Bundeskanzler Olaf Scholz Ă€uĂerte in einem am 5. Dezember 2022 veröffentlichten Namensartikel in der Fachzeitschrift Foreign Affairs: âDie Welt erlebt eine Zeitenwende. Mit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine geht eine Ăra zu Ende. Unter ihnen sind neue oder wieder erstarkte MĂ€chte, wie China, das wirtschaftlich stark und politisch selbstbewusst ist. In der neuen multipolaren Welt treten unterschiedliche Staaten und Regierungsformen miteinander in Konkurrenz um Macht und Einfluss. In der Folge traten Finnland und Schweden der NATO bei, und die Verteidigungsausgaben in Europa, vor allem in den osteuropĂ€ischen LĂ€ndern, nahmen drastisch zu. Auch in Deutschland wurden die Investitionen in die StreitkrĂ€fte durch ein âSondervermögenâ von 100 Milliarden Euro wieder erhöht.
Dies wurde und wird nicht zuletzt von allen US-Regierungen gefordert, und nun offensiver, denn je von US-PrĂ€sident Donald Trump. Die Verantwortung fĂŒr die AbschreckungsfĂ€higkeit Europas liegt weiterhin bei den amerikanischen BĂŒndnispartnern in der NATO, und dieser Zustand wird voraussichtlich noch lange bestehen bleiben.
Die exportabhĂ€ngige europĂ€ische Wirtschaft, insbesondere die Deutschlands, ist auch ökonomisch unter Druck. Sie steht zwischen den Forderungen der US-Administration nach einer hĂ€rteren Gangart gegenĂŒber China, angedrohten Zöllen auf Produkte aus europĂ€ischen Staaten und der AbhĂ€ngigkeit von freien MĂ€rkten weltweit. China ist seit geraumer Zeit die Werkbank der Welt und hat sich mittlerweile auch zu einem Innovationstreiber entwickelt.
Im Gegensatz dazu erscheint Europa lethargisch, und der Motor der EU, verkörpert durch das deutsch-französische Duo, lĂ€uft unrund. Auch die âMy Country First«-Welle hat Europa bereits erreicht, samt aller politischen Begleiterscheinungen. Sie schwinden im gleichen MaĂe, wie sie im pazifischen Raum erstarken. In Anbetracht dessen wird fĂŒr Deutschland die Frage relevant, welche Rolle es auf europĂ€ischer und globaler Ebene spielen kann und sollte.
Es freut mich sehr, dass Prof. Dr. Roman Poseck, der seit dem 18. Januar 2024 Hessische Minister fĂŒr Inneres, Sicherheit und Heimatschutz ist, am 1. April 2025 zu diesem Thema referiert und sich bereit erklĂ€rt hat, anschlieĂend Fragen zu beantworten und mit uns zu diskutieren.
Im Kabinett Rhein I. war Prof. Poseck, von 2022 bis 2024 der Hessische Justizminister. Er war von 2012 bis 2022 PrĂ€sident des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main und von 2017 bis 2022 zugleich PrĂ€sident des Staatsgerichtshofes sowie des Verfassungsgerichts des Landes Hessen. Seit dem 31. Mai 2022 ist er auĂerdem stellvertretendes Mitglied des Bundesrates.
Es wĂŒrde mich sehr freuen, wenn Sie interessiert wĂ€ren und teilnehmen wĂŒrden. Die KapazitĂ€t des Raums ist begrenzt. Deshalb bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis spĂ€testens 27. MĂ€rz 2025, und bei Verhinderung um eine rechtzeitige Absage. Ich bitte um Ihr VerstĂ€ndnis, dass nur GĂ€ste mit Registrierung hereingelassen werden können. Einlass: 18:30 Uhr



