Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.

25 Jahre 9/11

Erinnerung und transatlantische Verantwortung

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Bei dem Angriff vom 11. September 2001 auf die freie Welt hat sich die Welt verändert. 2.977 Menschen aus mehr als 90 Ländern fielen den Terroranschlägen in New York City, Arlington und Shanksville zum Opfer.

Diese Anschläge waren auch eine Zäsur für die transatlantischen Beziehungen. Zum ersten und bis heute zum einzigen Mal in ihrer Geschichte rief die NATO den Bündnisfall aus. Die Verbündeten machten damit deutlich, dass die Sicherheit Nordamerikas und Europas untrennbar miteinander verbunden ist und einer für den anderen steht.

Auch für Deutschland hatte der 11. September weitreichende Folgen. Deutschland stand gemeinsam und solidarisch an der Seite der Vereinigten Staaten; wenig später beteiligte sich Deutschland an den internationalen Einsätzen in Afghanistan. Von 2002 bis 2021 dienten dort rund 93.000 Bundeswehrangehörige, 59 von ihnen verloren während des Einsatzes ihr Leben. Somit prägte der Afghanistan-Einsatz die Bundeswehr sowie die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik über nahezu zwei Jahrzehnte.

25 Jahre später bleibt die Erinnerung an die Opfer und die Verantwortung, die aus diesem Tag erwuchs. Die transatlantische Geschlossenheit ist heute weniger selbstverständlich als damals. Umso wichtiger ist es, sie zu stärken, die europäische und gemeinsame Verteidigungsfähigkeit auszubauen und Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit entschlossen zu verteidigen. Unsere gemeinsamen Werte bleiben nur dann glaubwürdig, wenn wir bereit sind, für sie einzustehen – gemeinsam und verlässlich. Erinnerung allein genügt nicht: Aus ihr erwächst der Auftrag, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam zu handeln.

Bundesminister a. D. Christian Schmidt

Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e. V.

Ein Beitrag von:

Bundesminister a.D. und Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina a.D. Christian Schmidt

Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e. V.

Bundesminister a. D. Christian Schmidt ist seit 2006 Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft. Dem Deutschen Bundestag gehörte er von 1990 bis 2021 an. Von 2014 bis 2018 war er Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft. Von 2021 bis 2026 war er Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina. Zudem ist er stellvertretender Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung.

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