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Israel und wir: Einblicke in eine schwierige Beziehung

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Am frĂŒhen Morgen des 7. Oktober 2023, dem letzten Tag des jĂŒdischen Festes Sukkot, begann die Hamas damit, den SĂŒden Israels und das Zentrum des Landes mit Raketen zu beschießen. Am selben Tag ĂŒberwanden Terroristen vom Gazastreifen aus die Grenzsicherungsanlage zwischen Gaza und Israel und ĂŒberfielen nahe der Grenze liegende Siedlungen und ein Musikfestival. Sie ermordeten dort wahllos Menschen oder entfĂŒhrten sie als Geiseln in den Gazastreifen. Allein beim Massaker von Re’ìm wurden 260 Besucher des in der NĂ€he des Kibbuz ReÊżim veranstalteten Psytrance-Festivals Supernova Sukkot Gathering ermordet und 40 weitere als Geiseln in den Gazastreifen entfĂŒhrt; der Kibbuz Kfar Aza wurde von den Terroristen fast vollstĂ€ndig zerstört. Nach endgĂŒltigen Angaben der israelischen Sozialversicherung wurden wĂ€hrend der beim Terrorangriff begangenen Massaker innerhalb weniger Tage insgesamt 1.139 Menschen ermordet – so viele wie noch nie zuvor in der Geschichte des Staates Israel. Außerdem verschleppten die Terroristen bei Geiselnahmen wĂ€hrend des Terrorangriffs 239 Menschen in den Gazastreifen.

Seit dem terroristischen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem darauf folgenden neuen Gaza-Krieg wird in Deutschland intensiv ĂŒber das VerhĂ€ltnis zu Israel diskutiert. Auf den Straßen und in sozialen Netzwerken kam es zu einem unerwartet starken Ausbruch von Antisemitismus. JĂŒdinnen und Juden fĂŒhlen sich in Deutschland erneut bedroht. Die deutsche Politik positionierte sich deutlich an der Seite Israels und bekrĂ€ftigte Angela Merkels Aussage, dass Israels Sicherheit deutsche StaatsrĂ€son sei. Doch wie weit reicht die SolidaritĂ€t? Sollte sie bedingungslos sein? Kann sie das angesichts einer israelischen Regierung sein, zu der rechtsextreme Minister gehören? Einer Regierung, deren umstrittene Reform des Verfassungsgerichts von vielen Israelis als Angriff auf die Demokratie gesehen wird und die den international rechtswidrigen Siedlungsbau vorantreibt? Wo ist die Grenze zwischen legitimer Kritik und als Israelkritik getarntem Antisemitismus?

Deshalb habe ich Herrn Sonne, einen renommierten deutschen Journalisten, Autor und langjĂ€hrigen Fernsehkorrespondenten in Berlin, sowie Botschafter a.D. Martin Erdmann eingeladen, um einen Vortrag fĂŒr uns zu halten.

Botschafter a.D. Martin Erdmann war zuletzt von 2015 bis 2020 Deutscher Botschafter in der TĂŒrkei. WĂ€hrend seiner knapp 40-jĂ€hrigen Zugehörigkeit zum AuswĂ€rtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland ĂŒbernahm er zahlreiche hochrangige Aufgaben. So war er u.a. Sprecher des AuswĂ€rtigen Amtes von 1995 bis 1999 unter den Außenministern Klaus Kinkel und Joschka Fischer.

Am 7. Oktober 2023 besuchte Werner Sonne Israel. Bereits vor 50 Jahren hatte er als junger Reporter ĂŒber den Jom-Kippur-Krieg berichtet, und nun schien sich die Geschichte zu wiederholen. In seinem Buch reflektiert der renommierte Journalist ĂŒber die leidenschaftlichen deutschen Debatten bezĂŒglich des VerhĂ€ltnisses zu Israel. Er schildert ebenso die Chronik der deutsch-israelischen Beziehungen – angefangen bei den komplizierten AnfĂ€ngen unter Adenauer und Ben-Gurion, ĂŒber den Erwerb des israelischen Raketenabwehrsystems Arrow 3, bis hin zur Bedeutung der Formel von Israels Sicherheit als deutscher »StaatsrĂ€son«. Dieses lebendig verfasste Buch bietet Einblicke, erklĂ€rt Argumente und regt zum Nachdenken an ĂŒber eine der dringlichsten und kontroversesten Debatten unserer Zeit.

