Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.

„Generation Fragebogen“ – Pflicht, Perspektive, Polarisierung

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Großes Interesse, gut gefĂŒllte Reihen und intensive Debatte: Die vierte Panelveranstaltung der DAG in Kassel brachte Stimmen aus Bundeswehr, Politik, Gesellschaft und der betroffenen Generation zusammen.

FĂŒr die Diskussion im Kasseler StĂ€ndesaal hatte sich ein bemerkenswertes Panel zusammengefunden: Generalleutnant Robert Sieger, verantwortlich fĂŒr das Personalmanagement der Bundeswehr, brachte Klarheit in Verfahren und HintergrĂŒnde. Journalist und Autor Arthur Weigandt steuerte gesellschaftspolitische Perspektiven bei – aus persönlicher Erfahrung und professioneller Analyse. Bennett Weber, SchĂŒler eines Kasseler Gymnasiums, reprĂ€sentierte die Stimme der betroffenen, jungen Generation. Moderiert wurde der Abend von JĂŒrgen Fischer, Regionalleiter der Deutschen Atlantischen Gesellschaft Nordhessen.

Trotz Schnee: viel Publikum im Kasseler StÀndesaal

Gut gefĂŒllte Reihen im Kasseler StĂ€ndesaal: Das Publikum war vielfĂ€ltig – von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern ĂŒber Reservisten bis zu Veteranen und LehrkrĂ€ften – und brachte großes Interesse an der Diskussion mit. (Foto: Kyra Lutz)
Vor Beginn der Veranstaltung: Vertreter der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) verteilten vor dem StĂ€ndesaal FlugblĂ€tter zur Kriegsdienstverweigerung. Die Aktion verlief ruhig und ohne Störung. (Foto: Kyra Lutz)

Trotz winterlicher StraßenverhĂ€ltnisse fanden viele Interessierte ihren Weg in den Kasseler StĂ€ndesaal. Die Stuhlreihen waren gut gefĂŒllt, die Stimmung von Beginn an gespannt und erwartungsvoll. Schon beim Einlass war zu spĂŒren, dass viele GĂ€ste mit konkreten Fragen und ehrlichem Interesse gekommen waren.

Bereits vor Beginn der Veranstaltung war das Thema spĂŒrbar prĂ€sent: Vor dem Eingang wurden FlugblĂ€tter verteilt, offenbar von Gegnern eines Pflichtdienstes. Die Aktion verlief ruhig, es gab keine laute Demonstration oder Störungen. Im Saal selbst war von Anfang an eine offene, aber konzentrierte AtmosphĂ€re zu spĂŒren.

Das Publikum war vielfĂ€ltig: SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, junge Erwachsene, Eltern, Reservisten, Veteranen, LehrkrĂ€fte sowie Mitarbeitende aus Verwaltung und Behörden waren vertreten. Besonders die jungen GĂ€ste machten deutlich, dass sie das Thema bewegt. Viele meldeten sich spĂ€ter in der Diskussion zu Wort, stellten kluge Fragen und ließen erkennen, dass sie sich ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzen. Es war erlebbar, dass sie nicht nur betroffen sind, sondern auch den Wunsch haben, sich eine eigene, fundierte Meinung zu bilden.

RegierungsprÀsident mahnt realistische Erwartungen an

Mark Weinmeister, RegierungsprĂ€sident fĂŒr Nord- und Osthessen und einer der beiden Schirmherren des Abends, erinnerte in seinem Grußwort an die Bedeutung offener Debatten – gerade mit der jungen Generation: „Wir sind als Gesellschaft gefordert, die richtigen Fragen zu stellen – und den jungen Menschen zuzuhören, wenn sie ihre Sichtweise auf Wehrpflicht, Pflichtdienst oder Zivildienst formulieren.“ Zuhören, so sein Tenor, sei kein Zeichen von SchwĂ€che, sondern von Respekt.

