Beim NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli 2026 in Ankara stand der Übergang vom klassischen Burden-Sharing zum Burden-Shifting im Mittelpunkt. Da die USA ihre sicherheitspolitischen Prioritäten verschieben und ihre Kräfte zunehmend in anderen Weltregionen binden, sind die europäischen Verbündeten gefordert, mehr Verantwortung für Abschreckung und Verteidigung zu übernehmen: durch höhere Verteidigungsausgaben, den Aufwuchs eigener Fähigkeiten und eine stärkere europäische Rolle im Bündnis. Deutschland kommt dabei eine herausgehobene Rolle zu.
Brigadegeneral a.D. Rainer Meyer zum Felde ordnet die Ergebnisse von Ankara ein und fragt, wie eine europäischere, transatlantisch bleibende NATO konkret aussehen kann: Welche Strukturen, Fähigkeiten und politischen Weichenstellungen sind nötig, und welche Verantwortung und Konsequenzen ergeben sich daraus für Deutschland? Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion mit dem Referenten.




