Am 1. Juli 2020 ĂŒbernimmt Deutschland fĂŒr ein halbes Jahr die EU-RatsprĂ€sidentschaft. Die deutsche Bundeskanzlerin bezeichnet die derzeitige Lage als »existenzielle Krise« der EU. Diese PrĂ€sidentschaft wird zugleich eine »Corona-PrĂ€sidentschaft«, Deutschland hat einen EU-27-Gipfel mit China auf die Agenda gesetzt, und in den USA finden im November die PrĂ€sidentschaftswahlen statt.
Unser Gast, die Direktorin der Deutschen Gesellschaft fĂŒr AuswĂ€rtige Politik, Dr. Daniela Schwarzer, wirkt seit vielen Jahren an den wichtigsten Schaltstellen der europĂ€ischen AuĂen- und Sicherheitspolitik als Ideengeberin.
Im GesprĂ€ch mit Moderator Oliver Weilandt erlĂ€utert sie, warum sie den Vorschlag zeitlich befristeter und zweckgebundener europĂ€ischer Schulden in der Corona-Pandemie fĂŒr »absolut sinnvoll« und Finanztransfers fĂŒr nötig hĂ€lt, wie sie die Verhandlungen mit den »Sorgenkindern« Ungarn und Polen zu Fragen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einschĂ€tzt, wie wichtig die deutsch-französischen Beziehungen innerhalb Europas aber auch fĂŒr die transatlantischen Beziehungen sind, und ob sie sich vorstellen kann, dass die Wucht der derzeitigen Krise auf die EU vielleicht sogar einigend wirken könnte.








