Mit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine seit 2022 ist die Bedeutung von Cyberangriffen und Desinformation deutlich sichtbar geworden. Angriffe auf staatliche Institutionen, kritische Infrastrukturen und digitale Netzwerke gehören heute ebenso zum Instrumentarium moderner Kriegsführung wie gezielte Einflussoperationen in sozialen Medien. Ziel ist dabei nicht nur die Schwächung militärischer Fähigkeiten, sondern auch die Verunsicherung von Gesellschaften und die Beeinflussung politischer Entscheidungen. Besonders die baltischen Staaten haben sich aufgrund ihrer geografischen Lage und ihrer Erfahrungen mit russischen Einflussversuchen frühzeitig auf diese Bedrohungen eingestellt. Vor allem Estland gilt international als Vorreiter bei der digitalen Resilienz, dem Schutz kritischer Infrastrukturen und der Einbindung der Gesellschaft in Fragen der nationalen Sicherheit.
Welche Lehren kann Deutschland aus den Erfahrungen der baltischen Staaten ziehen? Wie können Staat und Gesellschaft widerstandsfähiger gegenüber Cyberangriffen und Desinformation werden? Und welche Rolle spielt die Gesamtverteidigung in einer zunehmend hybriden Sicherheitsordnung?
Darüber diskutieren wir mit Botschafter a.D. Christoph Eichhorn, der während seiner Zeit als deutscher Botschafter in Estland die dortigen Entwicklungen aus nächster Nähe begleiten konnte.
Die Moderation ĂĽbernimmt Christina Bachmann von der Gesellschaft fĂĽr Sicherheitspolitik e.V. (GSP).
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