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Sind militärische Interventionen heutzutage noch notwendig und wirkungsvoll?

Der Regionalkreis Karlsruhe der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und die Gesellschaft für Sicherheitspolitik – Sektion Karlsruhe – haben sich gefreut, Sie zu einer Online-Veranstaltung zum Thema »Sind militärische Interventionen heutzutage noch notwendig und wirkungsvoll?« begrüßen zu können.

Diese – gewiss nicht nur rhetorische – Frage hatte der ehemalige Chef des französischen Generalstabs und Vorsitzende des EU-Militärausschusses, Henri Bentégeat, in einem vielbeachteten Vortrag vor der Pariser Akademie der Wissenschaften aufgeworfen.

Dabei hatte er das Engagement Frankreichs außerhalb seines Landes während der vergangenen 25 Jahre, besonders aber die Einsätze in Mali und der Sahelzone, ebenso wie in Afghanistan und im Kosovo im Blick. Sie alle seien riskant, teuer und mit unsicherem Ausgang verbunden. Erschwerend käme bei internationalen Koalitionen oftmals divergierende Ansichten über die Zielsetzung bzw. Zielerreichung hinzu.

Wichtig bei einer Auslandsmission sei auch die Akzeptanz des Engagements durch die Bevölkerung des Gastlandes sowie der des eigenen Landes. Während diese zu Beginn vielfach vorhanden und begrüßt würde, schwinde sie aber mit zunehmender Dauer und bei ausbleibendem raschen Erfolg. Desinteresse und Unverständnis bis hin zur Ablehnung seien dann oft die Folge.

Deshalb halte er den schon von Clausewitz postulierten Gleichklang der Auffassung zum Engagement bei der Bevölkerung, dem militärischen Führer und der Regierung für absolut notwendig. Der Vortrag kann über folgenden Link in französischer Sprache angehört werden: https://www.canalacademie.com/ida12327-Les-interventions-militaires-de-la-France-sont-elles-encore-utiles-et-efficaces.html

Seit den 90er Jahren ist die Bundeswehr teils dauerhaft, teils langjährig im Auslandseinsatz engagiert. Derzeit sind rund 3.000 Soldatinnen und Soldaten in 12 Missionen auf 3 Kontinenten eingesetzt. Vor diesem Hintergrund haben wir die Ausgangsfrage im Rahmen unserer Webveranstaltung auch aus deutscher Sicht behandelt und sie einem militärischen Fachmann vorlegen können.

Hierzu konnten wir Herrn GenLt a.D. Richard Roßmanith gewinnen.

Er ist Präsidiumsmitglied der Gesellschaft für Sicherheitspolitik und war auf seinem letzten Dienstposten von 18. Dezember 2012 bis 31. Januar 2018 Befehlshaber des Kommandos Operative Führung Eingreifkräfte bzw. ab 01. Juli 2013 Befehlshaber des Nachfolgekommandos Multinationales Kommando Operative Führung in Ulm.
Nach seinem einführenden Vortrag hatten die Zuschauer die Möglichkeit ihm Fragen zu stellen.

Zu Gast:

Generalleutnant a.D. Richard Roßmanith

Generalleutnant des Heeres a.D.

Richard Roßmanith ist ein Generalleutnant des Heeres der Bundeswehr a. D. und war auf seinem letzten Dienstposten von 18. Dezember 2012 bis 31. Januar 2018 Befehlshaber des Kommandos Operative Führung Eingreifkräfte bzw. ab dem 1. Juli 2013 Befehlshaber des Nachfolgekommandos Multinationales Kommando Operative Führung in Ulm. Seine Orden und Ehrenzeichen umfassen u. a. das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold, die Einsatzmedaille NATO, die Einsatzmedaille der Bundeswehr SFOR, die Einsatzmedaille der Bundeswehr KFOR, die Einsatzmedaille Bundeswehr ISAF, die Meritorious Service Medal der Vereinigten Staaten sowie Einsatzmedaillen aus Frankreich und Italien.

Moderation:

Pieter Brandt

Officer of the German Air Force

Pieter Brandt ist Offizier der deutschen Luftwaffe und sieht den größten Wert der NATO dort, wo wir vom „scharfen Ende der Demokratie“ sprechen. Sowohl in nationalen als auch internationalen Ausbildungsabschnitten konnte er hautnah erleben, was das Bündnis zu leisten im Stande ist. Vor allem im Einsatz hat ihn der Zusammenhalt unter den „NATO nations“ tief beeindruckt. Schon seit einigen Jahren ist Pieter Brandt Mitglied in der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und wurde er durch die Ausschreibung zum NATO’s Future Seminar auf YATA Germany aufmerksam.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Oberstleutnant d.R. Rudolf Horsch

Regionalkreisleiter
Regionalkreis Karlsruhe
 
07225 / 91 68 320
07225 / 91 68 321

Elisabet Tsirkinidou M.A.

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