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Aufzeichnung Atlantic Talk Onlinediskussion vom 23. Februar 2021, 18:00 Uhr:

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3.000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sind aktuell in 12 Missionen auf drei Kontinenten im Einsatz. Den größten Anteil daran hat der Beitrag der Bundeswehr zur Ausbildung der afghanischen Streitkräfte als Teil des NATO-geführten Einsatzes „Resolute Support“ in Afghanistan. Für diesen Einsatz – sowie für drei weitere Friedensmissionen, an denen die Bundeswehr beteiligt ist – steht Ende März die Entscheidung des Deutschen Bundestages über die Mandatsverlängerung an.

Die Rahmenbedingungen für das Afghanistan-Mandat sind kompliziert. Einerseits haben die USA im Ergebnis eines mit den Taliban ausgehandelten bilateralen Abkommens die eigene Truppenstärke praktisch im Alleingang bereits auf 2.500 Personen bis Ende 2020 verringert. Andererseits scheint das Land trotz der inzwischen angelaufenen intra-afghanischen Verhandlungen vom Frieden weiter entfernt denn je. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat, wie auch die Bundesregierung, verlauten lassen, dass die Bedingungen für einen Truppenabzug gegenwärtig nicht erfüllt sind. Die Biden-Regierung hat eine Überprüfung des Abkommens mit den Taliban angekündigt. Afghanistan wurde so zum wichtigen Thema des Treffens der VerteidigungsministerInnen der NATO vom 17. Februar.

Wir haben uns gefreut, Sie zu unserer nächsten Atlantic Talk-Onlinediskussion zur Verlässlichkeit und Tragfähigkeit transatlantischer Partnerschaft bei der gemeinsam unterstützten Krisenbewältigung mithilfe von Streitkräften einladen zu können:

Programm:

Begrüßung


Bundesminister a.D. Christian Schmidt MdB
Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft

Live-Interview


Bundesministerin Annegret Kramp-Karrenbauer
Bundesministerium der Verteidigung

Input


Oberstleutnant André Wüstner
Bundesvorsitzender des Deutschen BundeswehrVerbandes e.V.

Diskussion


Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Gießmann
Geschäftsführer der Berghof Foundation (2008 – 2019) und Senior Advisor für Afghanistan und Äthiopien

Dr. Ellinor Zeino
Leiterin des Auslandsbüro Afghanistan der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Wolfgang Hellmich MdB, SPD
Vorsitzender des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages

Winfried Nachtwei
Ehemaliger Sprecher für Sicherheits- und Abrüstungspolitik,
Bündnis 90/Die Grünen, MdB a.D.

Moderation


Werner Sonne
Journalist und Autor

Zu Gast:

Dr. Ellinor Zeino

Leiterin Auslandsbüro Afghanistan, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Dr. Ellinor Zeino ist seit Ende 2018 Leiterin des Auslandsbüros Afghanistan der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kabul. Zuvor war sie Associate Director einer privaten Beratungsfirma für Sicherheitsanalysen zum Nahen Osten/Afrika und Leiterin des Krisen- und Lagezentrums. Sie hat viele Jahre in der internationalen Zusammenarbeit und Feldforschung in Marokko, Mauretanien, Ägypten, den UAE und Saudi-Arabien gearbeitet. In ihrer jetzigen Funktion in Afghanistan konzentriert sie sich auf Track-I,5/II-Dialoge, Vertrauensbildung und regionale Sicherheitswahrnehmungen.
An der Universität Hamburg und dem GIGA German Institute of Global and Area Studies wurde sie zum Thema „Saudi-Arabiens und Irans Irakpolitik“ promoviert. Sie hat einen Magisterabschluss in Politik, Recht und Wirtschaft der Universität Passau sowie einen fachspezifischen Sprachabschluss in Arabisch für Juristen.

Winfried Nachtwei

ehem. MdB Bündnis 90/Die Grünen, Beirat Zivile Krisenprävention der Bundesregierung

1994-2009 MdB, als Mitglied des Verteidigungsausschusses beteiligt an 20 Mandats-entscheidungen zu Afghanistan, ab 2002 sicherheits- und abrüstungspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, seit 2010 Mitglied im Beirat für Fragen der Inneren Führung und im Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und von „Lachen Helfen“.
Intensive Begleitung und Wirkungsbeobachtung der deutschen zivil-militärischen Kriseneinsätze seit 1995 (insbesondere Balkan, Afghanistan) bis heute durch Besuche in Einsatzgebieten (20 in Afghanistan), Veröffentlichungen ( www.nachtwei.de ) Vortragstätigkeit, Leitung der AG „Einsatzrückkehrer“ im Beirat Innere Führung, Vorbereitungsteam der Villigster „Afghanistan-Tagung“.
Forschungen und Veröffentlichungen zum deutschen Vernichtungskrieg im Osten, zum Ghetto Riga und den Deportationen dorthin seit 1988.

Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Gießmann

Direktor Emeritus, Berghof Foundation (2008 – 2019); Politikwissenschaftler

Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Gießmann ist Direktor Emeritus der Berghof Foundation und Senior Advisor für deren Projekte in Afghanistan und Äthiopien. Zuvor war er Geschäftsführer der Berghof Foundation und stellvertretender wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg. Seine Schwerpunkte liegen auf Friedensprozessen, Konflikttransformation und internationaler Sicherheitspolitik. Zudem war er bis 2025 Vorstandsmitglied der Deutschen Atlantischen Gesellschaft.

Oberst André Wüstner (tbc)

Bundesvorsitzender des Deutschen BundeswehrVerbandes e.V.

Oberst André Wüstner ist seit 1994 Soldat des Heeres und durchlief zahlreiche Führungs-, Stabs- und Ausbildungsfunktionen, unter anderem im Kosovo und in Afghanistan. Er absolvierte den Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr. Von 2008 bis 2013 leitete er den Gesamtvertrauenspersonenausschuss beim BMVg. Seit 2013 ist er Bundesvorsitzender des Deutschen BundeswehrVerbandes, zuletzt bestätigt im Dezember 2021.

Bundesminister a. D. Christian Schmidt

Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina; Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft

Bundesminister a. D. Christian Schmidt trat 2021 das Amt des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina an und ist seit 2006 Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft. Seit 1990 war er Abgeordneter des Deutschen Bundestages. Von 2002 bis 2005 war er Verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und im Anschluss bis 2013 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. 2014 wurde er zum Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft ernannt; ein Amt, das er bis 2018 bekleidete. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung.

Moderation:

Werner Sonne

Journalist und Autor

Werner Sonne begann seine Karriere 1964 als Zeitungsredakteur und Reporter beim Kölner Stadtanzeiger. Im Anschluss daran arbeitete er für United Press International (UPI) in Bonn, bevor er zwischen 1968 und 1981 dreizehn Jahre lang als Korrespondent für den WDR in Bonn und Washington tätig war. Im Jahr 1982 wurde Sonne Stellvertretender Chefredakteur der Landesprogramme im WDR-Fernsehen in Köln. Nach 1984 war er zwanzig Jahre lang als Korrespondent der ARD in Warschau, Bonn, Washington und zuletzt in Berlin tätig. Von 2004 bis 2012 war er Berliner Studioleiter des ARD-Morgenmagazins.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Dario Weilandt

Lennéstraße 11 · 10785 Berlin
030 20649-134
030 20649-136
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