YouTube

Mit dem Laden des Vide­os akzep­tie­ren Sie die Daten­schutz­er­klä­rung von You­Tube.
Mehr erfah­ren

Video laden

Statt „America First“ nun „Buy American“? Die Biden-Doktrin unter der Lupe

Zu Gast im Café C/O Ber­lin im Ame­ri­ka­haus am Bahn­hof Zoo­lo­gi­scher Garten 

Der neue US-Prä­si­dent Joe Biden betont ger­ne, er mache Außen­po­li­tik für die ame­ri­ka­ni­sche Mit­tel­schicht. Sei­ne Han­dels­po­li­tik soll dem ame­ri­ka­ni­schen „Heart­land“ nut­zen, sei­ne Ver­tei­di­gungs­po­li­tik ermög­li­chen, dass Tau­sen­de Sol­da­ten aus Kampf­ein­sät­zen wie in Afgha­ni­stan zurück­ge­holt wer­den kön­nen und sein Diplo­ma­ti­sches Corps stets die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der welt­größ­ten Volks­wirt­schaft im Blick haben. Die Ungleich­heit im Land müs­se nivel­liert wer­den, so das zugrun­de­lie­gen­de Cre­do. Doch wie passt die­ser Fokus auf den sozia­len Frie­den in den USA mit dem Anspruch einer glo­ba­len Füh­rungs­rol­le in den viel­fäl­ti­gen inter­na­tio­na­len Kri­sen zusam­men? Wie deckt sich das Ziel, zuerst die Demo­kra­tie „zu Hau­se“ zu repa­rie­ren, mit dem glo­ba­len Bünd­nis der Demo­kra­tien, das Biden zum Kon­tern der Sys­tem­kon­kur­renz mit dem auto­ri­tä­ren Chi­na schmie­det? Wie groß ist über­haupt das Gele­gen­heits­fens­ter für Bidens Ambi­tio­nen, könn­ten sich doch bei den Zwi­schen­wah­len 2022 die Mehr­heits­ver­hält­nis­se im Kon­gress wie­der zuguns­ten der Repu­bli­ka­ner ändern?

Es gilt, die­se Ver­wo­ben­heit der Innen- und Außen­po­li­tik zu ver­ste­hen, gera­de aus Sicht der euro­päi­schen Bünd­nis­part­ner. In einer Welt der neu­en Groß­macht­ri­va­li­tät scheint eine Rück­kehr zum Sta­tus quo ante der trans­at­lan­ti­schen Bezie­hun­gen – vor dem „Ame­ri­ca First“-Kurs Donald Trumps – nicht ohne wei­te­res mög­lich. Umso wich­ti­ger ist es, einen Schritt zurück­zu­ge­hen und innen­po­li­ti­sche Grund­la­gen der glo­ba­len US-Kri­sen­re­ak­ti­on zu unter­su­chen, um dann in einem Aus­blick die Fol­gen für die trans­at­lan­ti­sche Zusam­men­ar­beit in aktu­el­len Kon­flikt­re­gio­nen zu thematisieren.

Wir haben uns gefreut, Sie zu die­ser Ver­an­stal­tung begrü­ßen zu dür­fen, und in der anschlie­ßen­den Fra­ge­run­de nach der mode­rier­ten Dis­kus­si­on mit Ihnen ins Gespräch gekom­men zu sein. 

Die­se Dis­kus­si­on im Rah­men unse­rer neu­en Ver­an­stal­tungs­rei­he »Die Welt bei einem Kaf­fee« fand in Koope­ra­ti­on mit der Ber­li­ner Arbeits­grup­pe für Sicher­heits­po­li­tik (BAS) statt. Vie­len Dank an alle Beteiligten!

Zu Gast:

Dr. Katharina Emschermann

Stellvertretende Direktorin, Centre for International Security, Hertie School

Dr. Katharina Emschermann ist stellvertretende Direktorin am Centre for International Security der Hertie School in Berlin. Dort leitet sie die Outreach-Arbeit und moderiert den Podcast „Berlin Security Beat“. Zuvor war sie außenpolitische Referentin und Interimsbüroleiterin von Jürgen Trittin, MdB. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin hat sie an der Universität Bremen zu sicherheitspolitischen Fragen geforscht und wurde mit einer Arbeit zu (Nicht-)Interventionsrechtfertigungen promoviert.

Dr. Laura von Daniels

Forschungsgruppenleiterin Amerika bei der Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin

Dr. Laura von Daniels ist seit 2019 Leiterin der Forschungsgruppe Amerika der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Sie hat zuvor als Visiting Assistant Professor of Political Economy an der Central European University Budapest und an der Universität der Bundeswehr in Hamburg unterrichtet. Von 2011 bis 2012 war sie als Thyssen Fellow am Weatherhead Center for International Affairs der Harvard University. Zuvor forschte sie als DAAD-Stipendiatin an der Princeton University. Zwischen 2006 und 2010 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem DFG-geförderten Projekt zu Schuldenkrisen in Schwellen- und Entwicklungsländern an der Hertie School of Governance in Berlin. Für 2021/22 wurde sie von der Münchener Sicherheitskonferenz und der Körber-Stiftung als Munich Young Leader ausgewählt.

Moderation:

Marina Kormbaki

Politische Reporterin für ThePioneer

Im Sommer 2015 kam Marina Kormbaki in die Hauptstadt, um fortan über Macht und Menschen im Regierungsviertel zu berichten. Die Grünen stehen bei ihr unter besonderer Beobachtung. Ebenso wie die Außenpolitik - weswegen die 38-Jährige auch gern mal Berlin verlässt und sich auf Recherche ins Ausland begibt. Bei ThePioneer, einem Medienformat neuen Typs für partizipativen Politik- und Wirtschaftsjournalismus, ist Kormbaki Co-Autorin des Security Briefing, einem Newsletter zu Geopolitik, Verteidigung und Diplomatie.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Christina Forsbach

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dorotheenstraße 84 · 10117 Berlin
030 20649-134
030 20649-136