In den Vereinigten Staaten von Amerika stehen 36 Gouverneurinnen und Gouverneure sowie das gesamte ReprĂ€sentantenhaus und ein Drittel der Senatssitze zur Wahl. Rechnerisch scheint das Risiko fĂŒr die Republikaner gröĂer, denn im wichtigen Senat stehen mehr republikanische als demokratische Sitze zur Wahl (14Ă·21). Das Abstrafen der amtierenden PrĂ€sidenten zu den Halbzeitwahlen hat allerdings Tradition. Und auch die Umfragen sagen PrĂ€sident Joe Biden nichts Gutes voraus.
WĂ€hrend ExprĂ€sident Trump seine Lieblingskandidatinnen und âkandidaten auch durch permanente und bekanntermaĂen laute PrĂ€sens ĂŒberall im Land in Stellung gebracht hat, hĂ€lt sich Joe Biden in der Ăffentlichkeit prĂ€sidial dezent zurĂŒck. Ist das eigene Taktik, oder laden ihn die demokratischen Kandidaten erst gar nicht ein, weil mit ihm kein Staat zu machen sein scheint?
Gemeinsam mit Moderator Oliver Weilandt analysiert der USA-Experte Dr. Josef Braml die aktuelle Situation kurz vor den Midterm-Wahlen. Dabei bestimmen nicht nur die Persönlichkeitsprofile Trumps und Bidens die Wahl. Von der Abtreibungsdebatte ĂŒber die Billionen schweren Infrastrukturpakete ĂŒber den politischen Einsatz der Ăkonomie als Waffe bis hin zu den RĂŒstungskosten in Zeiten des Ukrainekrieges: Die Themen, die den Ausgang der Wahlen beeinflussen könnten, sind vielfĂ€ltig miteinander verzahnt.
Josef Braml, bekannt dafĂŒr, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, macht deutlich, warum es fĂŒr Europa höchste Zeit ist, sich ökonomisch und militĂ€risch von den USA unabhĂ€ngig zu machen: Das demokratische System der Vereinigten Staaten habe so viele Defekte, dass seine RĂ©gime-StabilitĂ€t und damit auch die Sicherheit Europas gefĂ€hrdet sei.







