Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.

Neuordnung der transatlantischen Beziehungen in Hannover

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Am 22. Juni haben wir in Hannover gemeinsam mit starken Partnern eine intensive Diskussion ĂŒber die Zukunft der transatlantischen Beziehungen gefĂŒhrt.
Unter dem Titel „Die transatlantischen Beziehungen in einer Phase geopolitischer Neuordnung“ haben wir mit Blick auf Europa und die USA ĂŒber europĂ€ische HandlungsfĂ€higkeit, sicherheitspolitische Verantwortung innerhalb der NATO, Industrie‑, Energie- und Technologiepolitik sowie die wirtschaftliche Resilienz der westlichen Demokratien diskutiert.

Im Mittelpunkt stand der Impuls von Metin Hakverdi MdB, Koordinator der Bundesregierung fĂŒr die transatlantische Zusammenarbeit (Coordinator of Transatlantic Cooperation).


Metin Hakverdi MdB, Koordinator der Bundesregierung fĂŒr die transatlantische Zusammenarbeit, betonte, dass die Beziehungen zu den USA – trotz Herausforderungen wie der Zollpolitik unter US-PrĂ€sident Donald Trump – fĂŒr Sicherheit und Wohlstand in Deutschland und Europa von zentraler Bedeutung bleiben. Zugleich plĂ€dierte fĂŒr ein stĂ€rkeres und souverĂ€neres Europa. Unsere eigene Wettbewerbs- und VerteidigungsfĂ€higkeit sei entscheidend. Neben der transatlantischen Partnerschaft gelte es, weitere Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaften mit LĂ€ndern wie Brasilien und Indien deutlich zu vertiefen. Deutschland genieße in der Welt nach wie vor einen guten Ruf – diesen mĂŒssten wir durch verantwortungsvolle Außen‑, Wirtschafts- und Sicherheitspolitik weiter stĂ€rkenIn der anschließenden Podiumsdiskussion haben wir diese Perspektiven mit zentralen Akteuren aus der regionalen Wirtschaft und vom Messestandort Hannover vertieft:

Maike Bielfeldt, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin der IHK Hannover, warnte eindringlich vor den Folgen eskalierender Handelskonflikte – etwa drohender Strafzölle – fĂŒr Unternehmen, BeschĂ€ftigung und Investitionen. Sie fordert eine engere transatlantische Kooperation in der Industriepolitik, bei der Energieversorgung und im Technologiebereich, um die wirtschaftliche Widerstandskraft der westlichen Demokratien zu stĂ€rken und planbare Rahmenbedingungen fĂŒr die Wirtschaft zu schaffen.

Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG,
betrachtet die transatlantischen Beziehungen als zentralen Eckpfeiler fĂŒr die Resilienz der globalen Industrie. Die HANNOVER MESSE diene aus seiner Sicht als strategische Plattform, um den US‑amerikanischen Markt zu stĂ€rken und Handelsbarrieren durch intensiven Technologie- und Energieaustausch abzufedern. Er unterstrich die besondere Rolle der HANNOVER MESSE als Ort fĂŒr den Austausch ĂŒber die transatlantischen Beziehungen und hob die besondere Partnerschaft zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten hervor. Partnerschaften mit LĂ€ndern wie Brasilien – zuletzt Partnerland der Messe – mĂŒssten konsequent ausgebaut werden, um Diversifizierung, Innovation und Resilienz gleichermaßen zu fördern.
SouverĂ€n und pointiert moderiert wurde die Diskussion von Martin BrĂŒning, der es verstanden hat, politische, sicherheits- und wirtschaftspolitische Fragen auf den Punkt zu bringen und unterschiedliche Perspektiven produktiv miteinander zu verbinden.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V.(Region Hannover) in Kooperation mit activelaw Offenhausen.Wolter PartmbB und Arbeit und Leben Niedersachsen.

Unser besonderer Dank gilt allen Mitwirkenden auf dem Podium, unseren Partnern und den zahlreichen GÀsten, die mit ihren Fragen und BeitrÀgen zu einer lebendigen und offenen Debatte beigetragen haben.

Die RĂŒckmeldungen haben deutlich gemacht: Transatlantische Zusammenarbeit ist kein abstrakter Begriff, sondern ein konkreter Gestaltungsauftrag – fĂŒr Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gleichermaßen.
Ich freue mich darauf, diesen Dialog in Hannover und darĂŒber hinaus gemeinsam fortzufĂŒhren.

Ein Beitrag von:

Alptekin Kirci

Rechtsanwalt, Regionalleiter der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e. V.

Alptekin Kirci ist Jurist und Politiker (SPD). Er war von 2017 bis 2022 Mitglied des NiedersÀchsischen Landtags. Seit 1999 ist er als Rechtsanwalt tÀtig und hat sich auf Steuerrecht spezialisiert. Neben seiner politischen Arbeit engagiert er sich in verschiedenen wirtschaftlichen und sozialen Organisationen.

Zu Gast:

Metin Hakverdi MdB

Koordinator der Bundesregierung fĂŒr die transatlantische Zusammenarbeit; SPD

Metin Hakverdi ist Koordinator fĂŒr transatlantische Zusammenarbeit der Bundesregierung. Seit 2013 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und gehört derzeit dem Ausschuss fĂŒr die Angelegenheiten der EuropĂ€ischen Union an. Metin Hakverdi war John F. Kennedy Memorial Policy Fellow an der Harvard University und Distinguished Visitor am American Institute for Contemporary German Studies der Johns Hopkins University. Vor seiner Wahl in den Bundestag war Herr Hakverdi von 2008 bis 2013 Mitglied des Parlaments der Freien und Hansestadt Hamburg.

Maike Bielfeldt

HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Industrie- und Handelskammer Hannover und Niedersachsen

Maike Bielfeldt ist Diplom-Volkswirtin und leitet seit September 2020 als HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover. Zuvor war sie bereits HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin der IHK Stade fĂŒr den Elbe-Weser-Raum (2014–2020) sowie GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der IHK Nord (2009–2014). Sie verfĂŒgt ĂŒber jahrzehntelange FĂŒhrungserfahrung an den Schnittstellen von Wirtschaft, VerbĂ€nden und Digitalisierung.

Dr. Jochen Köckler

Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG

Dr. Jochen Köckler ist seit Juli 2017 Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG in Hannover, der er bereits seit 2012 als Vorstandsmitglied angehört. Neben der unternehmerischen Gesamtverantwortung leitet er strategische Kernbereiche wie die HANNOVER MESSE, Fachmessen, das operative GeschĂ€ft sowie zentrale Stabsabteilungen. Zuvor war er von 2008 bis 2012 als stellvertretender HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Frankfurt am Main tĂ€tig.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Elisabet Tsirkinidou M.A.

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