Mit persönlichen Erinnerungen an seine eigene Musterung und der Frage nach LegitimitĂ€t und Vorbildfunktion als Vater zeigte er sich spĂŒrbar bewegt von der aktuellen Entwicklung – und machte deutlich, dass die neue sicherheitspolitische Lage auch fĂŒr ihn kein abstraktes Thema ist.

Persönlich, offen, bewegend: Der OberbĂŒrgermeister spricht Klartext

Kassels OberbĂŒrgermeister Dr. Sven Schoeller fand in seinem Grußwort bewegende, persönliche Worte und erinnerte eindrĂŒcklich daran, wie prĂ€gend der Moment des Einzugsbescheids fĂŒr junge Menschen sein kann. (Foto: Kyra Lutz)

OberbĂŒrgermeister Dr. Sven Schoeller fand in seinem Grußwort eindrucksvolle, sehr persönliche Worte. Offen sprach er ĂŒber seine eigenen Erfahrungen mit dem Wehrdienstverfahren und ĂŒber das GefĂŒhl von Ohnmacht und Unsicherheit, das ihn damals begleitete. „Ich erinnere mich genau an diesen Moment, als der Brief kam und plötzlich klar war: Jetzt entscheidet jemand anderes, was mit mir passiert. Das war ein sehr beklemmendes GefĂŒhl.“

Seine Offenheit beeindruckte spĂŒrbar viele GĂ€ste im Raum. Sie sorgte fĂŒr Aufmerksamkeit und Anteilnahme und setzen den Ton fĂŒr den Abend. Dr. Schoeller machte deutlich, wie sehr ihm der respektvolle Umgang mit der jungen Generation am Herzen liegt. „Wir brauchen Orientierung und Klarheit, aber wir dĂŒrfen junge Menschen nicht ĂŒberfordern und vor allem nicht mit Angstbotschaften in die Entscheidung drĂ€ngen.“

Als einer der beiden Schirmherren des Abends dankte der OberbĂŒrgermeister der Deutschen Atlantischen Gesellschaft ausdrĂŒcklich fĂŒr die Initiative zur Veranstaltung. Gerade in dieser Zeit brauche es Foren des Dialogs, die kontroverse Themen aufgreifen und offen diskutieren – mit Betroffenen, Fachleuten und der Gesellschaft insgesamt.

Generalleutnant Sieger schafft Klarheit

Vielfalt auf dem Podium: Generalleutnant Robert Sieger, OberstufenschĂŒler Bennett Weber, Journalist Artur Weigandt und Moderator JĂŒrgen Fischer (v.l.) diskutierten offen ĂŒber Wehrdienst, Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. (Foto: Arndt Kleesiek)

Robert Sieger, PrĂ€sident des Bundesamtes fĂŒr das Personalmanagement der Bundeswehr, war an diesem Abend der zentrale Akteur. Mit großer Offenheit und Sachlichkeit brachte er Licht in ein Thema, das öffentlich bislang oft nur vage oder verzerrt diskutiert wird. In ruhigem Ton, aber mit klaren Aussagen erklĂ€rte er, was es mit dem neuen freiwilligen Wehrdienst auf sich hat, wie das Auswahlverfahren konkret ablĂ€uft, was die Schreiben des Bundesamts bedeuten und welche Rechte und Pflichten sich fĂŒr junge Menschen daraus ergeben. Wer befĂŒrchtet hatte, auf ausweichende Antworten zu stoßen, sah sich getĂ€uscht. Robert Sieger sprach Klartext.

Besonders stark war sein Auftritt in den Momenten, in denen er die eigene Truppe in Schutz nahm. An die anwesenden Soldatinnen und Soldaten gewandt sagte er: „Wir sind gut – und das dĂŒrfen wir auch sagen.“ Er sprach ĂŒber LeistungsfĂ€higkeit, Ethos und Motivation der Bundeswehr und machte deutlich, wie wichtig Selbstbewusstsein und Aufrichtigkeit auch im öffentlichen Diskurs ĂŒber den Wehrdienst sind. Seine Worte wirkten wie eine Ermutigung nach innen – und ein Appell nach außen, den Dienst der StreitkrĂ€fte differenzierter wahrzunehmen.

