Die USA planen, ihre militĂ€rische UnterstĂŒtzung fĂŒr die NATO deutlich zu reduzieren. Nach Informationen aus dem Pentagon sollen kĂŒnftig unter anderem weniger Kampfflugzeuge, strategische Bomber, Kriegsschiffe sowie AufklĂ€rungs- und DrohnenkapazitĂ€ten fĂŒr die Allianz bereitgestellt werden. Hintergrund ist die strategische Neuausrichtung der Vereinigten Staaten unter PrĂ€sident Donald Trump. Washington fordert seit Jahren, dass die europĂ€ischen NATO-Staaten mehr Verantwortung fĂŒr ihre eigene Verteidigung ĂŒbernehmen.
In BrĂŒssel kam die AnkĂŒndigung nicht ĂŒberraschend. NATO-Vertreter und europĂ€ische Regierungen hatten bereits damit gerechnet, dass die USA ihre militĂ€rische PrĂ€senz in Europa schrittweise verringern wĂŒrden. Gleichzeitig wĂ€chst die Sorge, ob Europa die entstehenden FĂ€higkeitslĂŒcken rechtzeitig schlieĂen kann. Besonders in Bereichen wie AufklĂ€rung, Luftbetankung, strategischem Transport und modernen Drohnensystemen sind viele europĂ€ische Staaten weiterhin stark von den USA abhĂ€ngig.Die Trump-Regierung begrĂŒndet den Kurswechsel vor allem mit dem wachsenden geopolitischen Wettbewerb mit China. Die USA wollen ihren militĂ€rischen Schwerpunkt zunehmend in den Indopazifik verlagern und sich auf mögliche Konflikte rund um Taiwan sowie das SĂŒdchinesische Meer konzentrieren. Kritiker warnen jedoch davor, dass ein schneller RĂŒckzug amerikanischer FĂ€higkeiten Russland als Zeichen nachlassender Abschreckung interpretieren könnte.Wie stark wĂŒrde die NATO von einem teilweisen RĂŒckzug der USA tatsĂ€chlich getroffen? Kann Europa die fehlenden FĂ€higkeiten aus eigener Kraft ersetzen? Und welche Folgen hĂ€tte die strategische Neuorientierung Washingtons fĂŒr die Sicherheit Europas? DarĂŒber spricht ZDFheute live mit Egon Ramms, Ex-Nato-General und General a.D. des Heeres der Bundeswehr sowie den ZDF-Korrespondenten Isabel SchĂ€fers und David Sauer.








