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Aufzeichnung der Veranstaltung vom 30.06.2025

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Ein RĂŒckblick auf den NATO-Gipfel und was Deutschland und Europa nun tun mĂŒssen – darum ging es beim „Atlantic Talk“ der Deutschen Atlantischen Gesellschaft. Der Bundesvorsitzende, Oberst AndrĂ© WĂŒstner, diskutierte mit Wiebke Köhler, Expertin fĂŒr Sicherheits- und Verteidigungspolitik, und Generalleutnant a.D. Heinich Brauß. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Wirtschaftsjournalistin Dr. Ursula Weidenfeld.

„Der NATO-Gipfel in Den Haag war der kĂŒrzeste Gipfel, den es je gab“, sagte Generalleutnant a.D. Heinrich Brauß zu Beginn der Veranstaltung. „Der NATO-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte wollte vor allem Trump milde stimmen und sicherstellen, dass er kommt und auch bleibt.“ Ein Erfolg sei, dass sich die NATO-Mitglieder auf das FĂŒnf-Prozent-Ziel geeinigt hĂ€tten. „Es ist richtig, dass Gelder vereinbart wurden und dass in die Verteidigung investiert wird. Aber das Geld muss auch erwirtschaftet werden“, sagte Wiebke Köhler, Expertin fĂŒr Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

USA muss in NATO bleiben

Der NATO-Gipfel sei definitiv ein Erfolg, so Oberst AndrĂ© WĂŒstner. Aber: „Es muss alles darangesetzt werden, dass die USA Teil des BĂŒndnisses bleiben.“ Die Bundeswehr mĂŒsse, angesichts der Bedrohungslage, wieder aufgebaut werden. „Putin könnte die NATO angreifen. Auch wenn es schwer zu verstehen ist, muss die Bundeswehr eine andere werden. Bisher war die Bundeswehr eher eine kleine, feine Armee“ so WĂŒstner. Neben QualitĂ€t brauche es jetzt auch wieder Masse. „Außerdem braucht es eine Personalstrategie“, sagte der Bundesvorsitzende.

„Die EuropĂ€er haben in den letzten 20 Jahren abgerĂŒstet und auf Krisenmanagement umgestellt“, sagte Brauß. Was es jetzt brauche, seien vor allem genĂŒgend Freiwillige und genĂŒgend Reservisten, wie auch genĂŒgend Material. „Es muss sich die Frage gestellt werden, woher die Leute kommen könnten. Wir mĂŒssen mehr fĂŒr die Freiwilligkeit werben. Zudem muss wieder eine Wehrerfassung aufgebaut werden, die es seit 25 Jahren nicht mehr gibt“, so Brauß. Als Vorbild dabei könnte, so Brauß, das Modell aus Schweden dienen, bei dem alle jungen Menschen erfasst und angeschrieben werden.

Auch die Wehrpflicht war ein Thema: „Die Diskussion muss wieder in die Gesellschaft getragen werden. Meiner Meinung nach sollte eine neue Wehrpflicht fĂŒr Frauen und MĂ€nner gleichermaßen gelten“, sagte Wiebke Köhler. „Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Deutschen fĂŒr die WiedereinfĂŒhrung einer Wehrpflicht ist“, sagt WĂŒstner. „Wenn es damals keine Wehrpflicht gegeben hĂ€tte, wĂŒrde ich hier heute nicht sitzen.“

Ein Beitrag von:

Eva KrÀmer

Deutscher Bundeswehrverband
Zu Gast:

Oberst AndrĂ© WĂŒstner (tbc)

Bundesvorsitzender des Deutschen BundeswehrVerbandes e.V.

Oberst AndrĂ© WĂŒstner ist seit 1994 Soldat des Heeres und durchlief zahlreiche FĂŒhrungs-, Stabs- und Ausbildungsfunktionen, unter anderem im Kosovo und in Afghanistan. Er absolvierte den Generalstabslehrgang an der FĂŒhrungsakademie der Bundeswehr. Von 2008 bis 2013 leitete er den Gesamtvertrauenspersonenausschuss beim BMVg. Seit 2013 ist er Bundesvorsitzender des Deutschen BundeswehrVerbandes, zuletzt bestĂ€tigt im Dezember 2021.

Generalleutnant a.D. Heinrich Brauß

Ehemaliger Beigeordneter NATO-GeneralsekretĂ€r fĂŒr Verteidigungspolitik und StreitkrĂ€fteplanung (2013 – 2018)

Heinrich Brauß ist Generalleutnant a. D. der Bundeswehr, Leiter der jĂ€hrlichen NATO Talk-Konferenz der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und seit Oktober 2018 Senior Associate Fellow der Deutschen Gesellschaft fĂŒr AuswĂ€rtige Politik (DGAP) in Berlin. General Brauß war von Oktober 2013 bis Juli 2018 Beigeordneter NATO-GeneralsekretĂ€r fĂŒr Verteidigungspolitik und StreitkrĂ€fteplanung (Assistant Secretary General for Defence Policy and Planning) im Internationalen Stab der NATO in BrĂŒssel wie auch Vorsitzender des Defence Policy and Planning Committee des Nordatlantikrats. Er ist ĂŒberdies Verfasser der DAG-Publikation NATO 75 – Entwicklung · Erfolge · Herausforderungen.

Wiebke Köhler

Vorsitzende des Landesfachausschusses Außen- und Sicherheitspolitik CDU Hamburg

Wiebke Köhler ist Strategieberaterin und ehemalige PersonalvorstĂ€ndin der AXA Konzern AG sowie GrĂŒnderin und CEO der Beratung impactWunder. Sie war zuvor bei Roland Berger und McKinsey tĂ€tig und ist mehrfache Buchautorin. Seit vielen Jahren engagiert sie sich fĂŒr die Bundeswehr – mit ĂŒber 65 Truppenbesuchen und mehreren Publikationen zur Sicherheitspolitik. Politisch war sie bis 2024 in der FDP aktiv und ist seitdem Vorsitzende des Landesfachausschusses Außen- und Sicherheitspolitik der CDU Hamburg sowie Mitglied im Bundesfachausschuss und im Netzwerk Nationale Sicherheit.

Moderation:

Dr. Ursula Weidenfeld

Journalistin

Ursula Weidenfeld ist Wirtschaftsjournalistin in Berlin. Sie schreibt Kolumnen fĂŒr den Tagesspiegel, T-online.de und den WDR. FĂŒr die Leibniz-Gemeinschaft und T-online.de verantwortet sie den wöchentlichen Podcast „Tonspur Wissen“.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Dr. Nicolas Fescharek

Referent
LennĂ©straße 11 · 10785 Berlin
030 20649-134
030 20649-136
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