Youth Mediterranean Dialogue 2019 – Eine Woche in Madrid

YATA Spa­ni­en hat­te ein­ge­la­den und vie­le sind gekom­men: über 30 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer von vier Kon­ti­nen­ten (Aus­tra­li­en war nicht dabei) arbei­te­ten eine Woche lang in ver­schie­de­nen Work­shops des Youth Medi­ter­ra­ne­an Dia­lo­gue (YMD) an Emp­feh­lun­gen für Hand­lungs­fel­der der NATO. Dabei stan­den sowohl regio­na­le Schwer­punkt­the­men des Mit­tel­meer­rau­mes, wie etwa die Ent­wick­lung von NATO Nach­bar­staa­ten nach dem ara­bi­schen Früh­ling, als auch glo­ba­le Her­aus­for­de­run­gen wie Cyber­si­cher­heit und sicher­heits­po­li­ti­sche Fol­gen des Kli­ma­wan­dels auf dem Kon­fe­renz­plan. Zusätz­lich kamen hoch spe­zia­li­sier­te Gast­re­fe­ren­tin­nen und ‑refe­ren­ten in die »Don Qui­cho­te« Mili­tär­re­si­denz, um die Teil­neh­mer an ihrem Fach­wis­sen zu den unter­schied­li­chen The­men teil­ha­ben zu las­sen und sich teils hit­zi­gen Dis­kus­sio­nen zu stel­len. Abge­run­det wur­de das abwechs­lungs­rei­che Pro­gramm durch diver­se Exkur­sio­nen zu Dienst­stel­len der spa­ni­schen Streit­kräf­te und des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums, die mit gro­ßem Auf­wand detail­lier­te Ein­bli­cke in ihren Auf­trag und ihre Arbeit gaben. So erläu­ter­te bei­spiels­wei­se der Stabs­chef des spa­ni­schen Mari­ne­haupt­quar­tiers per­sön­lich sei­ne Sicht der Lage auf den Welt­mee­ren und selbst der Besuch bei der Kata­stro­phen­schutz­ein­heit UME konn­te der par­al­le­len Ein­satz­be­las­tung zum Trotz statt­fin­den und lie­fer­te so exklu­si­ve Ein­drü­cke der zeit­gleich lau­fen­den Mis­si­on im von schwe­ren Über­schwem­mun­gen geplag­ten Süd­os­ten des Lan­des.

Bei all den Input- und Arbeits­pha­sen hat­ten die Orga­ni­sa­to­ren von YATA Spain aller­dings auch reich­lich Frei­zeit ein­ge­plant, die von den inter­na­tio­na­len Gäs­ten ger­ne genutzt wur­de, um die Dis­kus­sio­nen im klei­nen Kreis fort­zu­set­zen, sich unter­ein­an­der aus­zu­tau­schen und natür­lich auch, um die spa­ni­sche Haupt­stadt zu erkun­den.

Die Woche in Madrid brach­te somit nicht nur vie­le inter­es­san­te Ein­drü­cke und Inhal­te mit sich, son­dern auch diver­se Anknüpf­punk­te per­sön­li­cher Netz­wer­ke und eini­ge wei­ter­füh­ren­de Ver­ab­re­dun­gen.

Der Youth Medi­ter­ra­ne­an Dia­lo­gue 2020 wird aller Vor­aus­sicht nach wie­der im Sep­tem­ber statt­fin­den – über die genau­en Daten und die Aus­schrei­bung wird YATA Ger­ma­ny recht­zei­tig infor­mie­ren!

Ein Beitrag von:

Pieter Brandt

Offizier der deutschen Luftwaffe

Schon seit einigen Jahren bin ich Mitglied in der Deutschen Atlantischen Gesellschaft; auf YATA Germany wurde ich erst durch die Ausschreibung zum NATO’s Future Seminar 2018 aufmerksam. Seitdem durfte ich noch an weiteren nationalen und internationalen Veranstaltungen von DAG und YATA teilnehmen, dabei tolle Menschen kennenlernen und viele spannende Einblicke in ganz verschiedene Themenfelder der Sicherheits- und Verteidigungspolitik nehmen.

Als Offizier der deutschen Luftwaffe sehe ich den größten Wert der NATO dort, wo wir vom „scharfen Ende der Demokratie“ sprechen und habe sie schon mehrfach zu schätzen gelernt: sowohl in nationalen als auch internationalen Ausbildungsabschnitten durfte ich hautnah erleben, was das Bündnis zu leisten im Stande ist. Vor allem im Einsatz hat mich der Zusammenhalt unter den „NATO nations“ tief beeindruckt.

Auf der Jahreshauptversammlung 2019 wurde ich in den Vorstand der YATA Germany gewählt und freue mich darauf, zusammen mit unserer Präsidentin, den anderen BeisitzerInnen und engagierten YATA Mitgliedern an weiteren interessanten Projekten zu arbeiten, um dem Ziel unserer Gesellschaft etwas näher zu kommen: das Verständnis für Arbeit und Aufgaben der NATO möglichst weit in die Gesellschaft zu tragen.

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Kamala Jakubeit MSSc

Wissenschaftliche Mitarbeiterin · YATA Germany Vorstandsmitglied
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