Es ist soweit! Der erste Security Slam Deutschlands steht vor der TĂŒr und wir laden Dich herzlich dazu ein. Sei dabei, wenn junge Forscher:innen einander die Slam-Krone der Zeitenwende streitig machen und in spannenden KurzbeitrĂ€gen ihre aktuellen Forschungsergebnisse prĂ€sentieren.
Am 03.05.2023 im Konferenz-Saal der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin hast Du die Chance, sechs spannende KurzbeitrĂ€ge zu hören und Dich von den Forscher:innen begeistern zu lassen. Egal ob Du Dich fĂŒr Cyber-Warfare, Zeitenwende, Digitalisierung & Deepfakes, Völkerrecht oder die Rolle von Gender im Krieg interessierst â der Security Slam bietet die Plattform, um all diese Themen anhand aktuellster Forschung aufzugreifen.
Mit dem ersten Security Slam wollen wir einen wissenschaftlichen Blick auf die Gestaltung der europĂ€ischen Sicherheits- und Friedensarchitektur ermöglichen und somit zur Versachlichung einer polarisierten Debatte beitragen. Die Veranstaltung wird durch die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung gefördert und in Zusammenarbeit mit unseren Partnern, der Deutschen Gesellschaft fĂŒr AuswĂ€rtige Politik (DGAP), der Friedrich-Ebert-Stiftung und scienceslam.de, organisiert.
Sechs junge Forscher:innen werden auf unserer BĂŒhne um die Slam-Krone der Zeitenwende kĂ€mpfen in nur 10 Minuten ihre aktuellen Forschungsergebnisse prĂ€sentieren⊠Und Du entscheidest wer gewinnt!
Also, worauf wartest Du? Sichere Dir jetzt Deinen Platz beim Security Slam! Melde Dich jetzt an und erlebe den ersten Security Slam Deutschlands live! Die Anmeldung ist natĂŒrlich kostenlos.
Wir freuen uns auf Dich und diese spannenden Forscher:innen und Themen!
Die Veranstaltung ist gefördert durch die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung. Der Einlass beginnt um 19:00 Uhr!
Anmeldungen sind fĂŒr diese Veranstaltung nicht mehr möglich
Veranstaltungsdetails
- Datum:
- 3. Mai 2023
- Zeit:
-
20:00
Veranstaltungsort
- Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin
-
Hiroshimastr. 17
10785 Berlin
in Google anzeigen
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die SchaltflÀche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenZu Gast:
Niklas Balbon
Forschungsthema: Post-war Gender Backlash
In Nachkriegsgesellschaften erstarken hĂ€ufig patriarchale Rollenbilder, Frauen werden aus (teilweise wĂ€hrend des Krieges erworbenen) Verantwortungspositionen gedrĂ€ngt und sexualisierte Gewalt nimmt zu. Die feministische Konfliktforschung bietet einige Anhaltspunkte zur ErklĂ€rung dieses PhĂ€nomens, unser VerstĂ€ndnis der GrĂŒnde des Backlashs ist allerdings nach wie vor lĂŒckenhaft. Das Thema ist deshalb sowohl aus feministischer, wie auch analytischer Perspektive höchst relevant. Niklas Balbon greift zurĂŒck auf eigene Forschungsprojekte zum Backlash im Kontext politischer Partizipation im Nachkriegskosovo und verfolgt mit seiner Forschung unter anderem auch das Ziel, vorausschauend zu erkunden, welche MaĂnahmen ergriffen werden können, um dem erwartbaren Gender-Backlash in der Ukraine vorzubeugen.
Niklas Balbon hat einen Master in Conflict, Security and Development am King's College London absolviert. Seine Forschungsschwerpunkte lagen dort in den Bereichen BĂŒrgerkriegsforschung, Gender und Konflikt, politische Ăkonomie des Konflikts sowie Konflikt und Entwicklung. Seit 2021 forscht er an verschiedenen Projekten am Global Public Policy Institute (GPPi).
Lena Frewer
Lena Frewer ist seit 2022 Doktorandin am Sonderforschungsbereich 138 âDynamiken der Sicherheitâ an den UniversitĂ€ten GieĂen und Marburg. Ihr Promotionsthema lautet âLandfrieden in der Rechtsprechung der Reichsgerichte im 16. Jahrhundertâ und wird betreut von Prof. Dr. Horst Carl (Geschichte der FrĂŒhen Neuzeit, UniversitĂ€t GieĂen). Sie war Teilnehmerin und Gewinnerin des ersten Security Slam Deutschlands, durchgefĂŒhrt von der DAG.
Nicolas MĂŒller
Forschungsthema: Deepfakes: Wie sie entstehen, wie sie (miss)braucht werden, und wie man sie erkennt
Deepfakes - das sind computergenerierte Bilder, Videos oder Audiodateien, die mithilfe von KI-Algorithmen erstellt werden und tĂ€uschend echt eine Person imitieren, um ihr z.B. Worte in den Mund zu legen, die sie nie gesagt hat. Deepfakes können fĂŒr böswillige Zwecke missbraucht werden, z.B. die Erstellung von Fake News, Verleumdung oder Betrug. Da die zugrundeliegenden KI-Methoden immer mĂ€chtiger werden, werden auch die Deepfakes immer besser (und leichter zu erstellen, sogar fĂŒr Laien), und somit immer schwerer zu erkennen. Was also tun? Nicolas MĂŒller erforscht KI-Methoden, die dieser Herausforderung entgegnen. Das beinhaltet einerseits, die Bedrohung besser zu verstehen, und durch Demonstratoren, Schulungen und Workshop zu zeigen, wie einfach eine Stimme geklont werden kann. Dies fördert die Medienkompetenz und hilft, nicht so leicht auf Fakes hereinzufallen. Andererseits entwickelt er KI-Deepfake-Erkennungsmethoden, um diese falschen Videos aufzuspĂŒren und zuverlĂ€ssig zu erkennen.
