Essay-Wettbewerb: »Strategiewandel durch Klimawandel?«

Die drei bes­ten Essays jun­ger Leu­te bis 35 gewin­nen. The­ma ist dies­mal: die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels auf Entwicklungs‑, Außen- und Sicher­heits­po­li­tik.

Lie­be YATAs,
sehr geehr­te Damen und Her­ren,
lie­be Freun­de der Gesell­schaft,

auch in die­sem Jahr fin­det der Essay­wett­be­werb unse­rer YATA statt. Wir freu­en uns auf zahl­rei­che Bewer­bun­gen. Bit­te geben Sie die­se Ein­la­dung auch an Inter­es­sier­te wei­ter.

Die Youth Atlan­tic Trea­ty Asso­cia­ti­on (YATA Ger­ma­ny), die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der Deut­schen Atlan­ti­schen Gesell­schaft (DAG), schreibt erneut den Jür­gen Bor­n­e­mann NATO’s Future-Preis aus, um jun­ge Men­schen im Aus­tausch über außen- und sicher­heits­po­li­ti­sche The­men zu för­dern und dabei die Idee der trans­at­lan­ti­schen Part­ner­schaft zu fes­ti­gen. Die Gewin­ner des Essay­wett­be­wer­bes wer­den, neben drei attrak­ti­ven Prei­sen, zur inter­na­tio­na­len »NATO Talk­Kon­fe­renz« am 16. Novem­ber 2020 in Ber­lin ein­ge­la­den und dort im Rah­men der Preis­ver­lei­hung vor einem inter­na­tio­na­len Publi­kum aus hoch­ran­gi­gen Ver­tre­te­rIn­nen aus Poli­tik, Diplo­ma­tie, Mili­tär und Wis­sen­schaft offi­zi­ell geehrt.

Die­ser Essay­wett­be­werb soll an Gene­ral­leut­nant a.D. Jür­gen Bor­n­e­mann, Direc­tor of the Inter­na­tio­nal Mili­ta­ry Staff der NATO von 2009 bis 2013 († 5. Juni 2019 in Rom) erin­nern. Nach sei­ner Ver­ab­schie­dung in den Ruhe­stand im Juni 2013, enga­gier­te er sich – in den letz­ten Jah­ren als Mit­glied im Vor­stand – in der DAG. In die­sen Jah­ren hat Jür­gen Bor­n­e­mann die Pro­jek­te der DAG deutsch­land­weit maß­geb­lich mit­ge­prägt. Neben sei­ner feder­füh­ren­den Lei­tung der jähr­li­chen NATO Talk-Kon­fe­renz im Herbst hat er sich in allen Regio­nen der Bun­des­re­pu­blik ein­ge­bracht und ange­reg­te Dis­kus­sio­nen mit hoch­ka­rä­ti­gen Per­sön­lich­kei­ten aus dem inter­na­tio­na­len außen- und sicher­heits­po­li­ti­schen Bereich mode­riert, beglei­tet und initi­iert.

Ziel des Essay­wett­be­werbs ist das Inter­es­se an der NATO und die fach­li­che Exper­ti­se im Bereich Außen- und Sicher­heits­po­li­tik bei der jun­gen Genera­ti­on zu för­dern und so Gene­ral Bor­n­e­manns Enga­ge­ment wei­ter­zu­tra­gen.

Diesjährigs Essay-Thema: Strategiewandel durch Klimawandel?

Wenn in Russ­land der Per­ma­frost­bo­den taut, in Niger Acker­bo­den unfrucht­bar wird und gan­ze Inseln in Ozea­ni­en vom Meer ver­schluckt wer­den, wer­den die direk­ten Fol­gen des Kli­ma­wan­dels sicht­bar. Längst prä­gen die kli­ma­ti­schen Ver­än­de­run­gen jedoch nicht mehr nur den All­tag der Men­schen in den betrof­fe­nen Regio­nen. Auch in Deutsch­land, der EU und der NATO müs­sen sicher­heits­po­li­ti­sche Stra­te­gien an die neu­en Umstän­de ange­passt wer­den. Denn der Kli­ma­wan­del ist nicht län­ger ein Zukunfts­sze­na­rio, son­dern ist schon jetzt ein ent­schei­den­der Fak­tor in vie­len Kon­flikt­kon­tex­ten und stell­te auch die Regie­run­gen sowie natio­na­len Arme­en im Aus­land vor neue Her­aus­for­de­run­gen.

Kli­ma­wan­del und Sicher­heits­po­li­tik sind nicht mehr von­ein­an­der zu tren­nen.

Vor eini­gen Mona­ten domi­nier­te vor allem die Bekämp­fung des Kli­ma­wan­dels als gesamt­ge­sell­schaft­li­che Her­aus­for­de­rung den öffent­li­chen Dis­kurs in Deutsch­land. Zwar hat die Bewe­gung »Fri­days for Future« einer brei­ten Öffent­lich­keit und auch Tei­len der Bun­des­re­gie­rung die Dring­lich­keit der Lage vor Augen füh­ren kön­nen, doch die sicher­heits­po­li­ti­sche Kom­po­nen­te wur­de im Dis­kurs wei­test­ge­hend außer Acht gelas­sen. Aller­dings haben kli­ma­ti­sche Ver­än­de­run­gen schon jetzt die Arbeit in den Minis­te­ri­en und die Pla­nung und Durch­füh­rung von Aus­lands­ein­sät­zen der Bun­des­wehr ver­än­dert. Die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels und Sicher­heits­po­li­tik sind nicht mehr von­ein­an­der zu tren­nen und der »ver­netz­te Ansatz« kann nur nach­hal­tig erfolg­reich sein, wenn kli­ma­ti­sche Fak­to­ren berück­sich­tigt wer­den.

