Der große Philosoph von Königsberg attestierte uns Menschen eine Natur der „geselligen Ungeselligkeit“. Wir können einander nicht ausstehen und zugleich doch nicht voneinander lassen. Rechnen wir in der sozialen Welt also jederzeit sowohl mit dem Besten wie auch mit dem Schlimmsten.
Fragt nun eine aufgeklärte Philosophie: »Was sollen wir tun?«, dann sollte sie ihren jeweiligen zeitgeschichtlichen Ort aufsuchen zwischen einem radikal idealistischen und einem radikal realistischen Pol. Im Blick auf das kühne Projekt eines »Ewigen Friedens« schlägt Kant vor, drei Stufen des Völkerrechtsniveaus anzunehmen: den »Völkernaturzustand« (jeder gegen den Rest der Welt), ein »Übergangsvölkerrecht« (wir gemeinsam gegen die anderen) und ein »Friedensvölkerrecht« (alle für einen, einer für alle).
Mit unserem Referenten, Dr. Hartwig von Schubert, werden wir diskutieren, wo wir heute in Europa stehen. Dr. von Schubert ist ein deutscher evangelischer Theologe. Von 2005 bis zu seinem Ruhestand 2019 war er Militärdekan an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Er war Senior Research Fellow am German Institute for Defence and Strategic Studies und ist seit 2021 Privatdozent für das Fach Systematische Theologie an der Universität Hamburg.
Das Forum Hamburg der Deutschen Atlantischen Gesellschaft lädt Sie herzlich zu dieser Veranstaltung an Bord des Museumsschiffs Rickmer Rickmers ein.
Um verbindliche Zusage bis 26. November 2026 wird gebeten.
Programm:
Begrüßung und Einführung
Roger Zörb, Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.
Vortrag und Diskussion
PD Dr. Hartwig von Schubert, Militärdekan an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg (bis 2019)
Ausklang am Captains Table
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