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Resilientes Deutschland und Gesamtverteidigung gegen hybride Angriffe und Desinformation

Erfahrungen der Balten, Schweden, Finnen und Polen

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zeigt, dass Sicherheit heute weit über klassische militärische Bedrohungen hinausgeht. Cyberangriffe, Sabotage gegen kritische Infrastruktur, Desinformation und gezielte Einflussnahme gehören längst zum Instrumentarium hybrider Konfliktführung. Auch Deutschland ist zunehmend mit solchen Bedrohungen konfrontiert. Besonders die Staaten an der Nordostflanke der NATO verfügen über langjährige Erfahrungen im Umgang mit hybriden Angriffen. Estland, Lettland und Litauen, aber auch Finnland, Schweden und Polen haben ihre staatlichen Strukturen, ihre kritische Infrastruktur und ihre Gesellschaft gezielt auf Krisen und Bedrohungslagen vorbereitet. Resilienz und Gesamtverteidigung werden dort als gemeinsame Aufgabe von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft verstanden.

Welche Erfahrungen lassen sich auf Deutschland übertragen. Wie können Staat und Gesellschaft widerstandsfähiger gegen Cyberangriffe, Sabotage und Desinformation werden. Welche Rolle spielt die Bevölkerung bei der Gesamtverteidigung. Und was können wir von unseren europäischen Partnern lernen.

Darüber diskutieren wir mit Botschafter a. D. Christoph Eichhorn. Als deutscher Botschafter in Estland und Bulgarien sowie in weiteren diplomatischen Funktionen in Washington, Moskau, Bonn und Berlin verfügt er über vier Jahrzehnte Erfahrung in der Außen- und Sicherheitspolitik. Unter anderem war er neun Jahre in Washington tätig, arbeitete im US State Department zu Fragen der Ukraine und war drei Jahre in Moskau eingesetzt. In Bonn und Berlin gehörte er dem Leitungsstab des Außenministers an und war unter anderem stellvertretender Abrüstungsbeauftragter sowie Direktor für die Beziehungen zu den USA und Kanada.

Heute berät Christoph Eichhorn Unternehmen, Institutionen und Universitäten zu Digitalisierung, Cybersicherheit, Außen- und Sicherheitspolitik sowie Desinformation. Seine Erfahrungen aus Estland und weiteren diplomatischen Stationen machen ihn zu einem ausgewiesenen Gesprächspartner für Fragen gesellschaftlicher und staatlicher Resilienz.

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Veranstaltungsdetails

Datum:
1. Oktober 2026
Zeit:
18:30 – 20:00

Veranstalter

Veranstaltungsort

Haus an der Kreuzkirche, Mauersberger Saal
An d. Kreuzkirche 6
01067 Dresden
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Zu Gast:

Botschafter a.D. Christoph Eichhorn

Ehemaliger Deutscher Botschafter in Estland, Bulgarien und Gesandter in Washington

Christoph Eichhorn war deutscher Botschafter in Estland und Bulgarien und Gesandter in Washington. Seine vier Jahrzehnte Erfahrungen als Diplomat umfassen u.a. neun Jahre in den USA als Gesandter an der deutschen Botschaft und als Austauschdiplomat für Ukraine-Politik im US-Außenministerium. Er erlebte dort die Anschläge des 11. September 2001 und den Irakkrieg. Während der historischen Wende 1989-1992 arbeitete er an der Botschaft Moskau. In Bonn und Berlin war er Redenschreiber u. Parlamentsreferent im Leitungsstab des Bundesaußenministers, leitete das USA / Kanada-Referat und arbeitete als stv. Beauftragter der Bundesregierung für Abrüstung und Rüstungskontrolle während des ersten Überfalls Russlands auf die Ukraine 2014.

Als Key-Note-Speaker berät er heute Unternehmen, Institutionen und Universitäten zu Digitalisierung/Cybersicherheit, Außen- u. Sicherheitspolitik, Geopolitische Faktoren in Business Strategien, Fake News und Desinformation und Intercultural Skills für Unternehmen.

Seine Karriere begann er als Journalist und Moderator für ARD-Hörfunk-Anstalten und Consultant für EU-Projekte. Er studierte Geschichte, Politik, Staats-, Europa- und Völkerrecht in Bonn, Berlin, Brüssel und an der London School of Economics.

Moderation:

Alex Huth

Fernsehmoderator, Autor und Sprecher

Alex Huth ist Fernsehmoderator, Autor und Sprecher. Nach dem Abitur studiert Huth Journalistik und Amerikanistik an der Universität Leipzig. Er hat eine Gesangsausbildung absolviert.