Dabei ließ Sieger keinen Zweifel an seiner Rolle: „Mein Auftrag ist es, Menschen zu gewinnen, auszubilden und zu fĂŒhren.“ Diese klar formulierte Verantwortlichkeit war in jedem seiner SĂ€tze spĂŒrbar und wurde im Laufe des Abends zu einem stabilen Anker der Diskussion. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen seinen Auftritt als wohltuenden Kontrapunkt zu den oft hitzig gefĂŒhrten Debatten ĂŒber den Wehrdienst wahr. Mit seiner ruhigen, aber bestimmten Art verschaffte er dem Thema eine neue Ernsthaftigkeit und der Veranstaltung ihren inhaltlichen Kern.

Bennett Weber gibt der jungen Generation eine Stimme

Bennett Weber, SchĂŒler des Friedrichsgymnasiums Kassel, erhĂ€lt als Zeichen der Anerkennung das Gastgeschenk und den Coin der Deutschen Atlantischen Gesellschaft fĂŒr seinen mutigen, klugen Beitrag auf dem Podium. (Foto: Kyra Lutz)

Bennett Weber, SchĂŒler des Kasseler Friedrichsgymnasiums, hatte den Mut, sich als Vertreter seiner Generation auf das Podium zu setzen. Als einer derjenigen, die aufgefordert werden, den Online-Fragebogen auszufĂŒllen, ist er unmittelbar betroffen vom Thema des Abends. Seine Teilnahme war alles andere als selbstverstĂ€ndlich und wurde vom Publikum mit spĂŒrbarem Respekt aufgenommen. Besonders unter seinen MitschĂŒlerinnen und MitschĂŒlern, die zahlreich im Saal vertreten waren, war ein unterstĂŒtzendes und aufmerksames Zuhören zu spĂŒren.

Weber sprach ruhig und ĂŒberlegt, aber mit einer Ernsthaftigkeit, die viele im Publikum beeindruckte. Er berichtete, wie ihn das Thema beschĂ€ftigt, wie er mit seiner Familie und im Freundeskreis darĂŒber spricht, und wie groß die Unsicherheit sei, wenn man plötzlich mit der Frage konfrontiert werde, ob man bereit ist, zu dienen. Seine Überlegungen machten deutlich, dass junge Menschen sehr wohl bereit sind, sich mit Verantwortung auseinanderzusetzen. Er stellte keine Forderungen, sondern formulierte Fragen, suchte Orientierung und brachte ein ehrliches Nachdenken in die Runde ein.

Sein Beitrag war mehr als ein symbolischer Akt. Er zeigte, dass die Diskussion um Wehrdienst und gesellschaftliches Engagement nicht ĂŒber junge Menschen hinweg gefĂŒhrt werden darf, sondern nur mit ihnen gemeinsam. Bennett Weber gab dieser Generation ein Gesicht und eine Stimme und wurde am Ende des Abends dafĂŒr nicht nur mit Applaus, sondern mit echtem Respekt bedacht.

