Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.

(8) Israel/PalÀstina: Einen statt trennen

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Alternativen zur »Zwei-Staaten-Lösung«

FĂŒr die erste Juliwoche 2020 hat der israelische MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu angekĂŒndigt, 30 Prozent der von Israel seit 1967 kontrollierten Westbank zu israelischem Staatsgebiet zu erklĂ€ren. Will er langfristig einen Staat Israel oder doch eine Zwei-Staaten-Lösung? Deutschland, die EU und die UNO favorisieren seit Jahrzehnten die Zwei-Staaten-Lösung. Nur konnte bisher keine Einigung gefunden werden.

Moderator Oliver Weilandt spricht mit der ehemaligen Staatsministerin und langjĂ€hrigen Fraktionsvorsitzenden von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen, Kerstin MĂŒller, ĂŒber unrealistische Zwei-Staaten-Regelungen und ĂŒber alternative Konzepte aus der Mitte der israelischen und der palĂ€stinensischen Gesellschaft. Denn lĂ€ngst wĂŒrden in grenzĂŒberschreitenden Initiativen wie »A Land For All« Konzepte jenseits ausgetretener Wege entwickelt.

Das Modell »Two States, One Homeland« favorisiert eine Konföderation zweier Staaten ohne Grenzen, mit freiem Niederlassungsrecht und allgemeinem Wahlrecht fĂŒr die Wahl der beiden StaatsfĂŒhrungen, das nicht unbedingt an den Wohnort gekoppelt sein muss. Das Problem: Weder die politischen FĂŒhrungen im Land, noch das internationale politische Parkett zeigen sich bereit, solche Ideen zu hören oder gar zu fördern. Kerstin MĂŒller, die langjĂ€hrige Leiterin des BĂŒros der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv, wirbt umso vehementer dafĂŒr.

Zu Gast:

Staatsministerin a.D. Kerstin MĂŒller

Senior Associate Fellow im Programm Naher Osten und Nordafrika der Deutschen Gesellschaft fĂŒr AuswĂ€rtige Politik

Kerstin MĂŒller ist seit April 2019 Senior Asscoiate Fellow im Programm Naher Osten und Nordafrika der DGAP. Insbesondere der israelisch-palĂ€stinensische Konflikt und die deutsch-israelischen Beziehungen stehen seit vielen Jahren im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Zuletzt leitete sie von 2013 bis 2018 als Direktorin das IsraelbĂŒro der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv. Zuvor war die studierte Juristin von 1994 bis 2013 fĂŒr BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen Mitglied des Deutschen Bundestag. In dieser Zeit war sie von 1994 bis 2002 Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion und in der zweiten Legislaturperiode der rot-grĂŒnen Regierungskoalition von 2002 bis 2005 als Staatsministerin im AuswĂ€rtigen Amt tĂ€tig. Von 2005 bis 2013 war sie als Mitglied des AuswĂ€rtigen Ausschuss außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von BĂŒndnis 90/ Die GrĂŒnen, sowie stellvertretende Vorsitzende des Unterausschuss fĂŒr zivile KrisenprĂ€vention. Neben ihrer Expertise im Themenbereich Nahost gehören die transatlantischen Beziehungen, sowie die zivile KrisenprĂ€vention zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit. Ihre akademische Ausbildung absolvierte die Juristin an der UniversitĂ€t Köln.

Moderation:

Oliver Weilandt

GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Hörfunkagentur Internationaler Audiodienst (iad)

Oliver Weilandt moderiert den »Atlantic Talk Podcast« der Deutschen Atlantischen Gesellschaft. Der Agenturleiter und Autor zahlreicher Radiofeature und politischer Hintergrundberichte auf den Wellen der ARD sowie in den Programmen des Deutschlandradios verantwortet unter anderem auch das Privatfunkprogramm der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

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