Auch in diesem Jahr findet der Essaywettbewerb unserer YATA statt. Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen. Bitte geben Sie diese Einladung auch an Interessierte weiter.
Die Youth Atlantic Treaty Association (YATA Germany), die Jugendorganisation der Deutschen Atlantischen Gesellschaft (DAG), schreibt erneut den JĂŒrgen Bornemann NATOâs Future-Preis aus, um junge Menschen im Austausch ĂŒber auĂen- und sicherheitspolitische Themen zu fördern und dabei die Idee der transatlantischen Partnerschaft zu festigen. Die Gewinner des Essaywettbewerbes werden, neben drei attraktiven Preisen, zur internationalen »NATO TalkKonferenz« am 16. November 2020 in Berlin eingeladen und dort im Rahmen der Preisverleihung vor einem internationalen Publikum aus hochrangigen VertreterInnen aus Politik, Diplomatie, MilitĂ€r und Wissenschaft offiziell geehrt.
Dieser Essaywettbewerb soll an Generalleutnant a.D. JĂŒrgen Bornemann, Director of the International Military Staff der NATO von 2009 bis 2013 (â 5. Juni 2019 in Rom) erinnern. Nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Juni 2013, engagierte er sich â in den letzten Jahren als Mitglied im Vorstand â in der DAG. In diesen Jahren hat JĂŒrgen Bornemann die Projekte der DAG deutschlandweit maĂgeblich mitgeprĂ€gt. Neben seiner federfĂŒhrenden Leitung der jĂ€hrlichen NATO Talk-Konferenz im Herbst hat er sich in allen Regionen der Bundesrepublik eingebracht und angeregte Diskussionen mit hochkarĂ€tigen Persönlichkeiten aus dem internationalen auĂen- und sicherheitspolitischen Bereich moderiert, begleitet und initiiert.
Ziel des Essaywettbewerbs ist das Interesse an der NATO und die fachliche Expertise im Bereich AuĂen- und Sicherheitspolitik bei der jungen Generation zu fördern und so General Bornemanns Engagement weiterzutragen.
DiesjÀhrigs Essay-Thema: Strategiewandel durch Klimawandel?
Wenn in Russland der Permafrostboden taut, in Niger Ackerboden unfruchtbar wird und ganze Inseln in Ozeanien vom Meer verschluckt werden, werden die direkten Folgen des Klimawandels sichtbar. LĂ€ngst prĂ€gen die klimatischen VerĂ€nderungen jedoch nicht mehr nur den Alltag der Menschen in den betroffenen Regionen. Auch in Deutschland, der EU und der NATO mĂŒssen sicherheitspolitische Strategien an die neuen UmstĂ€nde angepasst werden. Denn der Klimawandel ist nicht lĂ€nger ein Zukunftsszenario, sondern ist schon jetzt ein entscheidender Faktor in vielen Konfliktkontexten und stellte auch die Regierungen sowie nationalen Armeen im Ausland vor neue Herausforderungen.
Klimawandel und Sicherheitspolitik sind nicht mehr voneinander zu trennen.
Vor einigen Monaten dominierte vor allem die BekĂ€mpfung des Klimawandels als gesamtgesellschaftliche Herausforderung den öffentlichen Diskurs in Deutschland. Zwar hat die Bewegung »Fridays for Future« einer breiten Ăffentlichkeit und auch Teilen der Bundesregierung die Dringlichkeit der Lage vor Augen fĂŒhren können, doch die sicherheitspolitische Komponente wurde im Diskurs weitestgehend auĂer Acht gelassen. Allerdings haben klimatische VerĂ€nderungen schon jetzt die Arbeit in den Ministerien und die Planung und DurchfĂŒhrung von AuslandseinsĂ€tzen der Bundeswehr verĂ€ndert. Die Folgen des Klimawandels und Sicherheitspolitik sind nicht mehr voneinander zu trennen und der »vernetzte Ansatz« kann nur nachhaltig erfolgreich sein, wenn klimatische Faktoren berĂŒcksichtigt werden.
Die Auswirkungen des Klimawandels werden die Entwicklungsâ, AuĂenâ, Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Deutschland, den NATO-Mitgliedstaaten und der internationalen Gemeinschaft prĂ€gen. Welchen Einfluss hat diese Entwicklung auf die Zukunft der NATO? Wie wird durch diese Entwicklung die Entscheidungsfindung der NATO beeinflusst? Wie kann die NATO eine »klimastabile« HandlungsfĂ€higkeit des transatlantischen BĂŒndnisses jenseits der 2030er Jahre gewĂ€hrleisten? Welche Prozesse sollten jetzt angestoĂen werden, um auch unter den EinflĂŒssen des Klimawandels das oberste Ziel der NATO â Sicherheit und StabilitĂ€t auf dem BĂŒndnisgebiet sicherzustellen â mit Blick auf Technik, Personal und gesellschaftlichen RĂŒckhalt langfristig erreichen zu können? Wir freuen uns auf Eure Essays zu diesen Fragen inklusive Handlungsempfehlungen an die NAT0.
Die drei besten Essays erhalten folgende Preise:
Platz 1:
Teilnahme an der Delegationsreise der DAG fĂŒr junge Transatlantiker nach Washington D.C. (tbc). Diese einmalige Möglichkeit bietet im Kreise einer ausgewĂ€hlten Delegationsgruppe first-hand Einblicke in zahlreiche Institutionen in Washington D.C. zu erhalten und hinter die Kulissen der U.S.-Amerikanischen Politik kurz nach der U.S. PrĂ€sidentschaftswahl zu blicken. Veröffentlichung des Essays in der Fachzeitschrift S+F Sicherheit und Frieden.
Platz 2:
Teilnahme und komplette KostenĂŒbernahme eines YATA International Seminars in einem NATO Mitglied- oder Partnerstaat.
Platz 3:
Teilnahme und komplette KostenĂŒbernahme an einem sicherheitspolitischen Seminar in Deutschland.
Alle drei Gewinner erhalten Reise- und Ăbernachtungskosten zur offiziellen Preisverleihung im Rahmen der »NATO Talk-Konferenz« am 16. November 2020 in Berlin, sofern diese in diesem Jahr stattfinden wird.
Alle drei Essays werden auf der Homepage von YATA Germany und der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und deren Social Media KanÀlen veröffentlicht.
Teilnahmebedingungen:
Teilnehmen dĂŒrfen alle bis zu 35-JĂ€hrigen (geboren nach dem 01.01.1985) mit deutscher StaatsbĂŒrgerschaft. TeilnehmerInnen dĂŒrfen jeweils nur einen Beitrag einreichen. MitarbeiterInnen, PraktikantInnen und Vorstandsmitglieder der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und YATA Germany sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Sprache: Deutsch
Umfang: 7000 Zeichen (Leerzeichen inklusive)
Format: pdf
Tipps: STRATEGIEPAPIER / POLICY PAPER (weitere Infos)
Teilnahmefrist: 16.08.2020, 11:59 Uhr, Berliner Ortszeit
Auswahlprozess:
Die BeitrĂ€ge werden von einer hochrangigen fĂŒnfköpfigen Jury aus Politik, Wissenschaft, Journalismus und MilitĂ€r bewertet: Generalleutnant a.D. Heinricht BrauĂ, Dr. Katja Leikert, Svenja Sinjen, Werner Sonne, und Veronika Fucela.
Die PreistrÀgerInnen werden bis zum 15.09.2020 schriftlich vom YATA Germany Vorstand informiert.
Wir freuen uns auf Eure Essays!








