Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.
Junge DAG YATA Besuch Polnische Botschaft Januar 2023

Junge DAG: Besuch der polnischen Botschaft in Berlin

Am 26. Januar war die Junge DAG zu Besuch in der polnischen Botschaft in Berlin.

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Am 26. Januar waren wir zu Besuch in der polnischen Botschaft. Im Fokus des Austauschs standen die Themen:

  • Wirtschaftliche Zusammenarbeit
  • Beschaffung von Waffensystemen
  • Verbesserung der bilateralen Beziehungen

Empfangen wurden wir durch den Botschafter Polen’s, Dariusz PawƂoƛ. Dieser lobte die Prozesse, die beide LĂ€nder seit der Beendigung des zweiten Weltkrieges gemeinsam geleistet haben, betonte aber gleichzeitig, dass es noch einigen Nachholbedarf gibt. »Polen ist ein aufstrebendes Land und bereit dafĂŒr Verantwortung innerhalb der EuropĂ€ischen Union zu ĂŒbernehmen.«

Die sorgte fĂŒr Kritik aus Deutschland da die ohnehin schon schlechten bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen dadurch nicht gefördert werden.

Im Anschluss konnten wir uns mit JarosƂaw Bajaczyk, Leiter der Politische Abteilung und Mateusz Ɓabuz, dem III. SekretĂ€r und NATO’s Future Alumni, ausfĂŒhrlich zu den bilateralen Beziehungen auszutauschen.

Beide bekrÀftigten die Wichtigkeit der wirtschaftlichen deutsch-polnischen Zusammenarbeit und trugen die polnische Perspektive vor.

Auch das sehr aktuelle Thema der Waffenlieferungen wurde ausfĂŒhrlich und kritisch behandelt.

Polen rĂŒstet massiv auf und kaufte zuletzt 1000 Panzer von SĂŒdkorea đŸ‡°đŸ‡·

Die sorgte fĂŒr Kritik aus Deutschland da ohnehin schon schlechten bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen  dadurch nicht gefördert werden.

Aus polnischer Sicht gab es hierfĂŒr aber verstĂ€ndliche GrĂŒnde. Angefangen von der Supply Chain, ĂŒber die Lieferzeiten, bis hin zur Weitergabe und Einsatz.

Die Beschaffung der Panzer lief deutlich unkomplizierter ab und wirft auch Licht auf deutsche BĂŒrokratie.

Auch die Weitergabe an z.B. die Ukraine, die Seitens Deutschlands immer wieder blockiert wurde, ist bei den SĂŒdkoreanern deutlich flexibel. Polen war lange Zeit durch die Sowjetunion besetzt und war eins der LĂ€nder, die am Meisten durch die Besatzungszeit litt. Die Spuren sind bis heute zu sehen und sind, auch angesichts des Ukraine Kriegs, eine reale Angst der polnischen Bevölkerung.

Ein deutliches Signal, wie es im die deutsch-polnischen Beziehungen steht, ist ein jĂŒngst durchgefĂŒhrte Studie, laut der nur ca .8% der Polen darauf vertrauen, dass die Bundesrepublik ihnen im Falle eines Angriffs zur Seite stehen wĂŒrden. Im Bezug zum Artikel 5 der Beistandsklausel, des Nordatlantikvertrags liegen mit 14% Ă€hnlich schlechte Werte vor.

Es war ein insgesamt spannender und lehrreicher Austausch, den wir demnÀchst fortsetzen wollen.

Bericht von Miroslav Bogojevic, Vorstandsmitglied Junge DAG

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Dario Weilandt

Leiter Kommunikation und Digitale Medien
LennĂ©straße 11 · 10785 Berlin
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