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Nach den NATO-Gipfeltreffen von Madrid und Vilnius

Was ist von uns allen gefordert?

In diesen Tagen hat das dritte Jahr des brutalen Angriffskrieges Russlands gegen die unabhĂ€ngige Ukraine begonnen. Auch von allen westlichen Staaten und ihren Partnern wird abhĂ€ngen, wann er endet und ob die Ukraine dann eine zusĂ€tzliche StĂŒtze fĂŒr die Sicherheit der EU- und NATO-Staaten bilden wird oder zu einem unterjochten Land als erweiterte Basis Russlands zu fortgesetzter Destabilisierung und potenzieller Angriffe auf weitere Staaten.

Als Reaktion auf Putins Aggression verabschiedeten sich Finnland und Schweden vom jahrzehntelangen Pfeiler der BĂŒndnisfreiheit in ihrer Außenpolitik und beantragten die Aufnahme in die nordatlantische Allianz des Washingtoner Vertrages. Die NATO-Staaten stimmten in Madrid der Einladung beider Staaten zu. Auch dies bedeutet und ermöglicht wesentliche VerĂ€nderungen fĂŒr Abschreckung und Verteidigung insbesondere im Ostseeraum und im Hohen Norden.

Dass das folgende NATO-Gipfeltreffen 2023 in Vilnius vorgesehen und durchgefĂŒhrt wurde, unterstreicht die Herausforderungen und Gefahren des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der hybriden Destabilisierung Putins gegen den „kollektiven Westen“. Es war klar, dass alle Überlegungen und Entscheidungen zu FĂ€higkeiten und Einsatzbereitschaft in allen „DomĂ€nen“ der Verteidigung und der Resilienz unserer Staaten und Gesellschaften davon abhĂ€ngen, dass die Staaten ihre finanziellen, personellen und materiellen Anstrengungen massiv erhöhen. Mit dem Krieg in der Mitte Europas und den bekannten Zielen war unbestritten, dass dies unverzichtbar war und ist, um Schutz und Verteidigung aller NATO-Staaten und die notwendige UnterstĂŒtzung der Ukraine in ihrem Überlebenskampf zu sichern. Deshalb wurde der Leistungsparameter von 2% des BIP fĂŒr die Verteidigung nicht mehr als “Obergrenze“ sondern als mindestens zu erreichender Umfang gebilligt.

Zur Billigung beim Gipfel in Vilnius wurden drei regionale PlĂ€ne erarbeitet: High North and Atlantic, Central und South-East. FĂŒr alle gilt es, die benötigten FĂ€higkeiten in allen DomĂ€nen: Weltraum und Cyber, land‑, see- und luftgestĂŒtzte FĂ€higkeiten zu identifizieren, die dafĂŒr gebraucht werden unter Einschluss aller FĂŒhrungselemente. Jetzt mĂŒssen also alle Nationen Farbe bekennen, welchen Anteil sie ĂŒbernehmen werden. Nimmt man zu diesen FĂ€higkeiten noch die Anforderungen an die strategische MobilitĂ€t, die Resilienz der Staaten und Gesellschaften und nicht zuletzt den nuklearen Anteil von Abschreckung und Verteidigung hinzu, dann freuen wir uns, dass General a.D. Jörg Vollmer bereit ist, uns seine Erkenntnisse und Einsichten vorzustellen, wie die Allianz als Ganzes und die Nationen ihrem „level of ambition“ so rasch wie möglich gerecht werden können. Dabei wird auch der Zusammenhang zwischen notwendiger UnterstĂŒtzung fĂŒr das Behaupten der Ukraine und glaubwĂŒrdiger Abschreckung und Verteidigung fĂŒr das Stoppen des imperialen Russland in den Blick geraten.

In der Woche vor der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz hat NATO-GeneralsekretĂ€r Stoltenberg mahnend die Stimme erhoben, dass schneller und umfangreicher die erforderliche Munition fĂŒr die eigenen StreitkrĂ€fte und die Ukraine produziert und geliefert werden. Und der Generalinspekteur der Bundeswehr hat mit der Forderung, dass die deutschen StreitkrĂ€fte in fĂŒnf Jahren kriegstĂŒchtig sein mĂŒssen, erkennbar gemacht, welch große – auch finanzielle LĂŒcke dafĂŒr geschlossen werden muss.

Manches mag und wird bis Ende MĂ€rz noch geschehen. Freuen wir uns auf einen erhellenden Vortrag und eine anregende Diskussion in der Osterwoche.

Zu dieser Veranstaltung, die wir in Zusammenarbeit mit dem Regionalkreis West der Clausewitz Gesellschaft durchfĂŒhren, lĂ€dt das Forum Bonn der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e. V. Sie herzlich ein. Wir wĂŒrden uns freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrĂŒĂŸen zu können.

Anmeldungen zu dieser Veranstaltung sind leider nicht mehr möglich.

Veranstaltungsdetails

Datum:
27. MĂ€rz 2024
Zeit:
18:00 – 19:30

Veranstalter

Veranstaltungsort

Bundesministerium der Verteidigung, Hardthöhe, Tagungszentrum Raum 820, Bonn
Fontainengraben 150
53123 Bonn
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Mehr Informationen
Zu Gast:

General a. D. Jörg Vollmer

Commander Allied Joint Force Command Brunssum (JFCBS) (bis Juni 2022)

Jörg Vollmer, geboren am 07. September 1957 in Bremen, ist General a.D. des
Heeres der Bundeswehr. Er war von April 2020 bis zum 03. Juni 2022
Befehlshaber des Allied Joint Forces Command der NATO in Brunssum. Zuvor war er Inspekteur des Heeres der Bundeswehr.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Michael Simon

BĂŒroleitung · Referent
Wenzelgasse 42 · 53111 Bonn
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