Nicolas MĂŒller hat an der TU MĂŒnchen in Informatik promoviert. Vorher absolvierte er sein Staatsexamen in Informatik sowie in Mathematik und Theologie an der UniversitĂ€t Freiburg. Er arbeitet seit 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer AISEC in Garching bei MĂŒnchen.
PD Dr. Antje Nötzold
Thema des Vortrages: From Star Wars to Space Warfare? Die neue Dimension des Weltraums in Krisen und Kriegen
Die strategische Relevanz des Weltraums hat sich in der geopolitischen RivalitĂ€t zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China vervielfacht. Im Wettbewerb um die Rolle der globalen Ordnungsmacht werden daher staatlich kontrollierte militĂ€rische und technologische FĂ€higkeiten im Weltraum von entscheidender Bedeutung sein. Gleichzeitig wird in der Ukraine gerade auch der wachsende Einfluss nichtstaatlicher Akteure im Weltraum und damit in bewaffneten Konflikten deutlich â Beispiel Space X und Starlink. So fĂŒhrt âNew Spaceâ zu massiven Machtverschiebungen weg von Staaten und hin zu nichtstaatlichen Akteuren, und so haben sich Technologieunternehmen zu wichtigen Akteuren mit geopolitischer Verantwortung entwickelt - in Frieden und Krieg.
PD Dr. Antje Nötzold ist Associate Fellow am Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-UniversitÀt Bonn und Non-Resident Fellow am American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) der Johns Hopkins University, Washington DC. Aktuell arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Internationale Politik der TU Chemnitz.
Jonathan Tappe
Forschungsthema: Gibt es eine Zeitwende? Und wenn ja, wie viele? Entwicklungen in der deutschen Sicherheitspolitik und wie wir sie quantitativ messen können
Thema des Vortrages: Gibt es eine Zeitwende? Und wenn ja, wie viele? Entwicklungen in der deutschen Sicherheitspolitik und wie wir sie quantitativ messen können
Warum ist deutsche Sicherheitspolitik so wie sie ist? Die meisten akademischen Antworten auf diese Frage diagnostizieren Deutschland einen ausgeprĂ€gten geschichtsbedingten Pazifismus und eine entsprechende âStrategische Kulturâ. Mithilfe moderner Technologie hat Jonathan Tappe die erste quantitative Studie durchgefĂŒhrt, um mit einer durch Machine Learning gestĂŒtzten Analyse die Entwicklung der deutscher âSicherheitskulturâ der letzten 27 Jahre zu verstehen. Die Einblicke dieser Forschung zeigen uns, wie viel âZeitenwendeâ es im letzten Jahr wirklich gab und inwiefern diese messbar ist. Neue Daten und Methoden erlauben es uns somit, neue Thesen zur deutschen Sicherheitspolitik ĂŒber drei Jahrzehnte zu formulieren.
Jonathan Tappe hat an der Maastricht University und der Södertörns Högskola einen Bachelor in International Relations und European Studies absolviert. 2020 schloss er einen MSc in War Studies an der Swedish Defence University ab, wo er im Rahmen seiner Abschlussarbeit ein Machine-Learning-Modell zur ersten quantitativen Analyse der deutschen Verteidigungspolitik entwickelte.
Mariia Vladymyrova
Forschungsthema: "Lawfare" â Völkrerrecht als Instrument der Machtpolitik
"Lawfare", der strategische Einsatz von Rechtsnormen, wird zunehmend in Konflikten weltweit genutzt, unter anderem auch im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Lawfare ist eng verbunden mit dem sich wandelnden Charakter des Krieges und der Verbreitung von sogenannten "hybriden Bedrohungen". In ihrer Arbeit untersucht Mariia Vladymyrova die Wirkung und Folgen des russischen Lawfare-Einsatzes im Schwarzen und Asowschen Meer. Anhand zweier Fallstudien, der BeschieĂung und Festnahme von drei ukrainischen Schiffen durch die russische KĂŒstenwache in der StraĂe von Kertsch im Jahr 2018 und der BeschieĂung eines britischen Kriegsschiffs durch die russische Marine vor der KrimkĂŒste im Jahr 2021, zeigt sie, wie die Russische Föderation seit der Annektierung der Krim im Jahr 2014 versucht hat, die Rechtsunsicherheit in den GewĂ€ssern rund um die Halbinsel herbeizufĂŒhren, indem sie ihren eigenen Status als kriegsfĂŒhrende Seite verneint, zugleich aber das Recht beansprucht, Kampfhandlungen durchzufĂŒhren.
Mariia Vladymyrova absolvierte 2016 einen Bachelor of Laws an der Dnipro National University (Ukraine) und 2019 einen Magister Legum (LL.M) an der European University Viadrina. Derzeit ist sie Studentin des MA War and Conflict Studies an der UniversitĂ€t Potsdam und Junior Policy Advisor im BĂŒro von Omid Nouripour MdB.



