Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.
Soldaten der Bundeswehr und GĂ€ste aus allen Teilen der Gesellschaft fĂŒllen bei den WintervortrĂ€gen in der Gaesdonck die Stuhlreihen am 31.01.2023 in Goch.

Zur Kenntnis nehmen, dass es Gefahren gibt

Vortrag im Niederrhein von NRW-Innenminister Herbert Reul: »Kritische Infrastruktur besser schĂŒtzen«

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Goch. Wenn die Aula des Collegium Augustinianum Gaesdonck in Goch aus allen NĂ€hten platzt, wenn Soldaten der Bundeswehr Seite an Seite mit GĂ€sten aus allen Teilen der Gesellschaft die Stuhlreihen fĂŒllen, und wenn am Ende eines fesselnden Vortrages nicht enden wollender Applaus den Saal erfĂŒllt – dann ist Wintervortrag des Luftwaffenstandortes Kalkar-Kleve mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft (DAG). Gemeinsam mit dem Direktor der Gaesdonck, Dr. Markus Oberdörster, und dem Regionalleiter Niederrhein der DAG, Oberstleutnant a. D. Michael Urban, konnte der Stellvertreter des Kommandeurs Zentrum Luftoperationen und StandortĂ€lteste Kalkar-Kleve, Generalmajor Michael Hogrebe ĂŒber 650 GĂ€ste auf der Gaesdonck begrĂŒĂŸen. Sie alle freuten sich auf NRW Innenminister Herbert Reul, der zu dem Thema „Kritische Infrastruktur besser schĂŒtzen“ vortrug. Er tat dies lebendig, authentisch und mit erfrischender BĂŒrgernĂ€he.

Zahlreiche GĂ€ste aus Politik, Bundeswehr, Schulen und Gesellschaft

Unter den GĂ€sten waren neben dem BĂŒrgermeister der Stadt Goch, Ulrich Knickrehm, auch der Landrat des Kreises Kleve, Christoph Gerwers, und der Landtagsabgeordnete Dr. GĂŒnther Bergmann. Auch zahlreiche SchĂŒlerinnen und SchĂŒler waren gekommen – neben dem Collegium Augustinianum auch die Gymnasien aus Goch und Kevelaer. „Eine tolle Zusammensetzung des Publikums“, freute sich Minister Reul zu Beginn seiner AusfĂŒhrungen, „Jung und Alt, Bundeswehr und zivil.“ Mit Blick auf zahlreiche Vertreter von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei freute sich Reul ĂŒber „sehr viel Fachexpertise zum Thema Kritische Infrastruktur“.

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sei fĂŒr die Staatengemeinschaft Europas ein Weckruf gewesen, so der Innenminister zur Einleitung seines eigentlichen Vortrags. Aber bereits zuvor habe es Ereignisse gegeben, die deutlich gemacht haben, wie verletzlich unser Land ist. Sowohl die Corona-Pandemie mit ihren LieferengpĂ€ssen zum Beispiel bei Medikamenten, als auch die verheerende Flutkatastrophe vom Sommer 2021 hĂ€tten zahlreiche SchwĂ€chen bei der Krisenvorsorge in Deutschland aufgedeckt. „Das wichtigste ist“, so Minister Reul, „dass wir zur Kenntnis nehmen, dass es Gefahren gibt.“

Schutz der kritischen Infrastruktur und Sicherheit im Netz: Herausforderungen meistern

Jetzt gĂ€lte es, die richtigen Antworten auf diese Gefahren zu finden. Eine SchwĂ€che, die die Flut aufgezeigt habe, sei zum Beispiel die unzureichende Zusammenarbeit zwischen den BundeslĂ€ndern, aber auch zwischen unterschiedlichen Behörden gewesen. Trotzdem sprach sich Reul klar gegen eine Zentralisierung von Aufgaben des Katastrophenschutzes auf Bundesebene aus. „Es gibt gute Lösungsmöglichkeiten die zwischen Bund und LĂ€ndern liegen“, so Reul. Als Beispiel nannte er das Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), eine Bund-LĂ€nder-Einrichtung mit Sitz in Bonn.

Als eines der wichtigsten Aufgabenfelder fĂŒr die Zukunft sieht der erfahrene Politiker Reul die Sicherheit im Netz: „Hier lauern große Gefahren.“ Man mĂŒsse das Unmögliche fĂŒr möglich halten so der Minister weiter. „Diese Erkenntnis und die Konsequenzen daraus gehören in die Chefetagen“, so Reul, „in der Industrie genauso wie in Politik und Behörden.“ AusdrĂŒcklich warb er fĂŒr eine engere Zusammenarbeit unterschiedlicher Player wie Polizei, Bundeswehr oder Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik.

Langanhaltender Applaus und zahlreiche Fragen bei der Diskussionsrunde nach dem Vortrag zeigten, wie sehr dieses Thema die Menschen bewegt. Mit einem PrĂ€sent aus der Region und dem Dank fĂŒr die Zeit die er sich genommen hat, verabschiedete Generalmajor Hogrebe den Innenminister. Dieser bewies BĂŒrgernĂ€he, indem er sich noch fĂŒr Fotos mit SchĂŒlern zur VerfĂŒgung stellte und auch auf Fragen aus dem Publikum einging.

Autor: Klaus Sattler
Bilder: Patrik Bransmöller

Zu Gast:

Minister Herbert Reul

Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen

Herbert Reul, geboren am 31. August 1952, ist ein deutscher Politiker (CDU) und seit dem 30. Juni 2017 Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen. 1985 bis 2004 gehörte Reul dem Landtag Nordrhein-Westfalen an, war von 1985 bis 1991 schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und zuletzt einer ihrer stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Von 2004 gehörte er dem EuropÀischen Parlament an und war dort von Januar 2012 bis Juni 2017 Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im EuropÀischen Parlament. Seit dem 1. Juni 2022 ist Reul erneut Mitglied des Landtages von NRW. Er wurde als Kandidat im Landtagswahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis II direkt gewÀhlt.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Oberstleutnant a. D. Michael K. Urban

Michael Simon

BĂŒroleitung · Referent
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