Mit seinem Ăberfall auf die Ukraine im Februar 2022 ist Russland aus dem Schattenbereich zwischen Krieg und Frieden sowie Freund und Feind herausgetreten. Bisher agierte Russland indirekt und verdeckt mit geheimdienstlich-militĂ€rischen Operationen und ĂŒber Stellvertreterkriege. Inzwischen bestimmt der offene, direkte militĂ€rische Schlagabtausch zwischen den russischen und ukrainischen StreitkrĂ€ften die russische Politik. Bedeutet dies das Ende hybrider KriegsfĂŒhrung im Kampf um die Ukraine oder handelt es sich um eine Phase des konventionell-militĂ€risch intensivierten Kampfes im Kontext einer ĂŒbergeordneten hybriden GesamtkriegsfĂŒhrung? Dabei werden Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen sowie politische Einrichtungen, Desinformationen, Propaganda und Radikalisierung in den sozialen Medien als auch die Instrumentalisierung von Migrationsströmen kombiniert. Hinzu kommt der Aufbau militĂ€rischer Drohkulissen als weiterer Angriffsvektor.
Der Vortrag von Oberst i.G. Dr. Schmid will zeigen, dass die global vernetzten Staaten der EU und NATO mit offenen, liberalen Gesellschaften in besonderem MaĂe durch hybride Methoden der KriegsfĂŒhrung verwundbar sind. Vor allem wird er die speziellen Gefahren hybrider KriegsfĂŒhrung und ihre Konzeption herausarbeiten.
Unser Referent, seit 1989 Soldat der Panzergrenadiertruppe, studierte nach der Offizierausbildung Staats- und Sozialwissenschaften an der UniversitĂ€t der Bundeswehr in MĂŒnchen. Es folgten nationale und internationale Verwendungen sowie EinsĂ€tze. Danach schlossen sich wissenschaftliche Verwendungen unter anderem in den USA, am Institut fĂŒr Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg, im Europareferat des Bundesministeriums der Verteidigung und als Direktor der Community of Interest on Strategy and Defence in Helsinki, Finnland, an. Seine Forschungsschwerpunkte sind neben Hybrider KriegsfĂŒhrung die Lehren von Carl v. Clausewitz und Theorien vom Formenwandel von Kriegen. Er hat seine Forschungsergebnisse in zahlreichen Arbeiten publiziert.
Melden Sie gerne auch Freunde und Bekannte zu unserer Veranstaltung namentlich an. Wir weisen darauf hin, dass aufgrund der Zugangskontrolle an der Wache nur Personen an der Veranstaltung teilnehmen können, die sich zuvor fristgerecht bis zum 10. April 2024 namentlich angemeldet haben.
Wie gewohnt lassen wir den Vortragsabend bei GesprĂ€chen mit unserem Referenten bei einem Glas Wasser, Wein und Brezeln ausklingen. Das Team Forum Mainz und ich freuen uns darauf, Sie am Donnerstag, den 18. April 2024, begrĂŒĂen zu können.