Zwischen Zweifel und Verantwortung: Artur Weigandt

Artur Weigandt, Jahrgang 1994, wuchs in Kasachstan in einem Umfeld auf, das stark von russischen Medien geprĂ€gt war. Erst mit zeitlichem Abstand erkannte er, wie sehr die Propaganda dort den Blick auf die Welt verzerren konnte. In Frankfurt prĂ€gten ihn zunĂ€chst pazifistische Kreise, in denen Dienst an der Waffe grundsĂ€tzlich infrage gestellt wurde. Doch mit dem Krieg in der Ukraine und intensiven persönlichen Begegnungen dort setzte bei ihm ein Umdenken ein. Heute ist er ĂŒberzeugt: „Ich habe gelernt, dass Demokratie kein Zustand ist, sondern ein Anspruch, den man aktiv verteidigen muss.“ Diese Haltung bestimmt seither seinen Blick auf Fragen von Wehrdienst, Verantwortung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Weigandt schilderte auf dem Podium eindrĂŒcklich, wie ihn Erfahrungen im Ukrainekrieg und der Austausch mit Menschen vor Ort dazu gebracht haben, seine frĂŒhere pazifistische Haltung kritisch zu hinterfragen und die RealitĂ€t von Gewalt und Bedrohung bewusster wahrzunehmen. In seinem Buch „FĂŒr euch wĂŒrde ich kĂ€mpfen“ reflektiert er diesen inneren Wandel. Im Saal sagte er: „Freiheit und Sicherheit sind kein Zustand, sondern ein Anspruch, den man aktiv verteidigen muss“, und machte damit klar, dass auch Zweifel und persönliche Erfahrungen Bestandteil einer verantworteten Position sind.

Respektvoller Dialog, lebendige Debatte

Abschlussfoto des Panels: Generalleutnant Robert Sieger, SchĂŒler Bennett Weber, Autor Artur Weigandt und Moderator JĂŒrgen Fischer im StĂ€ndesaal der Stadt Kassel. Ein Abend des offenen Dialogs mit starken Stimmen und klaren Botschaften.

Die anschließende Diskussion war offen, pointiert und von gegenseitigem Respekt getragen. Besonders bemerkenswert: Die Mehrheit der Fragen kam aus dem jĂŒngeren Publikum. Viele SchĂŒlerinnen und SchĂŒler wollten genau wissen, was passiert, wenn man den Bogen nicht zurĂŒckschickt, ob ein Pflichtdienst doch noch kommen kann, wie gerecht das Verfahren ist und welche Alternativen es gibt. Die Panelisten antworteten direkt, zugewandt und ohne Besserwisserei. Es wurde deutlich: Viele Fragen sind berechtigt – und viele Antworten mĂŒssen noch gefunden werden.

Eine der letzten Wortmeldungen kam von einer SchĂŒlerin. Ihre Frage: „Warum ist die Bundeswehr eigentlich nicht bei uns an der Schule? Warum wird da nichts erklĂ€rt?“ Robert Sieger reagierte ohne Umschweife: „Das ist eine sehr gute Frage. Wir kommen, aber nur, wenn wir eingeladen werden. Wenn wir keine Einladung bekommen, kommen wir nicht.“ Er machte deutlich, dass die Bundeswehr keineswegs Schulen meide, sondern auf Kooperation angewiesen sei. Sein Appell richtete sich deshalb auch an LehrkrĂ€fte, Eltern und Bildungseinrichtungen: „Wenn wir ĂŒber Wehrdienst sprechen wollen, brauchen wir Orte fĂŒr den Dialog und da sind die Schulen ein zentraler Ort.“

Ausklang bei Wein und Brezeln

Nach der Diskussion blieb der Saal noch lange gefĂŒllt. Bei Brezeln, Wein und Wasser standen die GĂ€ste in kleinen Gruppen beisammen, diskutierten weiter, schrieben sich Notizen, tauschten Kontakte aus.

Robert Sieger beantwortete Fragen bis zum Schluss, Arthur Weigand war umringt von jungen Zuhörern, und Bennett Weber wurde mehrfach fĂŒr seinen Mut und seine reflektierten Worte angesprochen. Der Abend zeigte: Dialog ist möglich. Wenn er respektvoll, ehrlich und offen gefĂŒhrt wird.

Ein rundum gelungener Abend, der deutlich machte: Die Fragen rund um Wehrdienst, Pflicht und Verantwortung lassen niemanden kalt und ein sachlicher, respektvoller Austausch kann helfen, Klarheit zu schaffen.

