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Generation Fragebogen: Zwischen Pflicht, Freiwilligkeit und VerdrÀngung

Vier Jahre Krieg in Europa. Russland greift die Ukraine weiterhin brutal an – und niemand weiß, wie lange dieser Krieg noch dauert. Gleichzeitig erschĂŒttert ein erratisch agierender US-PrĂ€sident das westliche BĂŒndnis – mit RĂŒckzugsdrohungen, NATO-Bashing und demonstrativer Unberechenbarkeit.

WĂ€hrend die strategischen Gewissheiten der Nachkriegszeit zerfallen und die Friedensdividende aufgebraucht ist, rĂŒckt in Deutschland ein lange verdrĂ€ngtes sicherheitspolitisches Thema wieder in den Fokus: der Wehrdienst.
Seit dem 1. Januar sind junge MĂ€nner verpflichtet, einen Fragebogen zu ihrer WehrdienstfĂ€higkeit auszufĂŒllen; junge Frauen können freiwillig teilnehmen. FĂŒr viele junge Menschen beginnt damit eine Phase der Ungewissheit – zwischen PflichtgefĂŒhl, VerdrĂ€ngung und der Frage, was der Staat eigentlich von ihnen erwartet.

WĂ€hrend politische Positionen teils weit auseinandergehen, wĂ€chst der Druck, sicherheitspolitische Strukturen an die verĂ€nderte Bedrohungslage anzupassen – mit spĂŒrbaren Auswirkungen insbesondere auf die junge Generation. Was erwarten Politik, Bundeswehr, Wissenschaft und Medien voneinander – und was bedeutet das fĂŒr den gesellschaftlichen Zusammenhalt?

Diese Fragen wollen wir mit Ihnen diskutieren – offen, kontrovers und generationenĂŒbergreifend.

Nach der Diskussion freuen wir uns auf persönliche GesprÀche in entspannter Runde bei einem GetrÀnk und einem kleinen Snack.

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Veranstaltungsdetails

Datum:
4. Februar 2026
Zeit:
19:00 – 21:00

Veranstalter

Veranstaltungsort

StÀndehaus Kassel, StÀndesaal
StÀndeplatz 6-12
34117 Kassel
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Zu Gast:

Robert Sieger

Amtschef Personalamt der Bundeswehr

Bennet Weber

OberstufenschĂŒler des Friedrichsgymnasiums Kassel

Bennet Weber lebt in Kassel und besucht derzeit die gymnasiale Oberstufe. Er interessiert sich fĂŒr Politik und diskutiert leidenschaftlich ĂŒber gesellschaftliche Verantwortung. Als junger Mensch, der zu den ersten JahrgĂ€ngen gehört, die vom neuen Wehrdienstgesetz unmittelbar betroffen sind, steht er stellvertretend fĂŒr eine Generation, die vor neuen Fragen steht: Pflicht oder Freiwilligkeit? Haltung oder Anpassung? Distanz oder Bereitschaft? Bennet wird in der Veranstaltung nicht nur die Position eines SchĂŒlers vertreten, sondern auch ganz persönliche Gedanken und Empfindungen teilen – darĂŒber, wie es ist, wenn Politik plötzlich konkret wird und der eigene Name auf einem Fragebogen der Bundeswehr steht. Seine Perspektive ist ehrlich, reflektiert und ein wichtiger Impuls fĂŒr das GesprĂ€ch zwischen den Generationen.

Artur Weigand

Autor und Freier Journalist

Artur Weigandt wurde 1994 im kasachischen Uspenka geboren. Er ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Studierte in Frankfurt am Main Ästhetik, mit lĂ€ngeren Aufenthalten in Prag, Kyjiw und Tbilissi. Er ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule in MĂŒnchen und schreibt fĂŒr verschiedene Medien wie F.A.Z., ZEITmagazin, ZEIT und WELT. 2021 wĂ€hlte ihn das Medium Magazin zu den Top-30- Journalisten. 2023 erschien sein RomandebĂŒt Die VerrĂ€ter bei Hanser Berlin; zuletzt arbeitete er als Übersetzer bei der Leopard-1-Ausbildung ukrainischer Soldaten, woraus das autobiografisch-politische Buch „FĂŒr euch wĂŒrde ich kĂ€mpfen – Mein Bruch mit dem Pazifismus“ hervorging.

Gastgeber:

JĂŒrgen Fischer

Chefredakteur, EuropÀische Sicherheit & Technik

JĂŒrgen Fischer ist ein erfahrener Kommunikationsprofi mit umfassender Expertise in der Medienbranche und im politisch-parlamentarischen Umfeld. Zuvor war er als Leiter des Fachbereichs Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung tĂ€tig und beriet den Regierungssprecher in sicherheitspolitischen Fragen.
Seit November 2024 leitet er die Regionalvertretung der Deutschen Atlantischen Gesellschaft in Nordhessen.
Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Krisenkommunikation und Medienarbeit verbindet JĂŒrgen Fischer fundiertes Wissen mit Leidenschaft fĂŒr Sicherheitspolitik und strategische Kommunikation. Seine vielseitige Karriere macht ihn zu einer zentralen Stimme im sicherheitspolitischen Diskurs.

Mark Weinmeister

RegierungsprÀsident Kassel

Mark Weinmeister (*1967) ist seit 2022 RegierungsprĂ€sident des Regierungsbezirks Kassel. Zuvor war er ĂŒber viele Jahre hinweg in unterschiedlichen politischen Funktionen tĂ€tig, unter anderem als StaatssekretĂ€r fĂŒr Europaangelegenheiten in der Hessischen Staatskanzlei (2010–2022) sowie als Mitglied des Hessischen Landtags und des EuropĂ€ischen Parlaments.
Der CDU-Politiker gilt als ausgewiesener Kenner europĂ€ischer und regionaler Verwaltungsstrukturen. In seiner Funktion als RegierungsprĂ€sident verantwortet er die Umsetzung staatlicher Aufgaben im Norden Hessens und ist zentraler Ansprechpartner fĂŒr Fragen der regionalen Entwicklung, Sicherheit, Infrastruktur und Krisenvorsorge.
Mark Weinmeister hat Politikwissenschaften, Geschichte und Öffentliches Recht studiert und ist tief in der nordhessischen Kommunalpolitik verwurzelt.

Dr. Sven Schoeller

OberbĂŒrgermeister der Stadt Kassel