Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.

Air Policing Baltikum – Deutschland ĂŒbernimmt Schutz des baltischen Luftraumes

Die deutsche Luftwaffe ĂŒberwacht zum zwölften Mal NATO-Luftraum ĂŒber dem Baltikum. Schon im August begannen die ersten Verlegungen von Bundeswehrangehörigen. Der Auftrag endet im April 2021.

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Die Bundeswehr hat zum Septemberanfang das Kommando ĂŒber die Luftwaffenbasis Ämari (Estland) vom VorgĂ€ngerstaat Frankreich ĂŒbernommen. Der KontingentfĂŒhrer des Deutschen Einsatzkontingentes „VerstĂ€rkung Air Policing Baltikum“, Oberstleutnant Sebastian Fiedler, leitet die Mission. Der achtmonatige Einsatz der Taktischen Luftwaffengeschwader 71 und 74 im Rahmen des verstĂ€rkten Air Policing der NATO dient in erster Linie der Überwachung und dem Schutz des Luftraumes der baltischen Staaten EstlandLettland und Litauen, welche ĂŒber keine eigenen einsatzfĂ€higen LuftstreitkrĂ€fte verfĂŒgen.

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Die Bundeswehr und vor allem die Luftwaffe gelten als eine der wichtigsten Truppensteller.

Schon seit 2004 sichert die #NATO deshalb den baltischen Luftraum mit den MilitĂ€rstĂŒtzpunkten Ämari und Siauliai. Die Bundeswehr selbst ist seit 2005 an der NATO-Baltic Air Policing Mission beteiligt, frĂŒher mit 4F Phantom II-Jagdflugzeugen und seit 2009 mit Eurofightern, von denen diesmal bis zu sechs zum Einsatz bereitstehen. JĂ€hrlich ab 2014 leistete die Bundeswehr mit Kontingenten unter FĂŒhrung der Luftwaffe ihren Beitrag zur VerstĂ€rkung Air Policing Baltikum (VAPB). Es ist das zwölfte Mal, dass deutsche Soldaten diese Aufgabe ĂŒbernehmen.

Durch die Schaffung eines „einheitlichen NATO-Luftraums“ trĂ€gt die Bundeswehr, nach eigenen Aussagen, zu einer „signifikanten Erhöhung der Flugsicherheit im angrenzenden internationalen Luftraum“ bei. Die Bundeswehr nutzt den Einsatz außerdem zur Verbesserung der bilateralen Kooperation, so bei der diesjĂ€hrigen Zusammenarbeit mit britischen Typhoons der Royal Air Force. Des Weiteren wird in diesem Jahr ein verlegefĂ€higer Luftverteidigungsgefechtsstand aus Deutschland entsendet. Dieser soll neben Ämari auch in Siauliai (Litauen) und Sked (Lettland) installiert werden.

Ein Beitrag von:

Dario Weilandt

Leiter fĂŒr Kommunikation und Digitale Medien, Deutsche Atlantische Gesellschaft; Freier Journalist

Dario Weilandt ist Leiter Kommunikation und Digitale Medien bei der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und freier Journalist. Nach seinem sozialwissenschaftlichen Studium absolvierte er ein journalistisches Volontariat im privaten Hörfunk. Bei der DAG verbindet er redaktionelle Arbeit, digitale Kommunikation und sicherheitspolitische Vermittlung. Er ist Host des Atlantic Talk Podcasts.

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