Am 8. Mai 2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa zum 80. Mal. Dieser Tag markiert das Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die Millionen Menschenleben forderte. Das Ende des verbrecherischen NS-Regimes war für Europa zweifelsohne eine Befreiung. Jedoch: die Hälfte Europas – und auch die Hälfte Deutschlands – kam vom Regen in die Traufe: Auf die nationalsozialistische Gewaltherrschaft folgte die kommunistische Diktatur. Der Historiker Hubertus Knabe, prominenter Kenner der DDR-Geschichte, ruft in seinem Buch „Tag der Befreiung?“ diese oft vernachlässigte Seite des Kriegsendes und das damit verbundene Leid der deutschen Bevölkerung eindringlich in Erinnerung. Während Westdeutschland in der Nachkriegszeit Demokratie und Freiheit erlangte, erlebten viele Ostdeutsche eine erneute Diktatur. Der Terror der Nachkriegszeit in Ostdeutschland schuf die Voraussetzung für die Etablierung der mehr als 40-jährigen SED-Diktatur in Ostdeutschland.
Warum wird der 8. Mai in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich bewertet? Welche Folgen ergeben sich durch unterschiedliche Erfahrungen in Ost und West auf das Selbstverständnis sowie auf die historische und politische Kultur in Deutschland bis heute? Welche Lehren ziehen wir aus den Erfahrungen der totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts für die Demokratie in unserer Zeit?
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