20 Jahre nach 9 | 11

20 Jah­re nach sei­nem Beginn ist der Afgha­ni­stan­krieg mit einem voll­stän­di­gen Desas­ter des Wes­tens zu Ende gegan­gen. Wie konn­te es dazu kom­men? War der Anti­ter­ror­krieg als Reak­ti­on auf 9|11 von Anfang an ein Feh­ler? Dar­über dis­ku­tiert Diet­mar Rin­gel mit sei­nen Gäs­ten. Eine Koope­ra­ti­ons­ver­an­stal­tung mit dem »Forum« beim Info­ra­dio rbb:

Die Anschlä­ge von New York und Washing­ton im Sep­tem­ber 2001 ver­än­der­ten die Welt. Die USA und ein welt­wei­tes Staa­ten­bünd­nis erklär­ten dem isla­mis­ti­schen Ter­ror den Krieg, die NATO rief erst­mals in ihrer Geschich­te den Bünd­nis­fall aus. Ziel soll­te es sein, die Draht­zie­her der Anschlä­ge auf­zu­spü­ren und aus­zu­lö­schen, die sich in Afgha­ni­stan ver­schanzt hatten.

Doch je län­ger der Krieg dau­er­te, des­to mehr wur­de er zum Ver­such, Tei­le des Nahen und Mitt­le­ren Ostens nach west­li­chem Vor­bild umzu­ge­stal­ten. Das führ­te zu neu­en Kon­flik­ten und Wider­sprü­chen – auch inner­halb der von den USA geführ­ten Antiterrorallianz.

Doch der Afgha­ni­stan­krieg ist mit einem voll­stän­di­gen Desas­ter zu Ende gegan­gen. Wel­che Leh­ren muss der Wes­ten dar­aus ziehen? 

Dar­über diskutieren: 

Dr. Mag­da­le­na Kirch­ner, Lei­te­rin des Büros der Fried­rich-Ebert-Stif­tung in Kabul 

Boris Ruge, stell­ver­tre­ten­der Lei­ter der Mün­che­ner Sicherheitskonferenz 

Prof. Peter Neu­mann, Ter­ro­ris­mus­ex­per­te am King´s Col­le­ge London 

Rachel Tau­send­freund, Ger­man Mar­shall Fund

Mode­ra­to­rin: Diet­mar Ringel

Die Dis­kus­si­on wur­de im Restau­rant Il Pun­to in Ber­lin-Mit­te am 2. Sep­tem­ber auf­ge­zeich­net. Die Ver­an­stal­tung ist eine Zusam­men­ar­beit von Info­ra­dio und der Deutsch-Atlan­ti­schen Gesellschaft.

Zu Gast:

Dr. Magdalena Kirchner

Leiterin des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kabul

Magdalena Kirchner studierte Politikwissenschaften und Geschichte an der Universität Heidelberg und Aarhus. Der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Untersuchung lag auf Konfliktforschung und Außenpolitik im Kontext des internationalen Krisenmanagements. An der Universität Heidelberg arbeitete sie als Dozentin am Institut für Politikwissenschaften, wo sie die Arbeitsgruppe „Konflikte im Mittleren Osten und Maghreb“ leitete. Internationale Arbeitserfahrung sammelte sie in der Türkei, in Israel und Jordanien. Darüber hinaus arbeitete sie als Senior Projektkoordinatorin für die Jugendorganisation der Deutschen Atlantischeb Gesellschaft (Youth Atlantic Treaty Association YATA), wo sie außerdem Beisitzerin des Vorstandes war. 2014 promovierte Kirchner an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg in International Relations and Affairs Grade summa cum laude. Anschließend war sie Associate Fellow der DGAP, Transatlantic Postdoctoral Fellow bei der SWP und der RAND Corporation in Washington D. C.. Von 2018 bis 2019 war Kirchner Chief Operation Officer und Senior Analyst bei CONIAS (Conflict Information and Analysis System) Risk Intelligence, seit Juni 2019 ist sie die Leiterin des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kabul.

Moderation:

Dietmar Ringel

Journalist, Moderator (Inforadio rbb)

Dietmar Ringel wurde 1958 in Leipzig geboren und ist seit 1984 beim Hörfunk. Los ging es im DDR-Rundfunk, zunächst in der Außenpolitik, später beim Jugendsender DT64. Nach den spannenden Wendejahren kamen Erfahrungen beim Privatfunk hinzu. Mit kurzen Ausflügen zu MDR-Info und Antenne Brandenburg, arbeitet Dietmar Ringel seit 1998 beim Inforadio, mit dem die Deutsche Atlantische Gesellschaft regelmäßig Kooperationsveranstaltungen durchführt.

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