USA und der Iran-Deal


6 November, 2018

Heidelberg am 21.11.2018, 18.00 Uhr

EINLADUNG | Vortrag

Der Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Iran-Nuklearabkommen ist eine von mehreren Entscheidungen der Trump-Administration, der bisherigen regelbasierten internationalen Ordnung den Rücken zuzukehren. Im Fall des Irans verhängten die USA immer eine wachsende Anzahl von schwerwiegenderen Handelssanktionen, zuletzt Anfang November die Einschränkung des Ölaußenhandels der Islamischen Republik Iran. Die Podiumsdiskussion mit der Iran-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Frau Azadeh Zamirirad, sowie Professor Dr. Sebastian Harnisch vom Institut für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg geht auf die innen- und außenpolitischen Implikationen des US-Rückzugs im Iran als auch in Deutschland und Europa ein. In Frage steht, ob die Europäische Union in Verbund mit anderen beteiligten Mächten (Volksrepublik China, Russische Föderation) vermag, die Umsetzung des Abkommens gegen den amerikanischen Widerstand aufrechtzuerhalten und damit die regionale Sicherheitsordnung und die internationale Nuklearordnung zu stabilisieren.

Azadeh Zamirirad ist stellvertretende Leiterin der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Außen- und Sicherheitspolitik der Islamischen Republik Iran, insbesondere auf dem iranischen Atomprogramm. Als Wissenschaftlerin der SWP berät sie die Bundesregierung, den Bundestag sowie weitere politische Entscheidungsträger in Berlin und Brüssel. Zuvor war sie als Redakteurin der politikwissenschaftlichen Zeitschrift WeltTrends tätig und langjährige Mitarbeiterin der Professur für Internationale und Vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Potsdam. Ihre Dissertationsschrift behandelt den iranischen Atomdiskurs und außenpolitische Präferenzen in der iranischen Nukleardiplomatie.

Sebastian Harnisch ist Professor für Internationale Beziehungen und Außenpolitik an der Universität Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der deutschen und amerikanischen Außenpolitik, der vergleichenden Außen- und Sicherheitspolitik, der Theorien der Internationalen Beziehungen, der Außenpolitik der Volksrepublik China und anderer asiatischer Staaten, der koreanischen Halbinsel und der Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen und der Netzpolitik. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen „Chinesische Seidenstraßeninitiative und amerikanische Gewichtsverlagerung”, Baden-Baden 2018; „Role Theory in International Relations“ in Oxford Bibliographies, 2018, „Conceptualising Conflicts in Cyberspace“ in Journal of Cyber Policy, 2018; „Special Relationships in Foreign Policy“ in The Oxford Encyclopedia of Foreign Policy Analysis, 2017; „China’s International Roles“, New York & London 2016; „Sonderbeziehungen als Nexus zwischen Außenpolitik und internationalen Beziehungen”, Baden-Baden 2015.

Die Deutsche Atlantische Gesellschaft und das Forum für Internationale Sicherheit freuen sich, Sie zu diesem Vortrag einladen zu dürfen.

ANMELDEFORMULAR

Veranstaltung am 21. November 2018 in Heidelberg

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