Die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels wer­den die Entwicklungs‑, Außen‑, Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­po­li­tik in Deutsch­land, den NATO-Mit­glied­staa­ten und der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft prä­gen. Wel­chen Ein­fluss hat die­se Ent­wick­lung auf die Zukunft der NATO? Wie wird durch die­se Ent­wick­lung die Ent­schei­dungs­fin­dung der NATO beein­flusst? Wie kann die NATO eine »kli­ma­sta­bi­le« Hand­lungs­fä­hig­keit des trans­at­lan­ti­schen Bünd­nis­ses jen­seits der 2030er Jah­re gewähr­leis­ten? Wel­che Pro­zes­se soll­ten jetzt ange­sto­ßen wer­den, um auch unter den Ein­flüs­sen des Kli­ma­wan­dels das obers­te Ziel der NATO – Sicher­heit und Sta­bi­li­tät auf dem Bünd­nis­ge­biet sicher­zu­stel­len – mit Blick auf Tech­nik, Per­so­nal und gesell­schaft­li­chen Rück­halt lang­fris­tig errei­chen zu kön­nen? Wir freu­en uns auf Eure Essays zu die­sen Fra­gen inklu­si­ve Hand­lungs­emp­feh­lun­gen an die NAT0.

Die drei besten Essays erhalten folgende Preise:

Platz 1:
Teil­nah­me an der Dele­ga­ti­ons­rei­se der DAG für jun­ge Trans­at­lan­ti­ker nach Washing­ton D.C. (tbc). Die­se ein­ma­li­ge Mög­lich­keit bie­tet im Krei­se einer aus­ge­wähl­ten Dele­ga­ti­ons­grup­pe first-hand Ein­bli­cke in zahl­rei­che Insti­tu­tio­nen in Washing­ton D.C. zu erhal­ten und hin­ter die Kulis­sen der U.S.-Amerikanischen Poli­tik kurz nach der U.S. Prä­si­dent­schafts­wahl zu bli­cken. Ver­öf­fent­li­chung des Essays in der Fach­zeit­schrift S+F Sicher­heit und Frie­den.

Platz 2:
Teil­nah­me und kom­plet­te Kos­ten­über­nah­me eines YATA Inter­na­tio­nal Semi­nars in einem NATO Mit­glied- oder Part­ner­staat.

Platz 3:
Teil­nah­me und kom­plet­te Kos­ten­über­nah­me an einem sicher­heits­po­li­ti­schen Semi­nar in Deutsch­land.

Alle drei Gewin­ner erhal­ten Rei­se- und Über­nach­tungs­kos­ten zur offi­zi­el­len Preis­ver­lei­hung im Rah­men der »NATO Talk-Kon­fe­renz« am 16. Novem­ber 2020 in Ber­lin, sofern die­se in die­sem Jahr statt­fin­den wird.

Alle drei Essays wer­den auf der Home­page von YATA Ger­ma­ny und der Deut­schen Atlan­ti­schen Gesell­schaft und deren Social Media Kanä­len ver­öf­fent­licht.

Teilnahmebedingungen:

Teil­neh­men dür­fen alle bis zu 35-Jäh­ri­gen (gebo­ren nach dem 01.01.1985) mit deut­scher Staats­bür­ger­schaft. Teil­neh­me­rIn­nen dür­fen jeweils nur einen Bei­trag ein­rei­chen. Mit­ar­bei­te­rIn­nen, Prak­ti­kan­tIn­nen und Vor­stands­mit­glie­der der Deut­schen Atlan­ti­schen Gesell­schaft und YATA Ger­ma­ny sind von der Teil­nah­me aus­ge­schlos­sen.

Spra­che:                     Deutsch

Umfang:                      7000 Zei­chen (Leer­zei­chen inklu­si­ve)

For­mat:                       pdf

Tipps:                          STRATEGIEPAPIER / POLICY PAPER (wei­te­re Infos)

Teil­nah­me­frist:           16.08.2020, 11:59 Uhr, Ber­li­ner Orts­zeit

Aus­wahl­pro­zess:

Die Bei­trä­ge wer­den von einer hoch­ran­gi­gen fünf­köp­fi­gen Jury aus Poli­tik, Wis­sen­schaft, Jour­na­lis­mus und Mili­tär bewer­tet: Gene­ral­leut­nant a.D. Hein­richt Brauß, Dr. Kat­ja Lei­kert, Sven­ja Sin­jen, Wer­ner Son­ne, und Vero­ni­ka Fuce­la.

Die Preis­trä­ge­rIn­nen wer­den bis zum 15.09.2020 schrift­lich vom YATA Ger­ma­ny Vor­stand infor­miert.

Wir freu­en uns auf Eure Essays!

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Kamala Jakubeit MSSc

Wissenschaftliche Mitarbeiterin · YATA Germany Vorstandsmitglied
Atlantic Talk Berlin
Dorotheenstraße 84 · 10117 Berlin
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