Technologische Entwicklungen prĂ€gen zunehmend die globalen MachtverhĂ€ltnisse. Staaten wie die USA und China sichern sich strategische Vorteile durch den Zugriff auf Rohstoffe, Innovationen und Energiequellen, wĂ€hrend Europa in vielen Bereichen an Einfluss verliert. Dass Entscheidungen ĂŒber die Zukunft unseres Kontinents teilweise ohne europĂ€ische Beteiligung getroffen werden, ist ein deutliches Warnsignal fĂŒr die schwindende globale Bedeutung Europas.
WĂ€hrend andere Akteure ihre Interessen entschlossen verfolgen, agiert Europa hĂ€ufig zögerlich und uneinheitlich. Es fehlt an einer klaren, selbstbewussten geopolitischen Strategie, die auf eigenen Ressourcen, Technologien und Standards basiert. Ohne eine solche Ausrichtung droht Europa, wirtschaftlich wie politisch weiter zurĂŒckzufallen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage:
âKann Europa Geopolitik?â
Ich freue mich sehr, dass Herr Nico Lange sich bereit erklÀrt hat, zu dieser Frage Stellung zu beziehen und im Anschluss an seinen Vortrag mit uns in die Diskussion zu treten.
Herr Lange ist GrĂŒnder und Direktor des Instituts fĂŒr Risikoanalysen und Internationale Sicherheit (IRIS) sowie Senior Fellow beim Think Tank CEPA in Washington, D.C. Er gehört der Beratergruppe der Bundesministerin fĂŒr Wirtschaft und Energie zu Sicherheitsâ und Verteidigungsindustrie an. Von 2010 bis 2022 leitete er den Leitungsstab des Bundesministeriums der Verteidigung und war anschlieĂend Senior Fellow bei der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz. Zuvor war er stellvertretender BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer der CDU und Beauftragter fĂŒr Innovation und Strategie der Landesregierung des Saarlandes.
DarĂŒber hinaus leitete Herr Lange die AuslandsbĂŒros der KonradâAdenauerâStiftung in Washington, D.C. und Kyjiw, lehrte mit einem Stipendium an der Staatlichen UniversitĂ€t St. Petersburg und diente zuvor als Zeitsoldat der Bundeswehr mit AuslandseinsĂ€tzen in BosnienâHerzegowina und im Kosovo.
Es ist mir zudem eine besondere Freude, Ihnen mitzuteilen, dass diese Veranstaltung die erste gemeinsame Veranstaltung in Kooperation mit der âFachgruppe fĂŒr auĂenâ und sicherheitspolitische Themen (FAUST) an der GoetheâUniversitĂ€t Frankfurt am Mainâ als Teil des âBundesverbands Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH)â ist. Diese neue Zusammenarbeit eröffnet wertvolle Perspektiven und stĂ€rkt den Austausch zwischen Wissenschaft, sicherheitspolitischer Praxis und unserer Gesellschaft.
Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zu Fragen und weiterem Austausch.
Bitte leiten Sie diese Einladung gern an interessierte Personen in Ihrem Freundesâ und Bekanntenkreis weiter. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen anregenden Abend. Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis spĂ€testens 14. Mai 2026.
Das GebĂ€ude ist barrierefrei und verfĂŒgt entsprechend ĂŒber einen Aufzug, im Saal selbst sind regulĂ€r PlĂ€tze fĂŒr RollstĂŒhle in der ersten Reihe. Einen Lageplan der Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt finden Sie hier. Er zeigt das Hörsaalzentrum (Nr. 13), entsprechend markiert. Ebenfalls verzeichnet sind Parkmöglichkeiten, darunter das öffentliche Parkhaus in der Max-Horkheimer-StraĂe direkt am Campus Westend.
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