehrt öffentliche Debatten über sicherheitspolitische Themen angestoßen werden? Und bedarf die strategische Kultur in Deutschland einer grundlegenden Veränderung?

Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen am 16. Januar 2019 in der Konrad-Adenauer-Stiftung ins Gespräch kommen. Anlässlich des Erscheinens des Sachbuches „Sicherheitspolitik verstehen. Handlungsfelder, Kontroversen und Lösungsansätze“ werden wir mit den Autoren Prof. Johannes Varwick und Kersten Lahl, sowie mit dem Wehrbeauftragten des Bundestages, Dr. Hans-Peter Bartels, und dem Obmann im Auswärtigen Ausschuss der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Roderich Kiesewetter, zum Thema „Strategische Kultur in Deutschland“ diskutieren.

Die Veranstaltung wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kooperation mit der Gesellschaft für
Sicherheitspolitik e.V. und der Deutschen Atlantischen Gesellschaft durchgeführt.

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