In Gedenken an den in Burg bei Magdeburg geborenen preußischen General Carl von Clausewitz, der das militärstrategische Denken in Deutschland und weit darüber hinaus maßgeblich beeinflusst hat, veranstalten die Clausewitz-Gesellschaft e.V., die Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V. und die Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund seit 2010 in Berlin die Clausewitz-Strategiegespräche.
Am 20. April 2026 wollen wir uns mit der strategischen Rolle der Europäischen Union und ihren sicherheitspolitischen Handlungsoptionen befassen. Europa scheint eingeklemmt zwischen Putins Krieg gegen die Ukraine und den hybriden Angriffen auf Europa einerseits und den Forderungen der aktuellen US-Regierung nach höheren Beiträgen der Alliierten zur NATO sowie einer veränderten US-Einschätzung seiner Bündnispartner andererseits. Die bisherige euro-atlantische Sicherheitsordnung wirkt zunehmend erschüttert und als stabil geglaubte Gewissheiten scheinen ihre Gültigkeit verloren zu haben. Der Krieg im Iran mit seinen globalen Auswirkungen und die Forderung der USA nach Unterstützung durch NATO-Partner belastet die transatlantische Partnerschaft.
Was müssen die Europäer tun, um die Sicherheit Europas zu wahren? Welche strategischen Ziele und Vorstellungen verfolgt die Europäische Union in dieser Lage und darüber hinaus? Welchen Beitrag leistet sie zur Sicherheit und Verteidigung Europas und zu dessen Eigenständigkeit als internationaler Akteur? Reichen die Ambitionen der EU wie sie im „Weißbuch zur europäischen Verteidigung“ und in der Initiative „ReArm Europe / Readiness 2030“ erkennbar werden aus, um Eigenständigkeit zu erreichen? In welchen Bereichen ist eine noch engere Verzahnung von NATO und EU erforderlich? Wer wollen wir als Europäische Unio sein, was wollen wir in Zukunft können, wo und wofür wollen wir als Europäische Union in 15 Jahren stehen angesichts der weltweiten sicherheitspolitischen Umbrüche? Haben wir dann eine Union, die, wenn es um existenzielle Fragen geht, aus eigener Kraft entscheiden und handeln kann oder entwickeln wir uns zu einer Gemeinschaft, in der eine fallweise Koalition der Willigen der Regelfall und die Union insgesamt zum Spielball der globalen Großmächte wird?
Die Clausewitz-Gesellschaft, die Deutsche Atlantische Gesellschaft und die Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund freuen sich, die etablierte Reihe der Clausewitz-Strategiegespräche fortführen zu können. Mit Frau Dr. Jana Puglierin (European Council on Foreign Relations), Herrn Dr. Oscar Prust (Universität Halle) und Herrn Botschafter a.D. Matthias Sonn (Ehemaliger Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Litauen) konnten kompetente Diskutanten gewonnen werden. General a.D. Erhard Bühler, Präsident der Clausewitz-Gesellschaft, wird die Diskussion moderieren. Zum anschließenden Empfang sind Sie herzlich eingeladen.
Einlass ab 17:30 Uhr. Bitte bringen Sie einen gĂĽltigen Personalausweis mit.
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