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Tag 3 der Nürnberger Sicherheitsgespräche 2020 – Chinas Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Die Nürnberger Sicherheitsgespräche: 
Die Volksrepublik China hat einen rasanten wirtschaftlichen Aufstieg hinter sich und setzt ihre wirtschaftliche Macht zunehmend auch in politische Macht um. Ein guter Anlass, dass sich die Nürnberger Sicherheitstagung erneut mit dem Thema China befasst. Aufgrund der Corona-bedingten Auflagen in diesem Jahr als digitale Gesprächsreihe – die Nürnberger Sicherheitsgespräche.

Zum Thema:
Die Volksrepublik China hat einen rasanten wirtschaftlichen Aufstieg hinter sich und setzt ihre wirtschaftliche Macht zunehmend auch in politische Macht um. In den Vereinten Nationen (VN) ist China zum zweitgrößten Beitragszahler aufgestiegen und unter den permanenten Mitgliedern des VN-Sicherheitsrats ist China sogar der größte Blauhelmtruppensteller. Im entwicklungspolitischen Bereich hat China 2015 die Asiatische Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) gegründet und macht so der etablierten Weltbank Konkurrenz. Auf diesem Weg wird der Einfluss hauptsächlich in Afrika ausgebaut. Die 2013 gestartete Seidenstraßen-Initiative zielt auf den gesamten eurasischen Kontinent und ebnet China über Infrastrukturinvestitionen den Weg zu Einfluss bis nach Europa.
Dieser Aufstieg Chinas ist allerdings mehr als nur eine relative Machtverschiebung unter verschiedenen Akteuren in der Weltpolitik. Denn China wirbt für sein autoritäres System als Gegenmodell zur liberalen Demokratie. Es stellt die universellen Werte der Menschenrechte in Frage und strebt stattdessen mit dem „Social Credit System“ einen Überwachungsstaat von noch nie dagewesenem Ausmaß an. Das Ende des Kalten Krieges hat auch das Ende des Systemwettbewerbs bedeutet, doch nun konfrontiert China die Welt praktisch wieder mit einer Systemfrage. Droht uns also ein neuer Kalter Krieg? Diese und weitere wichtige Fragen zur neuen Rolle Chinas in der Weltpolitik wollen wir gerne mit ihnen diskutieren.
Hinweis zu den Nürnberger Sicherheitsgesprächen 2020: Nach jedem Vortrag erfolgt eine Diskussion. Eine Anmeldung zu jedem Vortrag ist Voraussetzung zur Teilnahme.

Das komplette Programm zum Teilen finden Sie auch auf dieser Seite.

Montag, 29. Juni 2020 – 19:00 Uhr
Prof. Dr. Stephan Bierling, Lehrstuhl für Internationale Politik an der Universität Regensburg:
Die Thukydides-Falle: Das amerikanisch-chinesische Ringen um die globale Vorherrschaft
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Montag, 29. Juni 2020 – 20:00 Uhr
Prof. Dr. Dirk Schmidt, Akademischer Direktor am Lehrstuhl für Politik und Wirtschaft Chinas an der Universität Trier
Prof. Dr. Joachim Schild, Professor für Politikwissenschaft/ Vergleichende Regierungslehre an der Universität Trier:
Chinas Staatskapitalismus als Herausforderung für die Weltwirtschaft – Europäische und amerikanische Antworten im Vergleich
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Veranstaltungsdetails

Datum:
29. Juni 2020
Zeit:
19:00 – 21:30

Veranstalter

Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.
Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V.
Clausewitz-Gesellschaft e.V.
Friedrich Naumann Stiftung
Deutscher Bundeswehrverband
Reservistenverband Landesgruppe Bayern
Nürnberger Zeitung

Veranstaltungsort

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