Seit einem Jahr dominiert der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die europĂ€ische und transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik und hat VerbĂŒndete wie Partner gezwungen, bisherige strategische Positionen und PrioritĂ€ten zu ĂŒberdenken und erheblich anzupassen. Im Zuge dieser Entwicklung dĂŒrfte die angestrebte NATO-Mitgliedschaft Schwedens und Finnlands nach Jahrzehnten strategischer NeutralitĂ€t das sicherheitspolitische Gleichgewicht in Europa erheblich verĂ€ndern. Gleichzeitig stellt die dramatische Polarisierung durch den Krieg nicht nur die Konzepte der kooperativen Sicherheit und der BĂŒndnisneutralitĂ€t, sondern auch alte Partnerschaften auf die Probe. Der Krieg lĂ€sst das BĂŒndnis wieder die Notwendigkeit der kollektiven Verteidigung erkennen und erfordert, Sicherheitsengagements mit aktuellen und potenziellen, bisher bĂŒndnisfreien Partnern zu ĂŒberdenken und anzupassen. Am Vorabend der diesjĂ€hrigen MĂŒnchner Sicherheitskonferenz â fast genau ein Jahr nach Kriegsbeginn und mit Blick auf den kommenden NATO-Gipfel in Vilnius im Juli â bietet sich die Gelegenheit, diese Themen mit EntscheidungstrĂ€gern/-innen und Experten/-innen zu erörtern. Wo stehen wir im Erweiterungsprozess der NATO auch im Hinblick auf die jĂŒngsten Debatten diesbezĂŒglich? Welche Herausforderungen und Chancen stellen sich bei der Integration der gut ausgerĂŒsteten StreitkrĂ€fte Finnlands und Schwedens in die NATO? Welche Schritte kann die NATO auĂerdem unternehmen, um enger mit Nicht-NATO-Mitgliedern zusammenzuarbeiten â Âzur Verbesserung der kollektiven Sicherheit und Vermeidung weiterer militĂ€rischer Konflikte in Europa? Und: was bedeutet die RĂŒckkehr zur kollektiven Verteidigung fĂŒr die Rolle des MilitĂ€rs und der Verteidigung als politische PrioritĂ€t in den NATO-Mitgliedstaaten?
Um diese Fragen genauer zu diskutieren, laden der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Dr. Florian Herrmann MdL, und der PrĂ€sident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft, BM a.D. Christian Schmidt, Hoher ReprĂ€sentant fĂŒr Bosnien und Herzegowina, zu folgender Veranstaltung ein:
RĂŒckkehr zur kollektiven Verteidigung â Die NATO, ihre Erweiterung
und die Zusammenarbeit mit Nicht-NATO Partnern
BegrĂŒĂung
Dr. Florian Herrmann MdL
Leiter der Bayerischen Staatskanzlei
Staatsminister fĂŒr Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien
BM a.D. Christian Schmidt
Hoher ReprĂ€sentant fĂŒr Bosnien und Herzegowina
PrÀsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft
Botschafter Dr. Christoph Heusgen (tbc)
Vorsitzender der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz
Diskussion
S.E. Dr. PÄl Henning Jonson
Verteidigungsminister von Schweden
General Christopher G. Cavoli
Oberbefehlshaber der NATO-Truppen
Dr. Jana Puglierin
Leiterin des Berliner BĂŒros und Senior Policy Fellow
European Council on Foreign Relations (ECFR)
BM a.D. Christian Schmidt
Hoher ReprĂ€sentant fĂŒr Bosnien und Herzegowina
PrÀsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft
Abschlussworte
Brigadegeneral a.D. Helmut Dotzler
Leiter Regionalkreis MĂŒnchen DAG
Moderation
Dr. Liana Fix
Historikerin und Politikwissenschaftlerin
Fellow Council on Foreign Relations (CFR)
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der 59. MĂŒnchner Sicherheitskonferenz statt und wird auf Englisch durchgefĂŒhrt. Sie wird simultan ins Deutsche ĂŒbersetzt.



