Am 14. Mai hat eine Parlamentsmehrheit in Georgien trotz massiver Proteste der Bevölkerung das Gesetz mit dem Titel âĂber Transparenz auslĂ€ndischen Einflussesâ beschlossen. Kritiker sehen im sogenannten âAgentengesetzâ eine Weichenstellung weg von der EU, hin zu Russland.
Die Regierungspartei âGeorgischer Traumâ hatte bereits im vergangenen Jahr die Verabschiedung des Gesetzes geplant, unter dem Eindruck von Massenprotesten musste es im MĂ€rz 2023 zurĂŒckgezogen werden. In leicht verĂ€nderter Form fand es nun die Zustimmung im Parlament, obwohl erneut Zehntausende auf die StraĂe gingen. Die Polizei ging dabei mit Gewalt gegen die Demonstranten vor, Oppositionspolitiker sollen gezielt von den EinsatzkrĂ€ften angegriffen worden sein. In letzter Konsequenz stellt das umstrittene Gesetz einen Versuch dar, die Zivilgesellschaft zu kontrollieren â ganz nach dem Vorbild des russischen Agentengesetzes von 2012. Es fĂŒhrt zu einer erheblichen EinschrĂ€nkung der Arbeit der NGOs und der unabhĂ€ngigen Medien in Georgien und engt den Raum fĂŒr kritische Stimmen weiter ein. Zudem hat die EU bereits klargestellt, dass das Gesetz den EU-Beitrittsprozess gefĂ€hrden kann â seit Ende 2023 ist Georgien Beitrittskandidat der EuropĂ€ischen Union, im Land befĂŒrworten ĂŒber 80% der Bevölkerung einen EU-Beitritt.
Wie und warum ist das âAgentengesetzâ zustande gekommen? Welche Rolle hat Russland dabei gespielt? Was genau bedeutet das Gesetz fĂŒr Georgien und seine Perspektive auf einen EU-Beitritt? Was bedeutet es im Umkehrschluss fĂŒr die Erweiterungspolitik der EU? Und wie können die LĂ€nder Europas die KrĂ€fte in Georgien unterstĂŒtzen, die eine engere Anbindung ihres Landes an Russland fĂŒrchten und sich eine europĂ€ische Zukunft wĂŒnschen? Diskutieren Sie darĂŒber mit unseren Expertinnen und Experten!
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Start: 17:00 Uhr
Dr. Constantin Groth, Programmreferent bei der Friedrich-Naumann-Stiftung fĂŒr die Freiheit / Thomas-Dehler-Stiftung
Diskussion: Zwischen Russland und der EU â wohin steuert Georgien?
Thomas Hacker MdB, PrÀsident der Thomas-Dehler-Stiftung und Europapolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion
Nino Kalandadze, Ehem. stellvertretende AuĂenministerin Georgiens, Leiterin des Chavchavadze Centers
Katrin Bannach, Projektleiterin SĂŒdkaukasus der Friedrich-Naumann-Stiftung fĂŒr die Freiheit
Moderation: Mariam Kublashvili, VizeprÀsidentin von YATA International und Junger DAG (YATA Germany)