Unsere Veranstaltungen finden in behindertengerechten RĂ€umen statt. Über Ihr Interesse und Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr! Die RaumkapazitĂ€t ist begrenzt. Wir bitten deshalb um verbindliche Anmeldung bis spĂ€testens 3. Juli 2024. Wir wĂŒrden uns sehr freuen, Sie ab 18.30 Uhr begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen.

Ava Nouripour-Welteke
Regionalkreisleiterin
Forum Frankfurt

Anmeldungen sind fĂŒr diese Veranstaltung nicht mehr möglich

Veranstaltungsdetails

Datum:
8. Juli 2024
Zeit:
19:00 – 20:30

Veranstaltungsort

GÀstehaus der Goethe-UniversitÀt Frankfurt
Frauenlobstraße 1
60487 Frankfurt am Main
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Zu Gast:

Werner Sonne

Journalist und Autor

Werner Sonne begann seine Karriere 1964 als Zeitungsredakteur und Reporter beim Kölner Stadtanzeiger. Im Anschluss daran arbeitete er fĂŒr United Press International (UPI) in Bonn, bevor er zwischen 1968 und 1981 dreizehn Jahre lang als Korrespondent fĂŒr den WDR in Bonn und Washington tĂ€tig war. Im Jahr 1982 wurde Sonne Stellvertretender Chefredakteur der Landesprogramme im WDR-Fernsehen in Köln. Nach 1984 war er zwanzig Jahre lang als Korrespondent der ARD in Warschau, Bonn, Washington und zuletzt in Berlin tĂ€tig. Von 2004 bis 2012 war er Berliner Studioleiter des ARD-Morgenmagazins.

Botschafter a.D. Martin Erdmann

Deutscher NATO-Botschafter (2010 – 2015); Botschafter in der TĂŒrkei (2015 – 2020)

Botschafter a.D. Martin Erdmann war zuletzt von 2015 bis 2020 Deutscher Botschafter in der TĂŒrkei. WĂ€hrend seiner knapp 40-jĂ€hrigen Zugehörigkeit zum AuswĂ€rtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland ĂŒbernahm er zahlreiche hochrangige Aufgaben. So war er u.a. Sprecher des AuswĂ€rtigen Amtes von 1995 bis 1999 unter den Außenministern Klaus Kinkel und Joschka Fischer.

Von 2005 bis 2010 berief ihn der damalige NATO-GeneralsekretĂ€r Jaap de Hoop Scheffer als Beigeordneten GeneralsekretĂ€r fĂŒr Politische Fragen (Assistant Secretary General) in den Internationalen Stab der NATO-Zentrale in BrĂŒssel.

Anschließend war er von 2010 bis 2015 der deutsche StĂ€ndige Vertreter im Nordatlantikrat des BĂŒndnisses im Range eines Botschafters, von 2014-2015 als Doyen des NATO-Rates.

Moderation:

Ava Nouripour-Welteke

Ava Nouripour-Welteke ist Regionalkreisleiterin des Forums Frankfurt der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und als Beisitzerin im Vorstand aktiv. In Ihrer Rolle organisiert und begleitet sie sicherheits- und außenpolitische Veranstaltungen sowie Dialogformate in der Rhein-Main-Region. Ihr Engagement fokussiert sich auf transatlantische Themen, sicherheitspolitische Bildung und Öffentlichen Austausch.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Michael Simon

BĂŒroleitung · Referent
Wenzelgasse 42 · 53111 Bonn
0228 – 62 50 31
0228 – 61 66 04

Elisabet Tsirkinidou M.A.

BĂŒroleitung · Referentin
LennĂ©straße 11 · 10785 Berlin
030 20649-134
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