YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Deutschland und die Welt – Lehren aus der Ära Merkel

Kurswechsel oder weiter so? Die Herausforderungen für die künftige Regierung:

Viele Jahre wurde sie auf den Titelblättern internationaler Magazine als die mächtigste Frau der Welt gefeiert. Angela Merkel galt als die Kanzlerin, die den Kurs Europas maßgeblich gestaltete und dazu beitrug, die großen Krisen zu bewältigen. Gegen Putins Russland setzte sie nach der Krim-Invasion und der Besetzung der Ost-Ukraine Sanktionen durch, von Donald Trump ließ sie sich nicht einschüchtern und hielt an Nordstream‑2 fest. Gleichzeitig jedoch war sie in Teilen Süd-Europas die am meisten gehasste deutsche Politikerin, die vor allem von Griechenland einen strikten Sparkurs verlangte und sich gegen die Vergemeinschaftung von Schulden in der Europäischen Union aussprach. In Ost-Europa stieß sie auf erbitterten Widerstand gegen ihre Forderung nach Aufnahme von Flüchtlingen. Wie sieht die Bilanz ihrer Außenpolitik am Ende ihrer Kanzlerschaft aus? Welches waren ihre Erfolge, welche ihre Niederlagen? Was bleibt, was soll anders werden?

Die Deutsche Atlantische Gesellschaft möchte den Übergang zu einer neuen Regierung zum Anlass nehmen, diese Bilanz ihrer Außenpolitik zu ziehen. Vor allem aber wollen wir den Blick nach vorn auf die gewaltigen Herausforderungen richten, welche die künftige Koalition in Europa und der Welt erwarten. Gemeinsam mit der Botschafterin unseres wichtigen Partners Frankreich und führenden Expertinnen und Experten fragen wir: Welche Lehren sollte die deutsche Außenpolitik aus den 16 Jahren der Merkel-Ära ziehen und welche Prioritäten sollte sie in den nächsten Jahren setzen?

Gäste:

Anne-Marie Descôtes
Botschafterin, Französische Botschaft in Berlin

Dr. Christian Mölling
Forschungsdirektor und Leiter des Programms Sicherheit und Verteidigung, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)

Rosalia Romaniec
Leiterin Current Politics / Hauptstadtstudio, Deutsche Welle

Dr. Stefan Mair
Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit und geschäftsführender Vorsitzender, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)

Moderation:

Werner Sonne
Autor und Journalist

Zu Gast:

Botschafterin Anne-Marie Descôtes

Botschafterin, Französische Botschaft in Berlin

Botschafterin Descôtes wurde 1994 ins französische Außenministerium berufen und war dort 1997 zunächst vorrangig für EU-Außenbeziehungen und dann in der Abteilung für europäische Zusammenarbeit für EU-Innenangelegenheiten verantwortlich, bevor sie Fachberaterin im persönlichen Beraterstab des Ministers für europäische Angelegenheiten, Pierre Moscovici, wurde (1997–2001). Von 2001 bis 2005 war sie als Fachberaterin für die EU-Erweiterung, Mittel- und Südosteuropa in der Ständigen Vertretung Frankreichs bei der Europäischen Union in Brüssel tätig. Danach war sie Beraterin des französischen Botschafters in Washington, D.C. für Europafragen und in Angelegenheiten der ehemaligen UdSSR (2005–2008) und anschließend, von 2008 bis 2013, Direktorin der Agence pour l’enseignement français à l’étranger (Agentur für das französische Auslandsschulwesen, AEFE). Als Leiterin der Generalabteilung Globalisierung, Kultur, Bildung und internationale Entwicklung im französischen Außenministerium war sie 2013–2017 für das Netzwerk der Generaldirektion, seine Akteure und Partner verantwortlich sowie für deren Einsatz im Dienste der Wirtschafts- und Einflussdiplomatie, der Umwelt und der nachhaltigen Entwicklung. Am 6. Juni 2017 wurde Anne-Marie Descôtes zur Botschafterin Frankreichs in Deutschland berufen.

Dr. Stefan Mair

Geschäftsführender Vorsitzender und Direktor Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)

Stefan Mair ist Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Nach seinem Studium der Politischen Wissenschaften an der LMU München sowie der anschließenden Promotion arbeitete er in verschiedenen Position an der SWP, erst als Afrikareferent, zuletzt als Forschungsdirektor. Von 2010 bis 2020 war er Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI). Forschungsschwerpunkte sind außenpolitische Herausforderungen Deutschlands und der EU, geopolitische und geoökonomische Dynamiken sowie Außenwirtschaftspolitik.

Moderation:

Werner Sonne

Journalist und Autor, Berliner Studioleiter des ARD-Morgenmagazins (2004-2012)

Werner Sonne begann seine Karriere 1964 als Zeitungsredakteur und Reporter beim Kölner Stadtanzeiger. Im Anschluss arbeitete er für United Press International (UPI) in Bonn, bevor er zwischen 1968 und 1981 als Korrespondent für den WDR in Bonn und Washington tätig war. Im Jahr 1982 wurde Sonne Stellvertretender Chefredakteur der Landesprogramme im WDR-Fernsehen in Köln. Nach 1984 war er zwanzig Jahre lang als Korrespondent der ARD in Warschau, Bonn, Washington und zuletzt in Berlin tätig. 2004 – 2012 war er Berliner Studioleiter des ARD-Morgenmagazins.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Dr. Nicolas Fescharek

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Dorotheenstraße 84 · 10117 Berlin
030 20649-134
030 20649-136
Bildnachweise für diese Seite
 Copyright
By Raimond Spekking [Creative Commons], via Wikimedia Commons
Für Abbildungen, die hier nicht gelistet sind, ist kein Urheber-Nachweis notwendig, oder wir selbst sind der Urheber.