Ein Beitrag von:

JĂŒrgen Fischer

Chefredakteur, EuropÀische Sicherheit & Technik

JĂŒrgen Fischer ist ein erfahrener Kommunikationsprofi mit umfassender Expertise in der Medienbranche und im politisch-parlamentarischen Umfeld. Zuvor war er als Leiter des Fachbereichs Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung tĂ€tig und beriet den Regierungssprecher in sicherheitspolitischen Fragen.
Seit November 2024 leitet er die Regionalvertretung der Deutschen Atlantischen Gesellschaft in Nordhessen.
Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Krisenkommunikation und Medienarbeit verbindet JĂŒrgen Fischer fundiertes Wissen mit Leidenschaft fĂŒr Sicherheitspolitik und strategische Kommunikation. Seine vielseitige Karriere macht ihn zu einer zentralen Stimme im sicherheitspolitischen Diskurs.

Zu Gast:

Generalleutnant Robert Sieger

Amtschef Personalamt der Bundeswehr

Robert Sieger ist seit April 2024 PrĂ€sident des Bundesamts fĂŒr das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw), der zentralen Personalbehörde der deutschen StreitkrĂ€fte. In dieser Funktion verantwortet er die PersonalfĂŒhrung, Personalgewinnung und -entwicklung fĂŒr Soldaten und Beamte – SchlĂŒsselthemen fĂŒr Debatten ĂŒber Wehrdienst, Dienstpflicht und Reservistenwesen in Deutschland. Sieger begann seine militĂ€rische Laufbahn 1984 und durchlief vielfĂ€ltige FĂŒhrungs- und Stabsverwendungen, darunter als Leiter des Lehrgangs General und Admiralstabsdienst an der FĂŒhrungsakademie der Bundeswehr sowie als Beauftragter des Generalinspekteurs fĂŒr Erziehung und Ausbildung.
Als PrĂ€sident des BAPersBw gestaltet er aktuell zentrale Reformprozesse im Personalbereich und setzt sich fĂŒr eine moderne, an verĂ€nderte sicherheitspolitische Anforderungen angepasste Bundeswehr ein.

Artur Weigandt

Autor und Freier Journalist

Artur Weigandt wurde 1994 im kasachischen Uspenka geboren. Er ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Studierte in Frankfurt am Main Ästhetik, mit lĂ€ngeren Aufenthalten in Prag, Kyjiw und Tbilissi. Er ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule in MĂŒnchen und schreibt fĂŒr verschiedene Medien wie F.A.Z., ZEITmagazin, ZEIT und WELT. 2021 wĂ€hlte ihn das Medium Magazin zu den Top-30- Journalisten. 2023 erschien sein RomandebĂŒt Die VerrĂ€ter bei Hanser Berlin; zuletzt arbeitete er als Übersetzer bei der Leopard-1-Ausbildung ukrainischer Soldaten, woraus das autobiografisch-politische Buch „FĂŒr euch wĂŒrde ich kĂ€mpfen – Mein Bruch mit dem Pazifismus“ hervorging.

Bennet Weber

OberstufenschĂŒler des Friedrichsgymnasiums Kassel

Bennet Weber lebt in Kassel und besucht derzeit die gymnasiale Oberstufe. Er interessiert sich fĂŒr Politik und diskutiert leidenschaftlich ĂŒber gesellschaftliche Verantwortung. Als junger Mensch, der zu den ersten JahrgĂ€ngen gehört, die vom neuen Wehrdienstgesetz unmittelbar betroffen sind, steht er stellvertretend fĂŒr eine Generation, die vor neuen Fragen steht: Pflicht oder Freiwilligkeit? Haltung oder Anpassung? Distanz oder Bereitschaft? Bennet wird in der Veranstaltung nicht nur die Position eines SchĂŒlers vertreten, sondern auch ganz persönliche Gedanken und Empfindungen teilen – darĂŒber, wie es ist, wenn Politik plötzlich konkret wird und der eigene Name auf einem Fragebogen der Bundeswehr steht. Seine Perspektive ist ehrlich, reflektiert und ein wichtiger Impuls fĂŒr das GesprĂ€ch zwischen den Generationen.

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